JOURNALE 2014 / 2015 / 2017 / 2018 / 2019

2019

14.11.

Manspreading?

Bei meinen – nicht so häufigen – Besuchen in der Straßenbahn

betreibe ich etwas, das man „Book-Spreading“ nennen könnte

benötige dafür zwar lang nicht so viel Platz

wie gewöhnliches Manspreading einnimmt

werde dabei aber von allen angesehen wie ein Alien

das eine Art gefährlicher Arkanwissenschaft betreibt

13.11.

Die neue Publikation des gerade 90-jährigen Habermas:

Eine Geschichte der abendländischen Philosophie

2 Bände, 1700 Seiten.

Aber wer sich einst schon angelegt hat

mit den 3 Bänden seiner Theorie des kommunikativen Handelns schreckt auch davor nicht zurück.

12.11.

Hausdurchsuchung bei den Ex-ÖVP-Finanzministern
Löger und Pröll wegen Verdachts der Korruption
bei den Casinos Austria.
Als ob ÖVPler nicht geschickt genug wären
keine verräterischen Dokumente herumliegen zu lassen.
Haben sie schon bei der Eurofighter-Causa
ausreichend unter Beweis gestellt.

#

Regieren mit den Grünen sei herausfordernd
klagt Kurz.
Klar, Kurz!
Neigungsgemäß natürlich wärs viel leichter
mit den rechtsradikalen Dumpfbacken.

 

11.11.

Hahaha , das Wimmern des Norbert Hofer

nach einer Chance, doch noch zur Regierungsbildung

eingeladen zu werden

gerade bei einem sehr behilflich gesinnten Fellner in oe24.

#

Seit heute im Paradies
in Begleitung von Dante und Vergil.
„Doch sage, die ihr selig hier euch fühlet /
Begehrt ihr nicht nach einer höhren Stelle /
Um mehr zu schauen und mehr wie Gott zu werden?“
(musste Dante hier ein wenig zeitgeistig verbessern)

 

10.11.

Bin mit Dante und Vergil
schon seit gestern unterwegs im Purgatorium
und tauche unter im Lethe
um mich von Sünden reinzuwaschen,

9.11.

Hoffe, Michael Bloomberg tritt wirklich
für die Demokraten gegen Trump an.
„Trump sagt, er will das Land führen
wie ein Unternehmer. Well, ich bin New Yorker
und erkenne einen Betrüger wenn ich ihn sehe“
sagte der im Gegensatz zu Trump wirkliche Milliardär –  52 Mrd., lt., Forbes
Sympathischer wäre mir zwar Elizabeth Warren
aber Bloomberg hätte die größeren Gewinnchancen
gegen Ameriggas gegenwärtigen Trottelpräsidenten.
Samt seinen Trottelfans

#

Wien Innenstadt.
Punschstände eröffnet.
Samt Polizeifalle ums Eck.

8.11.

Rührender Dialog kürzlich im Hawelka.
Tourist zum Ober: Bekommt man hier auch Kaffee?
Ober: Gewiss! Wir sind ein Kaffeehaus.
Tourist: Oh, ich dachte, das ist schon ein Museum.

Bild könnte enthalten: Alfred Zellinger

#

Weil es hier noch immer einige nicht fassen

dass man in Lokalen nicht mehr rauchen darf

und ihre allzu simplen Begriffe von Wirtschaftsliberalismus

ja sogar von Demokratie dagegen in Stellung bringen –

jetzt verlagern sie ihr Jammern auf die Plätze vor den Lokalen:

Auch dort würden Raucher schon kritisiert.

Wegen Lärmbelästigung und weil der Rauch

konzentriert in darüber liegende Wohnungen steigt.

Vielleicht dämmert es ja den Rauchern

und ihren ideologischen Freunden langsam:

ihr Rauchen ist für andere schlicht eine Belästigung.

Und sollten langsam selbst auf die Idee kommen

diese Belästigung zu vermeiden.

#
Rauchverbot?
Weil es hier noch immer einige nicht zu fassen scheinen
dass man jetzt endlich auch bei uns
in Lokalen nicht mehr rauchen darf
und das anscheinend für einen unzulässigen Eingriff
des Staates in unsere „Freiheit“ halten:
Könnte es sein, dass das an ihrem allzu simplen Begriff
vom Wirtschaftsliberalismus liegt?
Der bedeutet nämlich nicht, dass jeder
sein Geschäftchen machen darf
wie er gerade will und womit er will.
Er bedeutet, dass die Wirtschaft grundsätzlich frei ist
sich aber an Regeln zu halten hat,
die ethisch und gesellschaftlich akzeptiert
und politisch normiert werden.
Googelt einfach Walter Eucken, Freiburger Schule
der Ökonomie, Neoliberalismus, Ordoliberalismus …
Aber wahrscheinlich ist für euch ja schon die Rechtsfahrregel
ein Eingriff in die „Freiheit“.

7.11.

„Herzensfaschist und Verehrer südamerikanischer Killergeneräle“.

Armin Thurnher im neuen Falter über den Kroneschmierfinken Jeannee.

#

Wie kommt Greta Thunberg wieder über den Atlantik?

Da gerade kein Segler frei ist,

schlage ich den folgenden Fahrplan vor:

Flug zur ISS mit einem der regenerierten Raumshuttles der NASA

abgeholt dort von der russischen Sojusrakete,

Landung über Kasachstan

dann transsibirische Eisenbahn.

So ungefähr …

#
Rauchverbot.
Dieses Gejammer wegen des Ruins der Sisha-Bars nervt.
Wer hält denn deren Besitzer davon ab
ihre Lokale als normale Bars, Cafes oder Restaurants
weiter zu betreiben?
Oder diesen etwa mittels einer Geschäftsidee
neue Attraktivität zu verschaffen?
Etwas mehr unternehmerische Initiative, bitte.
Dann erübrigte sich auch dieses demonstrative Mitjammern
von Leuten, die im Leben noch nie eine Shishabar besuchten

5.11.

Gemein.

Jetzt will man der FPÖ nach dem Putschministerium

den Kampfpferden und dem Rauchen in den Cafès

auch noch das Singen im Keller wegnehmen!

4.11.

Rührend diese Pharisäer von der FPÖ.

Jetzt, wo ihnen die Regierungs-Felle davon zu schwimmen scheinen

versuchen sie eine TürkisGrüne Koalition doch noch zu hintertreiben

indem sie sich an die grünen Basiswappler ranschleimen

und versuchen, diese aufzuhetzen

gegen zuviel grüne Zugeständnisse an die Türkisen.

Erwarte trotzdem, dass Kurz in ein paar Wochen sagen wird:

mit den Grünen geht’s leider nicht,

muss leiderleider mit der FPÖ meinen Rechtskurs fortsetzen.

2.11.

Auf tinder, wenn eine Frau mich matched
und jetzt erwartet, dass ich mit Komplimenten
oder sonstwie originell mich melde
schreib ich jetzt immer:
Why should it always be the man
who writes first?
Ist gleich ein erster Test
ihre Emanzipation betreffend …

 

#

Meldet euch, Segler!
Nach Verlegung des UN-Klimagipfels
von Chile nach Spanien
muss Greta Thunberg wieder zurück
über den Atlantik.
Würde sie ja gern mitnehmen
aber mein Boot ist leider schon eingewintert.

#

Livia Klingl berichtet gerade

von den drastischen Folgen des Rauchverbots:

#

Ihr Kontrollgang heute um 8 Uhr früh habe ergeben:

Alle Gasthäuser sind geschlossen!

1.11.

Rauchverbot.
Dass alle Wirtshäuser eingehen werden
konnte man doch schon einmal hören:
Als der erlaubte Alkoholpegel für Fahrer
von 0,8 auf 0,5 Promille gesenkt wurde.
Was jammerten doch die Wirte damals …
Nun denn.
In den Städten gibt es heute etwa doppelt soviel Lokale
nur die dummen Argumente sind gleich geblieben.

#
Bin in der letzten Saison nach Ravenna gesegelt.
Das Boot festgemacht in der Marina Marinara
sagte ich dem Taxifahrer namens Charon nur:
Bring mich zu Dante!
und er fuhr mich zu dessen kleinem Mausoleum
an der Mauer des alten Franziskanerklosters.
Im Cafe Alighieri ums Eck leerten wir dann
eine Flasche Prosecco und lachten darüber
dass sein Grab jetzt bewacht werden muss
weil man islamistische Anschläge befürchtet.
Habe im 29. Gesang der Hölle beschrieben, sagte Dante
wie ich, in Vergils Begleitung, auf Mohammed treffe
der dort streng bestraft wird.
Jetzt lese ich wieder Dantes Komödie und mir wird klar:
Wichtige Bücher muss man mehrmals im Leben lesen.
(Ausführlicher beschrieben in A.Zellinger, Flaneurgeschichten
aus der imaginären Metropole Europas)
#
Raucher werden künftig leicht
zu erkennen sein:
an ihrem wettergegerbten Teint.

#

Sepulkralspruch zu Allerheiligen (1)

Mein Freund, Franz Schuh schreibt in „Sämtliche Leidenschaften“:

„Da habe ich mein ganzes Leben lang

die Weisheit mit dem großen Löffel gefressen

und jetzt soll ich den Löffel auf einmal abgeben!“.

 

#

Sepulkralspruch zu Allerheiligen (2)

Meine Mutter wünschte sich einmal von mir, nicht ganz ernsthaft,

den Grabspruch:

„Vom Schicksal verfolgt / vom Unglück geliebt

Herrgott ich dank dir / dass es mich nicht mehr gibt“

Seitdem weiß ich, woher ich meinen Sarkasmus habe.

 

#

Das waren halt Zeiten,

als man in den Cafès noch rauchen durfte ….

wieso eigentlich hab ich damals zwar den Landrover

aber nicht Camel gewählt?

31.10.

Danke an Leopold Hawelkas tüchtige Enkel, Amir und Michael

und danke Susanne Widl, der Besitzerin des Korb,

die in ihren Cafes das Rauchen schon lange verboten haben.

Wär sonst nicht mehr dort geblieben.

#

Da regen sich die üblichen Verdächtigen auf

dass die neue „Liederbuch-Affäre“

so knapp vor der Wahl aufgeflogen ist.

Als ob der Zeitpunkt des Auffliegens

den Inhalt irgendwie entschuldigen würde.

 

War bei der Ibiza-Affäre ähnlich:

Alle, die das am liebsten ignorieren wollten

hatten plötzlich nur mehr Interesse daran

wer das Video gemacht, wer es bezahlt hätte

#

Neues von Ameriggas Trottelpräsidenten.
Das Repräsentantenhaus stimmt für
Impeachement-Untersuchungen
gegen Trump.

 

#

Hahaha, in Deutschland werden Merkel-Basher
gerade verspottet als „alte Männer, die im Leben
ihre Karriereziele nicht erreicht haben“.
Da kennte ich hier auch ein paar …

 

#

Wenn ich sehen muss,
wie in Shisha-Bars Erwachsene
an ihren Shishas zuzzeln
wie Säuglinge am Schnuller
halte ich Shisha-Bars für entbehrlich.
Schon aus ästhetischen Gründen.

 

#

Mit seinem fortgesetzten Lavieren
in der Europafrage wird dieser Corbyn
Labor in ihre größte Niederlage führen.

 

#

„Carola Rackete“
Halloweenkostümvorschlag (2)
Flasht verlässlich
männliche und weibliche Spießer gleichermaßen.

#

Segelsaison vorbei. Jetzt gilt wieder:

Wenn ich nicht segeln bin / bin ich in Wien

Und da im Hawelka / oder auf dem Weg dorthin

 

#

… und passt auf, welche Bücher ihr euch schenken lasst.

Wenn „Liederbuch“ drauf steht, macht es erst gar nicht auf

– damit ihr später behaupten könnt, ihr habt von nichts gewusst …

#

„Greta“

Halloweenkostümvorschlag

der männliche Spießer am meisten flasht.

27-30.10.

Oscar Wildes Bunbury.
Da diese Lektüre schon in der Schule
verordnet gewesen war
lese ich es bewusst erst jetzt wieder.
Und die Leute im Cafe wundern sich
weil ich immer wieder in lautes Lachen ausbreche.+

#

Kreuzfahrtschiffe aus Venedig verbannt?

Keine Rede davon.+

#

Auch Bagdadi Abu Bakr

steht nicht mehr am Akr …+

 

#

„Isabella“ abgeriggt, gekrant und in der Winterhalle am Traunsee

„Katawa“ winterfest am Kai der Marina SantElena, Venezia.

Jetzt beginnen die ruhigen Wintermonate.

Die ich zum Schreiben nutze.

 

#

Marina SantElena, Venezia

Segel der „Katawa“ bergen

85 m2 Genua auf Deck falten

sodass sie in die Segelkammer passen.

Geht nur bei Windstille.+

#

Religiotie zum Tag.

Amerikanisches Militär hat jetzt

auch den sog. „Kalifen“ Bagdadi erledigt

der ein paar Jahre lang die tapferen Kämpfer des IS

zum Kopfabschneiden motiviert hatte –

Anlass, zur inneren Befindlichkeit islamischer Terroristen

aus meinem Faust III zu zitieren

(wie im Porgy & Bess aufgeführt):

„MEPHISTO

Ihr müsst sie verstehen

sie fühlen sich gedemütigt!

MARGRET

Und das zu recht

wer nur an Allah denkt

denkt herzlich schlecht.

Wer in der Schule jahrelang

bloß Koransuren auswendig lernt

statt sich den Wissenschaften zu widmen

wer dazu die Frauen

die Hälfte der Intelligenz des Landes also

von Bildung ausschließt

und kleine Mädchen in den Kopf schießt

weil sie in die Schule gehen wollen –

der i s t vor der Welt gedemütigt

und bleibt zurück in jeder Hinsicht

in der Wissenschaft, in der Wirtschaft

bei der Technik, überall.

Generationen ungebildeter und unfähiger

dafür tief religiöser Zurückgebliebener

wachsen heran …

FAUSTINA

… die nicht einmal imstande sind

die Waffen selbst herzustellen

die sie brauchen um „Ungläubige“ überfallen

unbewaffnete Zivilisten meist

„weiche Ziele“, wie sie es nennen

weil sie im direkten Kampf

gegen das Militär der „Ungläubigen“

kaum je Chancen haben …

MARGRET

Dabei ist Europa ein Kontinent

geprägt vom Orient:

von Algebra, Astronomie, Philosophie

mesopotamischen Schriften und ägyptischer Medizin

von Ideen und Erfindungen

die Segler mit sich führten auf ihren Barken

als sie im Mittelmeer westwärts strebten.

Kulturen, die zu europäischen wurden …

Doch bald wars vorbei mit der Intelligenz des Orients

vor tausend Jahren schon

und seither herrscht – die Religion“

 

 

#

Biennale di Venezia.

Noch bis Ende November.

Hab sie schon in den Preview Days gesehen.

Jetzt, am Ende der Segelsaison:

85 Länder, an die 250 Künstler, an die 3000 Werke –

da gibt’s immer etwas, was man nochmal sehen will.

Und nächstes Jahr ist die Architekturbiennale

auch in den Girardini und im Arsenale

genau so interessant.

Arrivederci! A la prossimo anno.

#

  1. November.

„Bin jetzt viel an der frischen Luft“

„Schifahrer?“

„Raucher!+

26.10.

 

Kleiner Unterschied übrigens zwischen Handke und Sartre:

Sartre nahm den Nobelpreis nicht an.

 

#

Ciao Draghi!
Am Beginn seiner Amtszeit hat er den Euro gerettet
mit den Worten, gesprochen 2012
auf einer Investorenkonferenz in London
die ich als konkretes Gedicht aufgenommen habe
in meinen „Doktor Faustus in London“:
„Ihr wettet gegen den Euro/
aber ihr werdet euch täuschen /
Wir werden den Euro halten
und wir werden Geld zur Vergügung stellen
whatever it takes /
whatever it takes“.
Später hat er nur mehr bankrotte Staaten
und inkompetente Schuldenpolitiker gerettet
indem er mit Fantasiegeld
Staatsanleihen kaufte.
„… und Geld kostet nichts / Perversion“

 

25.10

Wer demnächst was zu lachen haben will

beauftragt Strache mit einer Unternehmensanalyse

#

DOKTOR FAUSTUS IN LONDON. BANKER. OLIGARCH
“Sprach heut mit der Theaterdirektorin
über mein neues Stück:
ein Faust als Jazz Slam.
Sechzig Minuten statt neun Stunden
wie einst inszeniert von Peter Stein
scheint mir heut
die angemessne Form zu sein …
Vermessenheit! sagt die Direktorin
Frechheit geradezu!
Größenwahnsinniger!
Sich an Goethe zu vergreifen!
Und ich: Nicht an Goethe bloß
auch an Joyce, Thomas Mann und Marlowe groß.
Das Wording ist ja exzellent wie immer, sagt die Direktorin
wie Sie mit ihren Worten
bescheiden den Meister vor den Vorhang bitten
und zugleich dessen Verse nutzen
für den eigenen sound.
Raffinierter Hund!
Allein, mir fehlt emotion
hören Sie: E-mo-ti-on!
Und ich: Sprachkunst? Erkenntnis?
Intellektuelles Vergnügen? Raison?
Und sie: Gefühle! Menschliche Konflikte!
Drama, Baby, Drama!
Ihr wisst, auf unsern deutschen Bühnen
probiert ein jeder, was er mag.
Und ich:
Ja, Bunt-Skurilles, Klamauk und Schrilles
o sprecht mir nicht von jener bunten Menge
bei deren Anblick uns der Geist entflieht!
Vom Publikum will ich nichts hören
Hauptsache ist, dass es geschrieben steht.
Was glänzt, ist für den Augenblick geboren
das Echte bleibt der Nachwelt unverloren
Sie haben recht
sage ich schließlich
ich habe meine Ruhe
und wir scheiden“

Alfred Zellinger, Doktor Faustus in London. Banker, Oligarch.
Edition PEN im Löcker Verlag, 344 Seiten | € 19,80
ISBN 978-3-85409-892-8

24.10.

Von der gänzlich unzeitgemäßen Lektüre
von Kleists Marquise von O…
zur Neuerscheinung:
Neuhäusers Wie reich darf man sein?
Auch einer wie Piketty
der am falschen Baum bellt:
Er ist nicht für die Armen
er hasst bloß die Reichen.
Daher vorweg eine kurze Anwort:
Man darf so reich sein
wie es legal nur irgend möglich ist.
Klar, Neuhäuser?

23.10

Hab in meiner Freundesliste und damit in der Timeline

offenbar einige Bio-Bots

die täglich Meldungen aus der FPÖ-Sudelküche posten

so wird etwa jede Straftat an der ein Ausländer beteiligt ist

genutzt, um gegen Flüchtlinge zu hetzen

worauf ich sie regelmäßig als erbärmlich bezeichne

oder es pudeln sich einige auf,

weil in irgendeinem Kindergarten

auch islamische Lieder gesungen werden

worauf ich –bisher leider vergeblich – gebeten habe

mir doch bitte Noten und Lyrics solcher Songs zu schicken

ich würde diese auch gern einmal spielen.

Natürlich denke ich nicht daran, diese armseligen

FPÖ-Seelen zu blockieren und die Frage ist nur:

wer den andern länger erträgt …

#

Lob & Tadel.

Meine Postings und Kommentare

scheinen häufiger zu tadeln als zu loben.

Werch ein Illtum.

Vielem, was ich hier nicht erwähne, stimme ich zu

nach dem altrömiscben Rechtsspruch

qui tacet consentire videtur.

Und meine zahlreichen Erwähnungen von Büchern

deren Inhalten und Autoren

sind als zustimmende Anerkennung zu sehen

– womit die Bilanz von Lob & Tadel

mehr als ausgeglichen wäre

#

Eben erschienen.

Neue Folge meiner Kolumne „Sailing Poetry“

im Yachtmagazin „Ocean7“:

HERR GOETHE SEGELT NACH PALERMO

Mit meinem Boot, der „Katawa“, folge ich Goethes Kurs,

von Neapel vorbei am Stromboli nach Sizilien,

wo er beginnt, Nausikaas kleine Liebesgeschichte mit Odysseus umzuschreiben.

#

Erster November.

Das „Leuchtturmprojekt“ von TürkisBlau I

Rauchen in Lokalen weiter zu erlauben,

was im Rest der zivilisierten Welt längst Geschichte ist

ist jetzt auch in Österreich Geschichte.

Aber vielleicht macht die FPÖ es ja wieder zur Koalitionsbedingung

und Kurz knickt wieder ein

22.10

 

Hahaha, da pudelt sich eine FPÖ-Anhängerin auf

dass bei uns in irgendeinem Kindergarten

muslimische Lieder gesungen werden.

Habe sie gebeten, mir möglichst Noten und Lyrics

dieser Songs zu übermitteln,

würde sowas gern mal spielen.

Bin neugierig, ob sie meiner Bitte nachkommt.

 

#

Weil jetzt Richard David Precht, Kalenderspruchfabrikant

und Schwarm älterer linker Damen

vom „Bedingungslosen Grundeinkommen“ schwadroniert:

Ich gebe ihm voll recht!

Bin sehr für das BGE!

Weil es so lästig ist, in den Jahren zwischen

Schulabbruch und Frühpension

sich immer beim AMS anstellen zu müssen.

#
Eins meiner aktuellen Postings sei hier zitiert,
um es zu ergänzen:
„Bitte um Verständnis.
Gegen die Niedertracht und die Dummheit von Rechtsradikalen
verzichte ich oft auf meine sonst sprichwörtliche Höflichkeit“.
Hinzu gefügt sei also:
Manche dieser Leute sind sich dessen gar nicht bewusst,
dass sie ständig rechtsradikale Positionen vertreten,
oder eifernd auftreten
gegen Kritik an rechtsradikalen Positionen.
Sie würden sich dafür sogar ein wenig genieren
(was ich ihnen noch zugute hielte)
und streiten das Offensichtliche deshalb wütend ab. Tja …

21.10

Bitte um Verständnis.

Gegen die Niedertracht und die Dummheit von Rechtsradikalen

verzichte ich oft auf meine sonst sprichwörtliche Höflichkeit.

#

Gabs nicht um diese Jahreszeit immer
die verdienstvolle Veranstaltung:
„Rasen am Wiener Ring“?
Wie? Die wurde eingestellt?
Schade. War dadurch immer motiviert
meine Rundenzeit zu unterbieten …

 

#

19 Stunden dauert der (momentan längste)
Nonstopflug New York/ Sidney.
Unakzeptabel.
Wo bleibt Elon Musk mit seinen wiederverwendbaren
Raketen? Verkleinert und geeignet
für den terrestrischen Passagierverkehr?
4 Stunden New York/Sidney klänge schon adäquater
für eine Menschheit, die im Begriff ist
die Ressourcen von Asteroiden zu nutzen.

20.10.

Die von der türkischen Armee befreiten IS-Fanatiker
zieht es übrigens alle nach Österreich –
sie wissen wie man sich hier zuverlässig tarnen kann
um vom Verfassungsschutz unbehelligt zu bleiben:
als Nazi.

 

#

Meiner Mutter sei Dank/
Für ihren Bücherschrank

#

Hat eigentlich jemand schon einen fremdenfeindlichen

Rechtsradikalen getroffen, der wenigstens

einem einheimischen Bedürftigen geholfen hätte?

Ich auch nicht.

#

Hab mich ja bisher mit Bemerkungen zum
#Literaturnobelpreis zurück gehalten.
Doch sei mir jetzt ein Summary gestattet
adäquat in handkischer Diktion:
Auch ein großer Schriftsteller
darf ein politischer Trottel sein.
Herzliche Gratulation, P.H.!

 

#

…unseren türkischen Kriegsjublern gewidmet

#

Brexit 2099.
Wie alle Jahre im Oktober
pilgert der britische Premier nach Brüssel
um von der EU einen weiteren Aufschub
des Brexit zu erbitten.
Wie es zu diesem merkwürdigen Brauchtum
gekommen ist weiß kaum jemand.
Historiker führen es auf Intrigen
britischer Innenpolitiker
im Jahre 2019 zurück.

 

#

Samstag in der Stadt.
Vorbei an Warteschlangen Kaufwütiger
vor Chanel und Louis Vuitton
zur Buchhandlung.
Keine Warteschlange.

 

#

Haha, „Die Welt“ hats erfasst.
„Autonom fliegen ist das neue Fahren“

 

19.10

Ich weiß: völlig unzeitgemäß,

was ich da heute wieder lesen zu müssen glaube.

18.10

Warum liest du so viel?

Ich lerne noch.

Aber du bist schon alt!

Ja, und je älter ich werde umso mehr lerne ich.

17.10.

Jetzt hab ich endlich beschlossen, weniger zu fliegen

und stattdessen, energiesparend, mehr zu lesen

und dann d a s !

16.10.

Kleine Anmerkung zur Literatur.
Unsinn bleibt Unsinn.
Auch wenn er gut formuliert ist.
#Nobelpreis

#

Es geht ja um Literatur, nicht um Politik!
#Nobelpreis

#

„Josef der Österreicher…“
„Österreich ist ja wieder groß
in den internationalen Medien“
„Schon wieder ein Nazi aufgeflogen?“
„Nein, das andere!“

#

„Es geht ja um Literatur, nicht um Politik!“

Die Wiederholung des Wortes „Brenn“

zu Beginn und am Ende des Textes

weist auf eine lyrische Intention des Urhebers hin

deren literarische Qualität nicht unterschätzt werden darf!

#nobelpreis

(Danke Fred Stampach für dieses Bild, das er als dank schnörkelloser Sprache ein Musterbeispiel gelungener Zielgruppenkommunikation nennt)

#

FLANEURGESCHICHTEN

„Schreibe in der Casa di Goethe

in der Via del Corso

am Rom-Kapitel der „Flaneurgeschichten“

nebenbei noch am vierten Akt meines Faust III

„Faustina die Erbin“

der eine „Italienische Reise“ zum Inhalt hat

nicht wie die Goethes mit Pferd und Kutsche

sondern mit der Yacht der Oligarchin Faustina

Erbin des Doktor Faustus

der selbst zum Oligarchen geworden war

nachdem er einen Konzern vor dem Niedergang

und einen Pleitestaat vor der Pleite bewahrt hatte.

Die neue Yacht der Faustin liegt gerade

wie es unter Oligarchen der Brauch ist

an der Riva degli Schiavoni, Venezia, nah den Giardini

wo eben die Preview Days der Biennale beginnen …“

 

aus Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas,

Edition P.E.N. bei Löcker, 450 Seiten, 23,5, 29,80,-,ISBN 978-3-85409-958-1

 

Das Buch kann man beim Löcker Verlag online bestellen;

besser aber, zu einer „meiner“ Buchhandlungen zu gehen:

Brigitte Salanda, 1,Fischerstiege 1

Anna Jeller, 4, Margaretenstraße 35

Rotraud Schöberl, Leporello, 1 Singerstr. 7

15.10.

Die NZZ heute so ….
Hab übrigens meinen Autos nie Namen gegeben.
Nur meinen Booten.

#

Facebook hat was von einer Religion:

Die Welt ist voll von Ungläubigen, Häretikern

und Weltuntergangspredigern.

Und Immer ist irgendwer beleidigt.

14.10.

OGH-Entscheidungen.
„Sudelfeder“ Jeannee darf als solche,
zudem als „übelster Kolumnistenschuft“
bezeichnet werden; auch „dreckige Fantasien“
darf man ihm, anlassbezogen, vorwerfen.
Nicht jedoch, dass er seine Kolumnen
bevorzugt unter Alkoholeinfluss schreibe.
Das sei sogar zu ahnden,
wenn es etwa in Facebook zitiert oder verlinkt wird.
Alles klar?

#

Europa sollte schleunigst Waffen nach Syrien liefern:

Boden-Luft-Raketen an die Kurden.

12.10.

… wird man von einem Kindle nie behaupten können.

#

Gerade heiß diskutiert;
Darf ein Sozialist Porsche fahren?
Dazu aus Christopher Marlowes Faust, Auftritt
DER NEID:
Ich kann nicht lesen
und darum wünschte ich
dass alle Bücher verbrannt würden.

 

#

Lese im Gmundner Cafe Brandl
die letzten Seiten von Jeffries
„Grand Hotel Abgrund“ –
eine Biografie der Frankfurter Schule der Soziologie.
Für mich ein Parforceritt
durch meine innere Biografie der 60er, 80er, 90er:
Horkheimer, Adorno, Benjamin, Marcuse, Arendt
Fromm, Habermas …
Auf den letzten Seiten ein hübscher Schluss:
Adornos Verdikt, nach Auschwitz noch Gedichte zu schreiben
wurde ersetzt durch die Frage:
Kann man Horkheimer und Adorno
am Swimming Pool lesen?

11.10

Caffè Rosati.

Hier schrieb ich Mitte der 80er „Stadtwolf / Downtown“

Geschichte eines Flaneurs in einer heutigen Metropole

kam täglich her vom nahen österreichischen Kulturforum

gelegen in der Viale Bruno Buozzi

nah gleichermaßen der Villa Borghese

wie der Piazza del Popolo.

War dort für einige Wochen zu Gast

bewohnte eine Art Zelle

ein Bett, ein Tisch, ein Sessel

mehr braucht man nicht zum Schreiben

dazu die große Bibliothek des Hauses …

das inspirierte mich damals

wollte es deshalb jetzt wiederholen

für die Niederschrift dieses Rom-Kapitels nutzen.

Doch diese Räume stehen Schriftstellern nicht mehr zur Verfügung

für diese hat man stattdessen ein Landhaus bestimmt

dreißig Kilometer außerhalb von Rom

unbrauchbar für einen Autor

der den genius loci der Ewigen Stadt sucht.

So musste ich in die Casa di Goethe ausweichen

in der Via del Corso

vom Rosati gleich ums Eck

war eine gute Alternative

10.10.

ExtinctionRebellion.

„Da die Gesellschaft unmoralisch ist,

ist Demokratie für uns irrelevant.“

„Unser Ziel ist, die Wirtschaft zu schädigen.“

„Die Menschheit wird an der Erderwärmung zugrunde gehen

deshalb müssen die Menschen ihre Lebensweise sofort aufgeben

oder wir müssen sie dazu zwingen.“

„Wir stehen auf der richtigen Seite der Geschichte

und sind deshalb legitimiert, das Recht zu brechen.“

„Wir verzichten auf Gewalt,

aber auch bei Mahatma Gandhi hat es Tote gegeben.“

Tja, manchen braucht man nur zuzuhören …

#

Halle.

Wo sind doch schnell jene jüdischen Freunde
die mir in eifrigen Kommentaren
die Existenz von antisemitischen Nazis
gern verharmlost wenn nicht ganz geleugnet haben
weil sie sich von arab. Flüchtlingen viel mehr
gefährdet fühlen und weil ihnen,
und das sage ich ihnen auf den Kopf zu,
Rechtspopulismus eigentlich ganz gut gefällt?

9.10.

„Extinction Rebellion“ bei jedem Statement so:
„Wir verzichten auf Gewalt!“
Das ist aber nett von euch …

 

#

„Bei Philippi sehen wir uns wieder!“
Ob Strache eine Ahnung von der Herkunft des Spruches hat?

7.10.

Partei-Umbau? Neugründung? Neustart?
Radikal neu denken? Diskussion ohne Tabu?
Eine der Marxschen Thesen über Feuerbach lautet etwa:
Es kommt nicht darauf an, die Wirklichkeit
neu zu interpretieren,
sondern darauf, sie zu ändern.

#

Hmmm, sollte Strache jetzt bald ohne Einkommen sein

und auf Mindestsicherung angewiesen –

hat er sich die nicht vor einigen Monaten selbst gekürzt?

#

Bestürzung über den 5-fach-Mord in Kitzbühel.
Stelle mir gerade vor, wie FPÖler
wieder hetzen würden
wenn das ein Ausländer gewesen wäre.
So wars zum Glück nur ein normaler FPÖler.

6.10

Dass es jetzt kälter wird ist noch nicht so schlimm.

Das wird es erst, wenn im Radio wieder Weihnachtslieder laufen.

#

Wählerstromanalysen zufolge war die Arbeiterklasse

schon längst von der SPÖ zu den Rechtsradikalen übergelaufen

hat aber bei der letzten Wahl statt der FPÖ die ÖVP gewählt.

Diese ist jetzt, so lächerlich es klingen mag, die Arbeiterpartei Nr.1

Wie schrieb doch einst Marx an Engels:

Die Arbeiterschaft sind doch die größten Eseln …

5.10.

 

Warum TürkisGrün diesmal werden könnte?
Weil die Türkisen diesmal nicht den Ankauf
von 24 Eurofightern samt „Nebengeschäften“
zur Bedingung machen …

 

#

Dem Trottelpräsidenten ist nichts zu blöd – denkt man beim Spiegel. Ich denke das auch …

4.10.

Eröffnung der Kunstmesse Fair For Art Vienna

Aula der Wissenschaften, Wien 1.

3 Stockwerke Kunst.

#

Klimawandelroute schließen!
Aus den Koalitionssondierungen …

#

„Endlich Schluss mit den Hasspostings“
jubelt die Kronenzeitung.
Klar. Für Hasspostings in der Verkleidung
von Headlines und Kolumnen
ist sie allein zuständig.

#

Bin sehr für Türkis-Grün.
Was glaubt ihr, welch wunderbare Wandlung sich dabei
ganz schnell n Kurz vollziehen wird:
vom Rechtspopulisten zum Christlichsozialen.

3.10.

Und täglich amüsiert mich Österreichs Innenpolitik:

„Ewald, du bist ein Trottel“

„Komm gut nach Hause, Andreas“

„Bezahlter Job oder ehrenamtlich, Frau Strache?“

„Österreich muss raus aus der Schmudddelecke“ (Kogler)

„Schlag aufs Hosentürl für FPÖ“

„Regierung Bierlein bis Ostern“

 

2.10

Bin zwar kein Insider

kann mich aber des Eindrucks nicht verwehren

dass bei den dauernden Querschüssen

und Pannen der SPÖ-Wahlkampagne

die alte Partie des abgehalfterten Faymann

ihre Finger im Spiel hatte

– wie übrigens schon 2017

bei der immer wieder sabotierten Wahlkampagne des Christian Kern.

#

Hohe Ehre für Österreich!

Herbert Kickl wurde in Deutschland für den großen Preis

um den „Goldenen Aluhut“ nominiert,

der für die absurdesten Behauptungen,

die wildesten Verschwörungstheorien,

die widerlichste Sprache verliehen wird.

Vergeben wird der Preis am 21. Oktober in Berlin.

Kickl führt die Rankings derzeit mit hohem Vorsprung.

1.10.

Vom Komparativ zum Superlativ.

Feind. Parteifreund. FPÖ-Freund.

#

Koalition oder Kollision?

Das ist die Frage / der nächsten Tage …

#

Nachträglicher „Einzelfall“ von TürkisBlau:

Der von der FPÖ mit ÖVP-Hilfe in die Nationalbank gepresste

neue Gouverneur Robert Holzmann

blamiert sich gleich in der ersten Arbeitswoche:

Er wirft 2 missliebige Mitarbeiter raus

im naiven Glauben,

er dürfte das entscheiden ohne seine Vorstandskollegen

aus eigener Machtvollkommenheit

wie sich halt eine FPÖ Dumpfbacke

die Wirtschaftswelt so vorstellt …

Jetzt muss er die Kündigungen zurücknehmen

#

Überlege gerade, welche Kurse das AMS
dem Strache verordnen wird:
Österreichisches Strafrecht.
Finanzstrafrecht.
Österr. Bundesverfassung.
Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.
Menschenrechtskonvention.
Wie verfasse ich Bewerbungsschreiben.
Gutes Benehmen in der Geschäftswelt.

 

#

Hahaha, einer Zeitung entnehme ich gerade,
dass 73% der Österreicher das Wahlergebnis
nicht gut finden.
Deckt sich mit meinen empirischen Erfahrungen:
Keiner wills gewesen sein.
Weiß schon: ein paar, die sich für nix genieren
werden jetzt krähen: Ich hab den Messias gewählt!

#
Straches Presseerklärung.
Von Knittelfeld in die Vino-Weinbar.
Marx hat immer wieder recht:
Geschichte wiederholt sich als Farce.

30.9.

Von Kickl bis jetzt nichts zu hören.
Ist wohl in seine eigene „Rechte Gerade“ gelaufen …

#

Wetten, dass Kurz eine wohlklingende Ausrede finden wird,

seinen „Rechtskurs“ doch mit der FPÖ fortzusetzen!

„Mit den Grünen und den Roten war leider keine gemeinsame Schnittmenge zu finden,

die FPÖ garantiert jetzt Sauberkeit

in ihren Reihen, Ibiza und Spesenfälle sind befriedigend aufgeklärt,

wir werden unseren erfolgreichen Weg gemeinsam weiter gehen…“

#

Gibts jetzt eigentlich Dank-Gottesdienste

der Sebastian-Kurz-Gebetsliga?

Würde gern an sowas teilnehmen …

29.9.

Kurz sollte sich nicht viel darauf einbilden,

dass die Nationalisten, Rassisten und Fremdenfeinde,

die von der FPÖ momentan frustiert sind,

jetzt bei ihm unterschlüpfen

.

#

Meine Freunde von den Neos
haben zwar protestiert
als ich sie einmal „Steigbügelhalter für Kurz“ nannte
aber darauf kanns jetzt hinauslaufen.

 

#

Gratuliere auch Beate Meinl-Reisinger.
Sähe sie gern als Vizekanzlerin.

 

#

Tja, Kickl; den „Schlag aufs Hosentürl“ hat die FPÖ bekommen … und das „Niederclinchen“ hat auch nicht so recht geklappt.

 

#

Am Ende des Tages wird man vielleicht sagen können
ein paar Prozent der Österreicher
sind seit dem Mai klüger geworden.
Aber so richtig durch Schaden klug
wird der Österreicher wohl nie.

 

#

Hahaha, ein „Silberrücken“
hat die Grünen gerettet.
Nachdem ihre „Basiswappler“ die Silberrücken
Voggenhuber und Pilz einst rausgemobbt hatten.
Gratuliere Werner Kogler.
Das dumme Gerede vom „Silberrücken“
sollte sich damit erschöpft haben.
Selbst für Basiswappler.

 

#

Kurz braucht sich nichts darauf einbilden

dass die von der FPÖ momentan frustrierten

Rechtsradikalen und Rassisten

jetzt bei ihm untergeschlüpft sind.

#

„Jauchenjournalismus“

Kickl giftet in seiner letzten Wahlkundgebung

gegen den österreichischen „Jauchenjournalismus

und meint damit jene Journalisten

die in der Jauche der FPÖ recherchierten –

einer Jauche von Korruption, Rassismus, Betrug

Bereicherung und Niedertracht.

Also gar nicht so falsch, diese Bezeichnung.

28.9

Fordere hiermit den „Rechten Recken“
und „Hosentürl-Schläger“
„Wotans Mickey Mouse“ Herbert Kickl
zu einem sportlichen Boxkampf im Ring heraus.
Bin 74 Jahre alt,
in meinen 20ern Weltergewicht
und trainiere seit Jahren nicht mehr aktiv.
Traun Sie sich, Sie schäbiger Maulheld?

 

#

Philosophicum Lech.
Heuer gehts dort um die Eliten
Titel: Die Werte der Wenigen.
Zur Elite gehöre eine Machtposition
meint Michael Hartmann …
Demnach wären also Trump oder ein selbsternannter
IS-Kämpfer, der gern Gefangenen
die Köpfe abschneidet „Elite“?
Finde Wolfram Ellenbergers Position interessanter:
Elite? Das sind die Besten, die Aristoi;
Individualisten, autonom, autark,
resilient gegenüber den Meisten
mit den Ziel exzellenten Handelns,
nicht Geld oder Macht.

 

#

Finde es ja charmant
dass jetzt gerade eine Frau,
die Demokratin Pelosi,
den Trottelpräsidenten in den A… tritt.
„Grab them…“ einmal anders …

27.9.

Draußen, vor der Staatsoper:
Übertragen wird Richard Strauss, Salome.
Wien i s t Musikhauptstadt der Welt.

Bild könnte enthalten: 3 Personen, Personen, die sitzen, Menschenmasse und im Freien

#

Gratulierte übrigens Harry Potter
heute auf dem Heldenplatz
zu seinem witzigen Plakat …

#

Auf dem Heldenplatz war heute die Hölle los.
Bin ganz gerührt.

#
Es begann an jenem 18. Mai, es war ein Samstag:
die Bombe ist geplatzt in Österreich
die Ibiza-Szenen mit dem Vizekanzler
waren über die Bildschirme des Landes gelaufen,
es ist Mittag; ich stehe inmitten einer Demonstration
vor dem Kanzleramt
und dann tritt, wie gefordert, Strache zurück …
Mit einem Wimmern
geht die TürkisBlaue Koalition unter,
die Menge feiert, man tanzt und singt auf der Straße
Fremde fallen einander in die Arme –
etwas wie ein historischer Moment ist zu fühlen …

#

Da bauen manche vor:

Etliche hardcore Kurz-Fans schwadronieren hier schon

von möglicher „Wahlfälschung“ am Sonntag.

Klar, und das rechtfertigte dann Wahlanfechtung

und Wahlwiederholung.

Kennen wir ja schon.

#

Gratuliere Greta Thunberg zum Alternativen Nobelpreis!

Habe meine Sympathie für sie

schon mehrfach zum Ausdruck gebracht

obwohl ich ihre Besorgnisse bei weitem nicht teile.

Und auf ihre New Yorker Rede ist meine Antwort:

Ich setze auf Kreativität und Innovationskraft

einer Menschheit, die – meinetwegen in arroganter Form –

die Herrschaft über die Welt übernommen hat

und bin sicher, dass diese Menschheit

die mittlerweile zum Mars fliegt

um dessen Ressourcen zu nutzen

mit demselben Willen zum Fortschritt

künftige Probleme lösen wird.

Inzwischen setze ich auf Technik & Innovation

statt auf Verzicht und Verbote.

#
Wahl.
Hoffe, ihr habt euch nicht ganz verausgabt.
Ihr braucht noch Reserven
für die nächste Nationalratswahl.
2020.

26.9.

Norbert Hofers Gratis-Gartenzaun
ging wohl als Grenzschutz-Manöver
am Finanzamt vorbei …

#

Haha, Peter Goldgruber, Kickls einstiger Generalsekretär

der „Goldfasan“, der sich sogleich

eine Fantasieuniform schneidern ließ

dann im Putschversuch beim BVT

als Kickls Vertrauensperson fungierte

und, als die Koalition scheiterte,

von Kickl schnell noch zum Generaldirektor

für öffentliche Sicherheit befördert werden sollte

was der Bundepräsident verhinderte

ist wieder tätig im Innenministerium

in nicht-leitender Funktion

in der Abteilung „Service“.

muss sich dort jetzt u.a. mit Umweltthemen beschäftigen.

I like irony / in history

 

25.9.

Eröffnung im Belvedere 21.
Henrike Naumann. Das Reich.
Historisierende Installationen.

#

Armin Thurnher im neuen Falter:
Kurz … die jugendfreie Neuauflage
von Kurt Waldheim
… mit gegroomter Frisur …
eine Skulptur des Pseudopolitikers …

 

#

Was heißt hier“Friday for future“ …

#

Sollte mal was zu Beziehungen posten.
Nun denn.
Musste meinem tinder-Profil
einen Hinweis hinzufügen:
… but certainly I am not your sugar-daddy.

 

#

Nicht nur wir haben schwer erziehbare Politiker …

 

 

#

Was ist der Unterschied zwischen dem Spesenskandal der FPÖ

und den finanziellen Schwindeleien der ÖVP?

Die ÖVP ist dabei viel geschickter.

24.9.

Britisches Höchstgericht kippt Boris Johnsons

„Beurlaubung“ des Parlaments –

es könne jederzeit wieder zusammen treten.

So hat der strunzdumme Brexit-Volksentscheid

seinen adäquaten Premier gefunden.

 

#
So ein Pech aber auch, werter Sebastian Kurz.
Nicht ihr Tal Silberstein
den Sie oft so gern herbeiintrigierten
sondern Straches einstiger Body Guard
steckt nicht nur hinter der Aufdeckung
dea FPÖ-Spesenskandals
sondern offensichtlich auch hinter dem Ibizavideo.

#

Wahl.

Ich will keinen Bundeskanzler, der nichts gelernt hat

und nichts kann, außer gut zu intrigieren

und schlichte Gemüter mit Schönreden einzulullen

23.9

Im Facebook gibt’s sogar eine geschlossene Gruppe namens

Reading Finnegans Wake.

Da ich an diesem Werk von Joyce

das den Ulysses an Komplexität weit übertrifft

schon länger lese

als er daran geschrieben hat, nämlich 17 Jahre

und dem Werk sogar einen eigenen Tisch

in der Bibliothek gewidmet habe

bin ich der Gruppe beigetreten.

Als Einstand habe ich gepostet:

Reading Finnegans Wake … and feeling my „water-library“

as Dublins river Liffey.

#

Wahl-Alternativen in Österreich:

Kurz gesagt haben wir die Wahl zwischen

sozial, unsozial und asozial

22.9.

Bei manchen, politisch etwas problematischen Freunden, dachte ich schon mal:
Ein Mensch, der mit Katzen lebt,
kann nicht ganz schlecht sein …

#

Neues über Ameriggas Trottelpräsidenten.
„Trumps Intrigenspiel ist aufgeflogen“
dem Wall Street Journal zufolge
soll Trump den ukrainischen Präsidenten
gedrängt haben, gegen Hunter Biden
in einer ukrainischen Korruptionssache zu ermitteln.
Er will damit dessen Vater, Joe Biden,
seinen vermutlichen Gegner
um die Präsidentschaftswahl
in Misskredit bringen.
Der Vorwurf des Amtsmissbrauchs und der Korruption
könnte zum Impeachment führen.
Von der Causa werden wir noch einiges hören …

#

Neue Biografie über die Frankfurter Schule erschienen:

„Grand Hotel Abgrund“

Passender Name für diese Bande

in Frankfurt – New York – Frankfurt

brilliant argumentierender und schreibender Herren

Horkheimer, Adorno, Habermas, Marcuse, Benjamin …

Professoren, großbürgerlich, gebildet und elitär

die alles erklären konnten – aber nichts ändern.

Oder, wie der Autor zugesteht:

„Für die Kritische Theorie / braucht man heute Ironie“.

21.9.

… und mein Motto an der Heldenbar am Heldenplatz:
„Kleinen Braunen abservieren“.

#

Umvolkung droht!
Der Wiener Graben fest in der Hand von Flüchtlingen!
Hier stürmen sie gerade Chanel und Louis Vuitton …
Muss ich gleich der FPÖ sagen.

 

#

Kräftige Demonstration heute in Wien.
Nie wieder SchwarzBlau.

20.9.

Panik in Wirtschaft & Politik.
Die OECD warnt vor „schwächstem Wachstum“:
nur 2,9% für 2019! So what.
Den Unternehmen und Bürgern wünsche ich
etwas mehr Resilienz, bitte.

#

Wenn ich Sebastian Kurz jetzt

einen notorischen Lügner und Heuchler nennen würde –

wäre das eine Tatsachenbehauptung,

für die vor Gericht der Wahrheitsbeweis erbracht werden kann?

Frage für einen Juristen.

#

Christoph Chorherr ist

wegen laufender Korruptionsermittlungen

aus der Grünpartei ausgetreten.

Einer jener zwanghaften, ideologischen Radfahrer

die sich immer gern aufspielten

und weil sie Fahrrad fahren

über andere moralisch sich erheben zu können glaubten.

Eine Ironie der Geschichte, dass er jetzt ausgerechnet

über Korruption fällt.

I like irony / in history

#

Welche Gehaltsstufe hat dieser Kurz eigentlich in der Privatwirtschaft so ungefähr erreicht?

19.9.

Im Spiegel ein Interview mit dem Europa-Chef
von tinder, Lennart Schirmer:
„Die Generation Z findet die Vorstellung
jemanden anzusprechen, den sie nicht kennt
offenbar komisch“
Mein Gott, wie komisch muss ich manchmal sein!

 

#

Eröffnung in der Albertina:
Albrecht Dürer.
Wow! Man weiß, welchen Schatz an Werken Dürers
die Albertina besitzt – aber das!
Dank an Klaus Albrecht Schröder, dem bei weitem erfolgreichsten Museumsdirektor Wiens

#

Tinder ist ja ganz amüsant
die ultimative Dating App heißt aber „hater“
– für Menschen, die dieselben Dinge hassen.
Mir wird gleich ganz warm uns Herz …
hat übrigens ein Goldman Sachs Banker erfunden.

 

#

Wenn jetzt Raiffeisen wieder
den vollen Durchgriff im profil hat –
heißt es dort für einige liberale Journalisten
jetzt: Zack Zack Zack?

 

#

Lese gerade, der Kurier kauft profil zurück
von der News-Gruppe …
Ist jetzt Armin Thurnhers 20 Jahre lang
getrommeltes Ceterum Censeo wieder aktuell:
„Im Übrigen bin ich der Meinung
der Mediamil-Komplex muss zerschlagen werden“?

 

#

DOKTOR FAUSTUS IN LONDON. BANKER, OLIGARCH

Hexenküche.

Trainiere jetzt täglich im Fitness Center

dieser Hexenküche der Verjüngung

Mephisto hat mich mitgenommen

soll rasch in Form dort wieder kommen

Er selbst ist wohl trainiert

auch die Kultur, die alle Welt beleckt
hat auf den Teufel sich erstreckt …

Pharmazie, gesundes Leben

Proteingetränke

Pillen heben

mit Chirurgie zu neuen Gliedern

Chips implantiert zu neuer Kraft

im wohltrainierten Mann

kündigt Homunculus sich an

Und ich trainiere jetzt den Marathon

und laufe so – vielleicht – dem Tod davon

 

Alfred Zellinger, Doktor Faustus in London. Banker, Oligarch.

Edition PEN im Löcker Verlag, 344 Seiten | € 19,80
ISBN 978-3-85409-892-8

#

Was hat dieser Kurz eigentlich hauptberuflich gemacht?

18.9

Die ÖVP klagt den Falter auf Unterlassung der Behauptung
sie würde bei den Wahlkampfkosten 2019
wieder schwindeln wollen.
Scheint, als haben die Falter Recherchen
über die Schwindeleien der ÖVP
und dessen Berichterstattung darüber
dazu geführt, dass sie es vorzieht,
ausnahmsweise nicht zu schwindeln …
Bravo Falter!

#

Thomas Piketty erhöht die Dosis
um wieder wahrgenommen zu werden:
nach „Das Kapital in 21. Jahrhundert“
veröffentlicht er „Kapital und Ideologie“
wo er bis zu 90% Reichensteuer und überhaupt
die „Abkehr vom Eigentum“ fordert.
Tja, wie Kritiker schon schrieben:
„Piketty bellt am falschen Baum.
Er liebt nicht die Armen
er hasst bloß die Reichen“.

 

#

Eröffnung in der Galerie Leeb
Kaiserstraße 76
„Zensur und Meinungsfreiheit“
Unglaublich, wieviel Zensur sich heute
sogar ganz ungeniert in Europa ausbreitet …

#

In Kenntnis der Personalpolitik von Konzernen und Banken

bei denen ich – bis zur Position eines CEO – gearbeitet habe

sage ich Politikern hier ins Gesicht

dass viele von ihnen in der Privatwirtschaft

niemals über die untersten Gehaltsstufen hinauskämen.

Nur in der Politik, und hier bereits als Abgeordnete

kommen sie zu hohen Gehältern

manche sogar ohne Portefeuille, also ohne Arbeit.

Konsequenz:

Die Auswahl politischer Akteure muss verbessert werden:

Schon bevor sie sich einer Wahl stellen

sind sie den üblichen Tests

und Auswahlkriterien zu unterziehen

die in jedem privaten Konzern Standard sind

jedes dieser Häuser verfügt über professionelle Methoden

des Screenings, Ratings und Rankings seiner Führungskräfte

vor allem verfügt man über zuverlässige Tests

Charaktermängel aufzudecken

die von einer leitenden Position ausschlössen.

18.9

Arno M., Kurzens Mitarbeiter,
der das Schreddern von Festplatten
aus dessen Büro so geschickt unternahm,
dass ein ganzes Land sich daran delektieren konnte,
arbeitet wieder für die ÖVP.
Sage noch einer, die ÖVP sei nicht sozial.
Ich frage mich nur:
Was könnte Arno M. künftig noch alles anstellen?

17.9.

FLANEURGESCHICHTEN

„Mit dem Blick des Flaneurs streift er durch Europas Städte,

notiert Geschichten wo er auf sie trifft,

fügt diese sich zur Collage einer persönlichen, imaginären Metropole, die ohne konkrete geographische Koordinaten irgendwo schwebt zwischen Rom, Triest, Venedig, Wien, Paris und London.“

Poste hier – unregelmäßig und je nach Laune – Zitate aus meinem Europabuch. Nicht chronologisch sondern abwechselnd aus den einzelnen „Quartiers“ dieser Metropole Europas

Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas, Edition P.E.N. bei Löcker, 450 Seiten, Großformat 15,5 x 23,5, 29,80,-, ISBN 978-3-85409-958-1

 

#

Hahaha, gerade wird wieder der alte Schmäh gepostet:

„Wer die Kurz-Hofer-Koalition will

muss auch beide Parteien ankreuzen!“

Der tatsächliche Witz diesmal:

Jetzt warnen offenbar Funktionäre beider Parteien

ihre Sympathisanten,

von deren Intelligenz sie offenbar nicht ganz überzeugt sind

das nicht zu glauben,

ihr Wahlzettel wäre ja sonst ungültig!

16.9.

Die Damen wollen ein Picknick an Bord

und die Windverhältnisse geben ihnen recht.

#

Eine etwas explizitere Version diesen Textes

wurde mir von facebook soeben verboten.

Wahrscheinlich ein Vernaderer,

der sich persönlich durchschaut fühlte.

Hier also ein Version, wie sie bei facebook

wohl nicht mehr vernadert werden kann:

Lautes Mimimimi der Rechten
und gerade jener
die ständig gegen irgendwen hetzen
wegen der Konzertansage von Herbert Grönemeyer:
„Wenn Politiker schwächeln, und das ist in Österreich
nicht anders als in Deutschland, dann liegt es an uns
zu diktieren, wie eine Gesellschaft auszusehen hat.
Keinen Millimeter nach rechts.“
Die von Storch von der AfD:

„Das ist die furchterregendste, übelste, totalitärste Hassrede
die ich je gehört habe.“
Mir kommen gleich die Tränen.
Dazu Außenminister Heiko Maas:
„Es liegt an uns, für eine freie Gesellschaft einzutreten
und die Demokratie gemeinsam zu verteidigen.
Dank an Herbert Grönemeyer und allen anderen
die das jeden Tag tun“
Ich schließe mich diesem Dank an.
Eine offene Gesellschaft ist energisch zu verteidigen
und gegen die Rechten notfalls auch zu „diktieren“
Die Demokratie darf sich nicht von ihren Feinden
mit demokratischen Mitteln abschaffen lassen.

#

Lautes Mimimimi des rechten Pöbels

und gerade jener Typen

die ständig gegen irgendwen in ekelhafter Weise hetzen

wegen der Konzertansage von Herbert Grönemeyer:

„Wenn Politiker schwächeln, und das ist in Österreich

nicht anders als in Deutschland, dann liegt es an uns

zu diktieren, wie eine Gesellschaft auszusehen hat.

Keinen Millimeter nach rechts.“

Die von Storch von der AfD

selbst eine permanente Giftnudel

wofür mir als Tatsachenfeststellung

vor Gericht der Wahrheitsbeweis gelingen sollte, giftet:

„Das ist die furchterregendste, übelste, totalitärste Hassrede

die ich je gehört habe.“

Mir kommen gleich die Tränen.

Dazu Außenminister Heiko Maas:

„Es liegt an uns, für eine freie Gesellschaft einzutreten

und die Demokratie gemeinsam zu verteidigen.

Dank an Herbert Grönemeyer und allen anderen

die das jeden Tag tun“

Ich schließe mich diesem Dank an.

Eine offene Gesellschaft ist energisch zu verteidigen

und gegen rechte Dummköpfe notfalls auch zu „diktieren“

Die Demokratie darf sich nicht von ihren Feinden

mit demokratischen Mitteln abschaffen lassen.

 

#

Jungwähler.

Ein ÖVP-Bonze aus Oberösterreich

meinte allen Ernstes, seine Kinder dürften

solange sie in seinem Haus wohnen

nichts anderes wählen als ÖVP.

Ich seh das anders:

Wenn eure Alten zur Wahl gehen, Leute, macht ihnen klar:

Solange ihr so nett seid, unter ihrem Dach zu leben

sollen sie sich unterstehen, die gestrigen Rechten

oder die vorgestrigen Konservativen zu wählen

oder sie können euch vergessen.

15.9.

Impressionen aus Niederösterrreich.

Auf einer Kuhwiese ein Plakat:

Das Gölsental wählt Kurz!

Daneben eine Kuh, die zufrieden am Gras mampft.

Leider kein Foto, weil ich am Steuer sitze,

man kann sichs leicht vorstellen

aber mir fällt eine Konkretisierung des Plakats ein:

Nicht „Das Gölsental“ wählt Kurz

sondern seine Rindviecher tun es.

#

Wahl (49)
„Wenn sie die Wahl verliert, ist die ÖVP pleite!“
„Dann lassen wir sie doch pleite gehn“
„Warum?“
„Wär doch lustig, oder?“

 

#

Dialog im Gmundner Bürgerservice.
Frau: Wo ist der nackte Mann?
Beamter: Welcher nackte Mann?
Frau: Ich meine die Statue
auf dem Piloten am Ufer
neben dem Yachtclub.
Der Beamte ruft im Rathaus an:
Herr Kollege, ich hab hier eine Frau,
die sucht einen nackten Mann!

 

#

Warum ich mich nicht konkret mit ihr verabrede
fragt eine alte Freundin, sondern jedesmal sage
besuch mich doch wieder in Cafe?
Weil ich mich nicht mit etwas Beziehungsähnlichem
belasten will, sage ich. War wohl zu ehrlich.

 

#

Ich schreibe nie Restaurantempfehlungen.
Diesmal also die Ausnahme von der Regel:
Auf der Fahrt nach Gmunden, es ist Mittag
beschließen wir spontan
schon in Vorchdorf abzufahren
habe vom Restaurant Tanglberg gehört
altes Gewölbe, einst das Bürgerspital des Orts.
Essen Entrecote vom Atterochsen, Wolfsbarsch
und verschiedene Salute de Cuisine …
Noch nie haben Köche sich meinen
auch tatsächlich gespendeten Applaus
so verdient wie hier.

12.9.

#

Kleiner Tipp für meine Motorrad-Kollegen: unsere Maschine wenn wir mal alt und deppert sind (seit heute ausgestellt in der Secession):

#

 

Gestern Eröffnung Secession.
Tillman Kaiser, Alexandra Bricken et al …
danach Gartenfest.

#

Achwooo, wir brauchen kein vereintes Europa!

#

„Die Zeit“ sieht schärfer …

#

Jo derf der denn dös? Immer unsern Sebastian ärgern!

#
Stimmt es eigentlich, dass österreichische Friseure
jetzt ein neues Service anbieten:
Ganzkörper-Grooming: 600,-

#

Wahl (48)

Man sagt noch immer, dieser Kurz werde gewinnen.

Und die reichweitenstärksten Zeitungen des Landes

Kronenzeitung, die sog. Zeitung „Österreich“, der Kurier etc.

verstärken nach Kräften diesen Eindruck.

Warum auch nicht.

Wenn sogar die USA sich von einer Witzfigur regieren lassen

warum sollte das nicht auch in Österreich möglich sein?

„Witzfigur“ ist hier übrigens keine Beleidigung

sondern eine Tatsachenbehauptung

für die mir vor Gericht der Wahrheitsbeweis gelingen sollte …

#

Man wirft mir mal wieder vor

ich sei ja immer privilegiert gewesen.

Stimmt; mein großes – und wohl einziges – Privileg

war der Bücherschrank meiner Mutter.

So habe ich mir ein Haus gebaut

dessen Bibliothek größer ist als der Rest.

11.9.

 

Endlich geklärt!

Stenzel hat die Identitären für Pfadfinder gehalten.

 

#

Aktuelle ÖVP- Preisliste lt. Falter:
1x Kurz frisieren: 600,-
1x Bücher frisieren: 30.000,- p.m.
1x Kurz nach Rom fliegen: 7700,-

1x Abenessen mit Kurz: 60.000,-

10.9.

Wie kommen eigentlich die Identitären dazu
dass sich eine Rechtsradikale wie die Stenzel
bei ihren Veranstaltungen wichtig macht?

 

#

Kleine Zynismen von der IAA Frankfurt.
„Die sog. SUVs sind sicherer als andere Autos“
„Klar. Vor allem für die, die drin sitzen“
„Die Unfallhäufigkeit ist bei SUVs geringer als bei anderen Autos“
„Klar. Weil sie meist von besser verdienenden und daher älteren Leuten gefahren werden“

 

#

… ein wahrer Meister der Opferrollen; die Psyche des Durchschnittsösterreichers dürfte dafür besonders anfällig sein.

#

Hacker?

Resultat des Geheimdiensttreffens gestern:

Fälschung der Daten wahrscheinlich.

Das ÖVP Parteiprogramm enthält verdächtig viele Elemente

des FPÖ Parteiprogramms

#

FLANEURGESCHICHTEN

Ein Europa der Sinne?

Für mich ist es das seit Jahrzehnten.

Nach Paris eines neuen Museums wegen

wozu ich in den Achtzigern jedes Jahr Anlass sah

das Centre Pompidou

das Musee d’Orsay

das Institut du Monde Arabe …

die Cite des Sciences et de l’industrie

das Hochhausviertel La Defense

die neue „Grande Arche“

das neue Picasso Museum

der dritte Louvreflügel

die neue Bibliotheque Nationale …

oder nach Venedig zur Kunstbiennale

und zum Redentorefest

zu einer Party bei Peggy Guggenheim

auf dem Dach ihres Palazzos Venier dei Leoni

zum Tee ins Florian / mit Thomas Mann …

oder in Roms Caffè Greco

wo der junge Giacomo Casanova bedauert

Rom wieder verlassen zu müssen

oder Goethe, der in Rom, Neapel und Palermo

seinen Homer neu entdeckt

und der Nausikaageschichte nachspürt

oder D’Annunzio, der im Caffè Rosati seine Tiraden hält …

oder ins Caffè degli Specchi

auf der Piazza Unita d’Italia in Triest

wo James Joyce nachzudenken beginnt

über eine kleine Novelle, die er „Ulysses“ nennen will

und sein Freund Ettore Schmitz alias Italo Svevo

mit der ironischen Biographie beginnt

eines „Zeno Cosini“ …

oder ins Wiener Cafè Museum

wo der Schönbergkreis residiert

und über eine neue Musik spricht

oder im Cafè Hawelka, wo ich eben diese Zeilen schreibe

oder in Philip Starcks Pariser Cafè Costes

wo Benjamin an seinem Passagenwerk arbeitet

und Bourdieu vermerkt, dass jetzt auch Europas Oligarchen

seine Theorie vom kulturellen Kapital zu verstehen beginnen

oder zu jenen kleinen Kaffeehaustempel

gelegen auf einer schmalen Landzunge

der stillen Yachtmarina St. Katherine Docks

inmitten von London, unterhalb der Tower Bridge

wo die City Boys ihre Yachten liegen haben …

Orte die ich besser kenne und intensiver nutze

als zahlreiche Fragmente jener Stadt

in der ich mich geografisch überwiegend aufhalten mag …

mein Europa der Sinne

 

Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten

aus der imaginären Metropole Europas

450 Seiten, Edition P.E.N. im Löcker Verlag

29,80; ISBN 978-3-85409-958-1

 

Bild: St. Katharine Docks

Bild: La Defense

Bild: Kapitol

 

#

Morgen, Mittwoch, 19h

Club ORLANDO, 1090 Liechtensteinstraße 17.

Der Österreichische PEN Club
und der Löcker Verlag laden ein:

Alfred Zellinger
FLANEURGESCHICHTEN
AUS DER IMAGINÄREN METROPOLE EUROPAS

Alexander Lellek, Löcker Verlag
spricht mit Alfred Zellinger über ein „Europa der Sinne“

http://www.orlandobuch.at/index.php?id=179

 

9.9.

Was ist wahrscheinlicher?
Dass der angebliche Hackerangriff
auf die ÖVP-Parteizentrale
ein Komplott ist
des russischen Geheimdienstes
oder der ÖVP selbst
um damit von ihren finanziellen Schwindeleien
abzulenken?

 

#

Britons!
Euer strunzdummer „Brexit-Volksentscheid“
ist nur durch Politikerlügen zustande gekommen
und durch die Feigheit des Labour-Parteichefs
ist deshalb illegitim
und ihr braucht euch daran nicht gebunden fühlen.
„Rule Britannia, rule the waves /
Britons never will be slaves“

#

So hat halt jede ihre zeitgemäßen Probleme …

7.9.

Wahl (47)

„Ex-Finanzminiater Löger gerät in den Sog der Causa Casinos …

die Korruptionsstaatsanwaltschaft prüft“ (Standard)

Während noch nicht einmal die Korruptionsfälle

der Schüssel-Regierung gerichtlich aufgearbeitet sind

bekommen österreichische Gerichte neue Causen

mit den Korruptionen der Kurz-Regierung.

Sollte aber nicht ganz so viel sein wie bei Schüssel,

hat ja nur 17 Monate gedauert …

Und die Hälfte der Österreicher will diese Figuren

angeblich wieder wählen … geschieht ihnen wohl recht.

#

Website der NeuenVolkspartei
noch immer nicht erreichbar …
Hat Sebastian Kurz versehentlich
den Balkan-Router geschlossen?

 

#

Wo sind die Aktoren
die einst auf der Uni zum Gaudium des Publikums
„Wos woar mei Leistung“ vorgelesen haben?
Sebastian Kurzens autorisierte „Offizielle Biographie“
böte reichlich neues Material …

 

#

Hahaha, in der Welt finde ich die Formulierung:
„Salvini ausgebootet“ …
Was nicht einer gewissen Ironie entbehrt.
Und im Innenministerium folgt ihm eine Frau nach
Präfektin in Venedig
die bislang mit der Integration von Flüchtlingen beschäftigt war …
I like irony / in history

 

6.9.

Die „Offizielle Biografie“ des Sebastian Kurz

– sicher wieder so eine Schmutzkübelkampagne

um Kurz lächerlich zu machen.

#

Über den Stil von Sebastian Kurzens
„Offizielle Biographie“
wird gerade in den Netzen viel gespottet.
Sollte dazu – als Hietzinger – einen Satz beitragen:
Man hielt ihn anfangs
für einen Schnösel aus Hietzing.
Er war aber einer aus Meidllling.

 

#

Eröffnung in der Albertina.
Große Ausstellung der großen
Maria Lassnig.
Wieviel gewichtiger ist die doch
als etliche Maler, die man gern
„weltberühmt in Wien“ nennt.

#

REVOLUTION!
DIE ZEIT hat ihr Layout geändert.
Und, wie sich das gehört:
Man merkt es kaum.
Aber es gibt eine neue Rubrik;
STREIT.
Gut so.

#

Steigende Hysterie und großes Mimimi bei der ÖVP

ein Hackerangriff habe stattgefunden

auf ihre doppelte Buchhaltung

und ihre Spenderlisten! Panik!

Das sei ein Angriff auf die Grundlagen

der österreichischen Demokratie!

Wahrscheinlich wieder Tal Silberstein

und der Falter, murmelt Sebastian Kurz

und die Balkanroute habe er auch geschlossen

 

5.9.

Steigende Hysterie und großes Mimimi bei der ÖVP

ein Hackerangriff habe stattgefunden

auf ihre doppelte Buchhaltung

und ihre Spenderlisten! Panik!

Das sei ein Angriff auf die Grundlagen

der österreichischen Demokratie!

Wahrscheinlich wieder Tal Silberstein

und der Falter, murmelt Sebastian Kurz

und die Balkanroute habe er auch geschlossen

#

Der Sebastian-Kurz-Kugelschreiber,

der mir bei Wien Mitte in die Hand gedrückt wurde,

gemeinsam mit einer Werbebroschüre für Sebastian Kurz –

war das Budget I oder Budget II, Kurz?

Oder vielleicht ein ganz geheimes Budget III?

#

Erinnerung.

Mittwoch, 11. September, 19h
Club ORLANDO, 1090 Liechtensteinstraße 17.

Der Österreichische PEN Club
und der Löcker Verlag laden ein:

Alfred Zellinger
FLANEURGESCHICHTEN
AUS DER IMAGINÄREN METROPOLE EUROPAS

Alexander Lellek, Löcker Verlag
spricht mit Alfred Zellinger über ein „Europa der Sinne“

http://www.orlandobuch.at/index.php?id=179

4.9.

Auf den Kurier, mit seiner verstohlenen Sebastian-Kurz-Hagiographin in der Chefredaktion, lässt sich übrigens wesentlich leichter verzichten als auf den Falter …

#

Gern wird in Wahlkampf
– vor allem von klammheimlichen
FPÖVP-Sympathisanten –
die „volle Aufklärung über die Urheber
des Ibiza-Skandals gefordert“.
Doch, wie heute trocken in der Presse
festgestellt wird, die Urheber sind längst bekannt:
Strache und Gudenus.
Und der Skandal besteht in deren aufgedeckten
kriminellen Neigungen
und ihrer persönlichen Primitivität.
Woran sich nichts im geringsten änderte
wenn die Auftraggeber des Videos bekannt werden
– denen übrigens das Goldene Verdienstkreuz
der Republik gebührt. Übrigens auch, wenn das
Filmen denn genau genommen
eine Verletzung der Privatsphäre war –
wie sie der OGH, wenn das öffentliche Interesse überwiegt, schon mal straffrei gestellt hat.

#

Wahl (47)
Recht kreativ die ÖVP
bei ihren Buchhaltungstricks …

3.9.

Strache als Kunstkenner in der Tradition von Renè Magritte.

Das ist keine Pfeife!

Das bin nicht ich!

#

Eilmeldung.
„Johnson verliert Mehrheit im britischen Unterhaus“
Scheint, nach Salvini, schon wieder
so ein – sorry – Drecksack-Politiker
auf seinen eigenen Intrigen auszurutschen.

 

#

Was tun mit den Rechtsradikalen?“
fragen heute die deutschen Blätter.
Eins kann ich euch mit Sicherheit sagen:
Appeasement hat noch nie was gebracht.
Sollte seit Chamberlain in München klar sein.
Oder glaubt ihr vielleicht,
jene Hasser, Pöbler und Hetzer
die jetzt manchmal 25% der Stimmen sammeln
ließen sich durch euer „Verständnis“ befrieden?

 

#

Cafe Korb.
Ein hier noch junger Ober ist erstaunt
dass ich, nach heißen Sommerwochen
in denen ich immer mit einem Bier begonnen habe
heute Kaffee bestelle.
Er kennt noch nicht meine Gewohnheiten.
Ganz einfach sage ich:
Normalerweise trage ich Krawatte und trinke Kaffee.
Nur wenns heiß ist, also ab etwa 25 Grad
lege ich die Krawatte ab und trinke Bier.
Also: Krawatte-kühl-Kaffee oder
Keine Krawatte-heiß-Bier.

2.9.

Gestern Drecksackzählungen in Sachsen und Brandenburg

früher Wahlen genannt ,,,

#
FPÖ Landesrat Klinger verbreitet die übliche,
völkisch-nationalistische Dummheit:
„Mischkulturen“ hätten bewiesen,
„dass sie nicht vorteilhaft sind“
Übrigens, sind nicht die USA,
eine Mischkultur par excellence,
in der Nichtweiße nahezu schon die Mehrheit stellen,
wirtschaftlich wie militärisch die stärkste Macht der Welt?
Was ist für unsere nationalistischen Dumpfbacken
denn „vorteilhaft“?
Kropf und andere Degenerationserscheinungen?

1.9

In Sachsen und Brandenburg haben wieder
weit überproportional Männer die AfD gewählt.
Wird Zeit über das Wahlrecht für Männer nachzudenken ….

#

„Ich wähle meine Freunde nach ihrem guten Aussehen

meine Bekannten nach ihrem guten Charakter

und meine Feinde nach ihrem Verstand,

Zugegeben: an der optimalen Auswahl meiner Feinde

muss ich noch etwas arbeiten, werter Oscar.

#

In Gmundens Cafe Brandl
an jenem Tisch, an dem ich mich einst
mit Thomas Bernhard um die Neue Zürcher stritt
widme ich mich wieder,
doch mit frischem Vergnügen Oscar Wilde
den ich mir diesen Morgen eher spontan
aus dem Regal genommen habe
– in meinen Gmundner Regalen
befinden sich ja vor allem Bücher
die ich in meiner Wiener Bibliothek
nicht mehr gefunden
und daher noch einmal angeschafft habe …
Wilde, mit seinem britischen Humor
seinem Sarkasmus, seinen Paradoxien
wäre ideal für die heutigen networks gewesen.

31.8.

Frischer Wind heute vor Gmunden …

#

FLANEURGESCHICHTEN

Betrete Rom durch die Porta del Popolo

wie einst der 18-jährige Giacomo Casanova

und vier Jahrzehnte später der 37-jährige Goethe.

Das nahe Caffè Rosati auf der Piazza

wird wieder mein Stammcafè sein

wie schon beim letzten Mal.

Ab dem zweiten Tag wissen die Ober wieder

welche Zeitungen ich lese

welchen Kaffee trinke

dass ich keine Chips und Oliven zum Bier wünsche

dass ich danach schreibe

und in Ruhe gelassen werden will.

Et in Roma ego

 

Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten

aus der imaginären Metropole Europas

450 Seiten, Edition P.E.N. im Löcker Verlag

29,80; ISBN 978-3-85409-958-1

#

Galerie 422, Gmunden.

Eröffnung Alois Mosbacher.

#

Die Beliebtheit sinkt

die Balkanroute muss wieder her.

Kurz, die Nervensäge für infantile Fans twittert:

Die Lage am Westbalkan spitzt sich erneut zu und erfordert klare Maßnahmen: Es braucht einen funktionierenden Außengrenzschutz.

All together now:

♫ Maschendrahtzaun in the morning
Maschendrahtzaun late in the night
Maschendrahtzaun in the evening
Maschendrahtzaun makes me feel alright ♫

 

https://www.youtube.com/watch?v=MlsWjwTEOcA

 

30.8.

Save the Date: Mittwoch, 11. September, 19h

Club ORLANDO, 1090 Liechtensteinstraße 17

 

Der Österreichische PEN Club und der Löcker Verlag laden ein:

Buchpräsentation und Europagespräch

 

Alfred Zellinger

FLANEURGESCHICHTEN

AUS DER IMAGINÄREN METROPOLE EUROPAS

 

Alexander Lellek, Löcker Verlag

spricht mit Alfred Zellinger über ein „Europa der Sinne“

 

http://www.orlandobuch.at/index.php?id=179

 

29.8.

Greta hat in New York angelegt
Salvini ist in Rom kollidiert.

#

Italien: 5-Sterne und Sozialdemokraten einigen sich
auf neue Regierung.
Conte bleibt Ministerpräsident.
Matteo Salvini, der Intrigant, der sich mit dem Pöbel
an die Macht putschen wollte, ist out.
I like irony / in history

#

Lege wert auf die Feststellung,

dass ich n i c h t eure Sprache spreche.

.#

.. und hier der versprochene

GORDON BLUES                                  E-Dur

 

♫ Ich krieg bei dieser Wahl keine Stimme mehr

weil ich ess kein Gordon Blu

ich krieg bei dieser Wahl keine Stimme mehr

weil ich ess kein Gordon Blu

die Tante vom Kurier

die sagte es hier

ich sei zu dünn ♫

 

♫ Ich sei nicht authentisch hat sie gesagt

weil ich ess kein Gordon Blu

Ich sei nicht authentisch hat sie gesagt

weil ich ess kein Gordon Blu

das sagte sie mir

die Tante vom Kurier

ich sei unproletarisch dünn ♫

28.8.

Ein Gespenst geht um in Österreich

das Gespenst, dass eine Frau

zur Bundeskanzlerin gewählt werden könnte

Und alle alten Kräfte des Landes haben sich vereinigt

das zu verhindern:

Die Kronenzeitung, der Kurier, der ORF

die sog. Zeitung Österreich

und deren Fernsehsender oe24

„Politexperten“, Millionärinnen und alte Schauspielerinnen

Rechte und Rechtsradikale

Rassisten, Flüchtlingshasser und Fremdenfeinde …

Mal sehen.

#

Stimmiges Abschiedsfoto der Süddeutschen
aus Biarritz …

#

Hahaha, der politische Oberhausmeister Salvini
scheint vorerst auf seinen eigenen Intrigen
ausgerutscht zu sein …

#
Ausnahmsweise verrate ich schon vor Erscheinen
den Titel meiner nächsten Sailing-Poetry Kolumne
im Yacht-Magazin Ocean7, 6/19:
HERR GOETHE SEGELT NACH PALERMO
Das tat er tatsächlich und ich erforschte
die genauen Umstände letztes Frühjahr
in der Bibliothek der Casa di Goethe in Rom
als ich dort das Rom-Kapitel meines Europabuchs schrieb
segelte mit meinem Boot, der „Katawa“, seinen Kurs:
von Neapel, vorbei am Stromboli, nach Sizilien
durch zwischen Scilla & Carybdis
wo ich wieder einem gewissen Odysseus begegnete …

27.8.

Wahl (43)

Hab ich schon der Kurier Chefredakteurin mitgeteilt

dass ich heute wieder Paradeisersalat gegessen habe

und kein Gordon bleu?

Glaubhaft, so wie ich aussehe.

#

Der Frau Martina Salomon gestehe ich ja zu

dass sie wahrscheinlich kein simples Kurz-Groupie ist

sondern bloß so gut sie kann

den Anschein von Journalismus aufrecht halten

und dabei den Interessen der Kurier-Eigentümer dienen möchte.

Dafür wurde sie schließlich auch engagiert.

 

#

Alle Welt distanziert sich von diesem „Wir“ der Frau Hörbiger.

Ist dabei doch ganz einfach:

Sie meinte sich und ihre Putzfrau

oder sich und ihren Taxifahrer ….

26.8.

Ist schon jemandem aufgefallen

dass Greta Thunberg besser Englisch spricht

als die meisten, die glauben, ihr raten zu müssen

lieber zur Schule zu gehen?

(nach einem Inspirat von Volksverpetzer)

25.8.

Horten, Hörbiger …. Enkerlsyndrom?

#

FLANEURGESCHICHTEN

Casa di Goethe, Via del Corso, Rom

Die Damen Dr. Maria Gazzetti, Direktorin

Dr. Claudia Nordhoff, Wissenschaftliche Mitarbeiterin

und Dorothee Hock, Public Relations

empfangen mich armen Schriftsteller

bloß legitimiert durch einige Publikationen

worunter ich mir allerdings einen „Doktor Faustus in London“

vorzuwerfen habe, persönlich und freundlich

führen mich durch die drei Bibliotheken des Hauses

erfüllen mir den Wunsch

die Erstausgabe von Goethes Italienischer Reise zu sehen

die, 1817, noch den Titel trägt:

Aus meinem Leben / auch ich in Arkadien

Goethes Vater hatte schon eine „Italienische Reise“ geschrieben

man sucht mir auch das wenig publizierte

und schwer aufzutreibende Nausikaa-Fragment heraus

über das ich mit Goethe noch ein ernstes Wort zu sprechen habe

dazu vertiefende Sekundärschriften

die am Markt nicht erhältlich sind

Gustav Kettner, 1923, Goethes Nausikaa

Norbert Miller, 1962, Die Insel der Nausikaa

in der ich die wuchtigen Worte finde

„Nausikaa musste Helena werden“ und

„Ulysses musste sich in Faust zurück verwandeln“

was ich umgekehrt für richtiger hielte

die aber unerwartet aussprechen

was Intuition mir schon flüsternd eingab …

Und indessen wird mir klar

dass es weniger meine Publikationenliste war

die das Damentrio der Casa di Goethe

mir so freundlich gestimmt hat

sondern eher meine Wien-geschulten Handküsse

die ich angewandt hatte

 

Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten

aus der imaginären Metropole Europas

450 Seiten, Edition P.E.N. im Löcker Verlag

29,80; ISBN 978-3-85409-958-1

#

Christiane Hörbiger trommelt mit einem Video für Sebastian Kurz;

beschimpft darin SPÖ-Chefin Rendi-Wagner

als „vollkommen verblödet“

und wünscht Kurz ein „triumphale Rückkehr“.

Was mich an einen anderen, politischen Film der berühmten Schauspielerfamilie Hörbiger erinnert:

an den widerlichen Nazi Propagandafilm „Heimkehr“

mit Attila Hörbiger und seiner Gattin Paula Wessely

und dem Satz „Sie wissen ja, wir kaufen nicht bei Juden“.

Ja, und wir wünschen Kurz „eine triumphale Rückkehr“.

Was für ein widerlicher Propagandafilm.

24.8.

Kant: Die Ungleichheit der Menschen sei eine reiche Quelle so vieles Bösen aber auch alles Guten.
Es gibt heute nicht nur einen Populismus der Angst, sondern auch einen Populismus des Neids.
Übrigens: in der Schweiz bezahlen die oberen 10% der Einkommensbezieher 50% der Einkommenssteuern, die unteren 50% tragen nur 11% der Steuern bei. Soviel zur „Umverteilung von unten nach oben“.
Darf denn die NZZ sowas Böses überhaupt schreiben?

#

„Die Böswilligkeit dieses US-Präsidenten ist grenzenlos … psychopathisches Verhalten … bösartiger Narzissmus“
(Jeffrey D. Sachs, US Ökonom und Prof. an der Columbia im Standard)
Wäre dafür, den Trottelpräsidenten vom G7-Gipfel in Biarritz auszuschließen.

 

#

Spring halt!

23.8.

Langsam dürfte es auch seinen naivsten Fans klar sein:

Sebastian Kurz ist eine österreichische Witzfigur.

Und ich erwarte gern seine Ehrenbeleidigungsklage

– um vor Gericht den Wahrheitsbeweis anzutreten.

#

Hahaha, Arnold Schwarzenegger im Kurier
über Trump: „der Immobilienheini aus New York“.

#

Wer glaubt, Korruption, Spendenskandal und gekaufte Politik

unter den Teppich kehren zu können

mit einer neuerlichen „Kopftuchdebatte“

rechnet nicht nur mit dem kurzen Gedächtnis dumpfer Wähler

sondern auch mit leicht manipulierbaren Journalisten.

Anscheinend zu recht.

#

DOKTOR FAUSTUS IN LONDON. BANKER, OLIGARCH

Hoch oben, auf der Terrasse des Coq d’Argent

Michelin-starred restaurant

London City, unweit der Bank Station

bevorzugt von Mitgliedern der Finanzbranche

ein etwa fünfzigjähriger Herr im erstklassigen Anzug

grau, double breasted

hier gut bekannt als Doktor Faust, der Banker

erhebt sich von seinem Mahl

faltet sorgfältig die Serviette

schwingt sich dann auf des Geländers Rand

und wendet sich an die Gäste

das Champagnerglas noch in der Hand

 

Habe jetzt, zum Teufel

Geld gemacht, viel Geld

habe Vermögen geschaffen

Unternehmen gekauft, zerschlagen und fusioniert

habe Banken gegründet

Papiere gebündelt

die ganze Welt gehandelt

mit Ambition und heißem Bemühn.

Alles wieder verloren!

Da steh ich nun, ich armer Tor

und bin so klug als wie zuvor

 

Er leert das Glas in einem Zug

wirft es voraus in den Abgrund …

Da beginnen Kirchenglocken zu läuten

es ist Mitternacht.

Verkündigt ihr dumpfen Glocken schon
des Osterfestes erste Feierstunde?

 

Ein junger Mann

hier bekannt unter dem Namen Mephisto

im erstklassigen Anzug von der Savile Row

the best trader in town, wie man sagt

tritt zu Faust

hält ihn am Ärmel fest

 

Halt! Doktor! Professor! Direktor! Mann des Geldes!

Da unten bist du schnell!

Machen wir doch einen Deal

das Ende kommt nie vor der Closing Bell

zu deinem Glücke fehlts nicht viel

 

Mephisto macht Faust ein Angebot:

Mit Hilfe meiner Schattenbanken

und mit ungedeckten Leerverkäufen

soll dein Vermögen wieder – auferstehen

 

Faust schlägt ein: Deal!

Ha! Die Träne quillt, die Erde hat mich wieder

Einträchtig gehen beide an die Bar

 

Alfred Zellinger, Doktor Faustus in London. Banker, Oligarch.

Edition PEN im Löcker Verlag, 344 Seiten | € 19,80
ISBN 978-3-85409-892-8

#

Waldbrände am Amazonas.
Bolsonaro beschuldigt NGOs.
Ich beschuldige Bolsonaro und seine Clique.
Nach dem kriminalistischen Grundsatz:
Cui bono?

 

#

Trump würde gern Land kaufen.
Zu Jörg Haiders Zeiten hätte ich ihm Kärnten offeriert.
Heute wär das allerdings unfair – Kärnten gegenüber.

 

#

Würde Ameriggas Trottelpräsidenten
nachdem sein Grönland-Projekt gescheitert ist
jetzt ein Offert legen
für den Kauf von Alaska.
Die einstige Kaufsumme an den Zaren
natürlich großzügig valorisiert …

 

22.8.

RUINÖSE STAATSSCHULDEN
New York Times, gestern:
„Ruinous obsessions over public debt“
schreibt Paul Krugman,
Nobelpreisträger, wenn auch nicht für Staatschulden,
sondern für Handelsrelationen,
er sieht ein „Austerity fever“, vor allem in Deutschland
Was denn nicht gar.
Würde eher von ruinöser Schuldensucht
unfähiger Politiker sprechen
wie auch ihrer naiven Gläubigen und nützlichen Helfer
ewa in Griechenland, in Italien
und in etlichen anderen Ländern rund um die Welt.
Auch Krugman kann Keynes nicht lesen
oder nicht verstehen
oder stellt sich einfach blöd.
Niemand hat was dagegen, wenn in Krisenzeiten
der Staat zusätzlich investiert oder Investitionen vorzieht
und sei es auf Kredit
– wenn denn die Kredite wirklich dafür verwendet werden
und nicht bloß der Bestechung von Wählern dienen.
So weit, so richtig Keynes.
Doch weiter wird er nicht gern gelesen:
Dass man in normalen Zeiten die Schulden zurückzuzahlen
und Reserven zu bilden hat
für wieder kommende schlechte Zeiten –
das schaffen unsere Schuldenpolitiker nie
und haben es auch nicht gelesen.
Paul Krugman offensichtlich auch nicht.

#

Eben erschienen.
Neue Folge meiner Kolumne „Sailing Poetry“
im Yachtmagazin „Ocean7“, 5/19:
JOYCE IN POLA
Wir laufen Pola an, besuchen das k.u.k. Marinecasino
und trinken im Cafè Uliks
unter dem römischen Triumphbogen
mit James Joyce eine Flasche Absinth.
Maja M., die schöne Kellnerin vom Uliks,
mit dem Zürcher Vater und dem Gesicht von Nora
hat den Ulysses tatsächlich gelesen,
wird sie später erzählen …

#

MEINER MUTTER SEI DANK

FÜR IHREN BÜCHERSCHRANK

Stoße darin auf Grillparzers Griechendramen:

Sappho, Das Goldene Vlies, Medea

Des Meeres und der Liebe Wellen …

gedruckt in Wien 1946.

Interessant: kurz nach dem Weltkrieg

Österreich in Trümmern

Mangel an Ressourcen

doch ein Grillparzerbuch darf gedruckt werden

wie das Faustbuch meiner Mutter

gedruckt ebenfalls 1946, in Salzburg

mit einem permit des military governments.

Vergleiche jetzt Grillparzers Prosadichtung

mit meiner Minimal Prose

und mir fällt auf, wie oft ich in eigenen Texten

auf griechische Mythen anspiele:

Geschichten für mich

aus denen Europas Geist entstand

und von denen ich neue Geschichten ableite

als Mythen eines neuen Europa.

Ich weiß: Anmaßung.

21.8.

ÖVP-Spenden.

Ekelhaft, wie die ÖVP bei Unternehmen die Hand aufhält

selbst Arisierungsvermögen sind willkommen.

Fahre übrigens in Venedig

auf dem Weg zu meinem Segelboot

immer an Heidi Hortens 300 Fuß Motoryacht vorbei

eine „Carinthia VII“ ist es derzeit.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

20.8.

Musste feststellen, dass im weiten Feld
der politischen Korruption
aktuell nur wenige Frauen zu finden sind.
Ein Bravo den Frauen!
Oder halten die Kollegen sie nur von den Trögen fern?
Bin für eine 50%- Frauenquote, auch bei der Korruption.

#

Aktuelles zu Ameriggas Trottelpräsidenten:

Jetzt will Trump Grönland kaufen.

Wetten, dass er es anfangs nicht auf der Karte gefunden hat!

19.8

Der Skandal ist übrigens nicht,

dass Strache, als Vizekanzler, auf Spesen

Gäste zum Operball lädt.

Der Skandal ist eher, dass sowas wie er

überhaupt Vizekanzler werden kann.

#

DOKTOR FAUSTUS IN LONDON. BANKER, OLIGARCH

Stoße auf die alte Faustausgabe meiner Mutter

gedruckt in Salzburg, 1946

Information Permit No. 177

des Military Governments

samt Ur-Faust und den Paralipomena

– worin ich schon als Kind gelesen hatte

mit heißem Bemühn

 

Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten
die früh sich einst dem trüben Blick gezeigt

versuch ich wohl, euch diesmal festzuhalten

fühl ich mein Herz noch jenem Wahn geneigt?

Ihr bringt mit euch die Bilder froher Tage
und manche liebe Schatten steigen auf

gleich einer alten, halbverklungnen Sage

 

Sehe die Geschichte bald neu vor mir:

Doktor Faust, Mann des Geldes, angesehener Banker

strebt nach Erfolg

den er zu übertreffen sucht

von Bilanz zu Bilanz.

Doch Bank und Vermögen sind verspielt.

Faust ist am Ende

er denkt an Selbstmord.

Da naht Rettung:

der Börsentrader Mephisto

aus dem Schattenreich der Schattenbanken

ein Mann von zweifelhaftem Ruf und Charakter

schlägt ihm einen Deal vor:

Mit Hilfe ungedeckter Leerverkäufe

soll Fausts Vermögen – auferstehen

 

Faustus, so nennt der Banker sich nach Humanistenbrauch

glaubte an die „Fortune“

als Resultat erfolgreichen Strebens

folgt dem Gesetz der Erfolgsmenschen

das er bei Goethe entdeckt zu haben glaubt:

Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen

 

Faust und Mephisto flanieren alsbald durch die Stadt.

Der „Osterspaziergang“ als Saturday Night Fever

die Hexenküche der Verjüngung – ein Wellness Center

der gesangreiche Abend in Auerbachs Keller

die Szenen vor der Red Mosque

die erotischen Stunden mit Margret im May Fair Hotel

das Abschiedskonzert von Adrian Leverkühn

Thomas Manns genialem Komponisten

alldas erinnert mich bald

an Leopold Blooms Streifzug durch Dublin

am 16 Juni 1904

der schließlich im Bordell endet

das hier den Namen „Blocksberg“ trägt.

Bloomsday also und Faust-Day in einem

 

Alfred Zellinger, Doktor Faustus in London. Banker, Oligarch.

Edition PEN im Löcker Verlag, 344 Seiten | € 19,80
ISBN 978-3-85409-892-8

#
Ob ich nicht auch mal was Positives
über Strache sagen könnte?
Klar: Er ist ehrlicher als seine Politikerkollegen
weil er den Unsinn, den er verbreitet,
wirklich selbst zu glauben scheint

#

FLANEURGESCHICHTEN
Paris, Cafè Costes, an der Bar.
Philippe Starck I presume?
Gratuliere Maitre, sage ich
ein schönes Cafè ist ihnen hier gelungen.
Starck bedankt sich mit einer knappen Verbeugung.
Die große Uhr auf der Treppe, fahre ich fort
soll uns wohl an unsere Vergänglichkeit erinnern.
Nein, sagt er, sie soll uns sagen,
dass wir in diesem Cafè Zeit haben
und Zeit vergehen lassen können
so wie es üblich ist
in den Cafès bei euch in Wien

Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten
aus der imaginären Metropole Europas
450 Seiten, Edition P.E.N. im Löcker Verlag
29,80; ISBN 978-3-85409-958-1

18.8

Wahl (39)

ÖVP & FPÖ haben es in ihren 17 Monaten geschafft

der österreichischen Justiz Arbeit für 17 Jahre zu verschaffen.

Dabei ist noch nicht einmal die Korruption

der Schüssel-Regierung aufgearbeitet.

17.8

 

FLANEURGESCHICHTEN

Violetta wieder in Paris.

Auf dem Weg zur Opera Bastille

singt ihr Bankerfreund zum Playback:

Parigi, o cara, noi laszeremo

la vita uniti trascorreremo …

De’ corsi affanni compenso avrai

la tua salute rifiorirà …

Und Violetta antwortet prosaisch:

Hör wie ich hust / was mir fehlt ist die Lust.

Nein, so stehts nicht in der Oper

 

Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten

aus der imaginären Metropole Europas

450 Seiten, Edition P.E.N. im Löcker Verlag

29,80; ISBN 978-3-85409-958-1

#

250 Jahre Napoleon.

Traf einst George Gordon Lord Byron

als ich in der Marina von Viareggio anlegte.

Er betrauerte gerade den Tod seines Freundes

des Dichters Percy Shelley

der bei einem Sturm draußen in der Bucht

mit seinem Boot umgekommen war.

Wir segelten dann mit der „Helena II“ hinüber nach Elba

machten fest im alten Hafen von Portoferraio

gingen hinauf zu der Villa

in der Napoleon festgehalten worden war

ein angenehmes Gefängnis

das man ihm hier zudachte

doch eine subtile Folter für ihn:

an klaren Tagen reicht von hier der Blick

von der NW-Küste übers Meer bis Korsika

wo Napoleon aufgebrochen war, die Welt zu erobern

und jetzt saß er hier fest …

Byron deklamierte aus seiner Ode an Napoleon:

 

Er ist der Tausend-Throne-Mann

der einst der Erde weiten Plan

mit Leichen dicht bestreut.

Welch schwerer Kampf

bis man die Herrschaft ihm entrang

an welche er, eitler Than

geklammert sich zu lang

Was, Geist der Nacht, muss dein

wahnsinniges Gewissen sein?

Zu deiner düstren Insel flieh

und blick aufs Meer – es grüßt

dich lächelnd, das, weil du es nie

beherrschtest, frei noch fließt

 

aus Alfred Zellinger, FAUST III: FAUSTINA DIE ERBIN

aufgeführt am 14. März 2019 im Wiener Jazzclub Porgy & Bess

mit Lisa Hofmaninger, Sax, Judith Schwarz, Schlagzeug und Judith Ferstl, Kontrabass

(und nächstes Jahr als Buch)

#

Da gibt’s Dumpfbacken unter uns,

die ernsthaft verbreiten

die Nazis wäre auch bloß Sozialisten gewesen

weil sie ja „Nationalsozialisten“ hießen ….

Wahrscheinlich glauben diese Typen auch

dass Zitronenfalter Zitronen falten

 

#

Die ganze Dummheit des Brexit-Volksentscheids im Bild:
Bauern, die mehrheitlich für den Brexit gestimmt haben,
fordern bei einer Demonstration in London
– dessen Bewohner mit großer Mehrheit dagegen waren – „Kompensationszahlungen“ für kommende Verluste
durch den Brexit – vom Steuerzahler.

#

… würde das nur ganz wenig anders formulieren:
„Ihr seid ein Volk!“

16.8.

ÖVP empört über Korruption …
pardon, wollte sagen:
über die Korruptions-Staatsanwaltschaft!
Die ermittelt doch glatt über Zusammenhänge
des Ibiza-Videos mit dem geheimen Schreddern
von Festplatten aus dem Kurz-Büro …
Kurz beklagt das als „Schmutzkübelkampagne“
er werde schon wieder angeschüttet.
Außerdem habe er die Balkanroute geschlossen.

 

#

Das BVT sieht im „asyl- und fremdenfeindlichen Meinungsklima“

eine „Demokratie-gefährdende Tatsache“

und warnt vor einschlägigen, rechtsextremen Aktivitäten

in den sozialen Netzwerken.

Größte Terrorgefahr gehe nach wie vor vom Islamismus aus,

vor allem von Rückkehrern aus dem einstigen IS.

Allerdings seien Zahl und Umfang

von Anschlägen in Europa rückläufig.

#

Wien ist doch die Musikhauptstadt der Welt.

Armin Thurnher weist im neuen Falter darauf hin

dass die österr. Qualitätszeitungen

Kronenzeitung, Heute und Österreich

die großen Musiker Andreas Gabalier und Klaus Eberhartinger

auf die Titelseiten setzten

als diese im Krankenhaus lagen.

Heute fand sogar die originelle Formulierung:

„Gabalier erbricht sich selbst“

– was mich genau genommen nicht wundert.

Welches Land hat schon so viel für seine Künstler übrig?

#

Greta Thunberg segelt nach Amerika.

Liebe Greta, stell dem Skipper lieber keine Fragen wie:

Muss das Boot immer so schief sein?

Darf ich daran auch mal drehen?

Meinst du das Steuerbord oder das andere?

#

Brexit.
Wissenschafter aus Oxford und Cambridge
drängt es nach Kontinentaleuropa.
Brain drain einmal umgekehrt?

#

Wahl (37)
Hausdurchsuchungen.
Das läuft ja gerade wie geschmiert …. pardon,
ich meinte: Zack Zack Zack.
Und kein Innenministerium weit und breit
das die Polizeieinsätze vorher verräte …

 

#

Wahl (36)
1,8 Millionen „Kulturförderung“
für eine „KTM-Motohall“?
Hat natürlich nichts damit zu tun,
dass KTM einer von Sebastian Kurzens
Großspendern ist.
Pammesberger hat sich die ausgestellten Werke angesehen und bestätigt:
Keine Korruption bei Kurz! Alles Kunst!
Wieder versucht man, ihn anzuschütten.
Ich sage nur: Tal Silberstein …

#

Wahl (35)
Sebastian Kurz gestern im Interview:
„Ein Herr Strache soll in meiner Regierung gewesen sein? Als Vizekanzler gar?
Schon wieder versucht nan, mich anzuschütten!
Was für ein schmutziger Wahlkampf!
Ich sage nur: Tal Silberstein!“

15.8.

Wahl (35)
Sebastian Kurz gestern im Interview:

„Ein Herr Strache soll in meiner Regierung gewesen sein?

Als Vizekanzler?

Man versucht schon wieder, mich anzuschütten!

Was für ein schmutziger Wahlkampf!

Ich sage nur: Tal Silberstein!

14.8.

Würde den ominösen „FPÖ-Historikerbericht“
eher „FPÖ-Verdunkelungsbericht“ nennen.

13.8.

Diskussion über CO2-Steuern soeben im Mittagsjournal.

Bin duchaus für die Einführung solcher Steuern

deren wirkungsvollste übrigens eine Fleisch-Steuer wäre.

Wundert mich nicht, dass unsere Politiker

das kaum auszusprechen wagen.

#

Wieso bekomme ich ständig Werbung für Treppenlifte?

Gut, dass ich den Marathon gelaufen bin

zuletzt mit einer Zeit von 4.28

ist schon ein paar Jahre her

und das Rudern im Skiff hab ich letztes Jahr eingestellt

aber meine Treppe zu Hause schaff ich schon noch.

So viel zur Treffsicherheit von Algorhythmen …

#

Mit dem Europabuch ist ein Dutzend geschafft.

Der London-Pentalogie fehlt noch ein Band

Ein Faust III.

Ist aber schon weitgehend geschrieben.

12.8.

Flüchtlingsansturm bei CHANEL am Wiener Graben!
Warteschlangen kaufwütiger Kopftuchfrauen!
Danach gehts zum Champagnisieren
ins Schwarze Kameel oder zum Mohren!
Und das Geld kommt sicher von der Caritas!
Muss ich gleich dem Kickl sagen!

#

Läge Brasilien mir so nahe wie die USA

würde ich den Ehrentitel des „Trottelpräsidenten“

jetzt an Bolsonaro weitergeben.

11.8.

Damit kein Neid aufkommt:
sollte ich hier wieder mal meine Boote erwähnen
stellt euch bitte sowas vor …

10.8.

Hahaha, wie schnell unsere „grünen“

Flieger-und Autofahrerhasser verstummen,

wenns darum geht, dass ihr üblicher Fleischkonsum

ein Vielfaches der Emissionen

des ganzen Flug- Schiffs- und Autoverkehrs verursacht

vom Energieverbrauch ihrer Online-Aktivitäten

gar nicht erst zu reden.

Blöd aber auch …

 

#

Man wirft mir gelegentlich Arroganz vor.

Und man mag damit sogar recht haben.

Ich halte das nämlich für eine legitime Haltung gegen Ignoranz.

#

Wahl (34)
Erinnere mich noch an den Beginn
der Parteikarriere des Sebastian Kurz:
Alle hielten ihn für einen Schnösel aus Hietzing.
Er war aber bloß einer aus Meidling.

 

#

Die Südfassade der Wasserbibliothek

bietet anscheinend ein günstiges Microklima

für Kräuter, Salate, Paradeiser, Zucchini, Gurken, Kren & Rosmarin.

#

Eine Gmundner fb-Freundin wollte mir vor einiger Zeit einreden,

dass an jeder Ecke ihrer Stadt

dunkelhäutige Ausländer auf sie lauern würden

von denen sie sich bedroht fühlte.

Ihr Pech ist, dass ich selber Gmundner bin.

und die einzigen Farbigen, die mir dort täglich auffallen

sind die fleißigen schwarzen Kellner im Cafe Brandl.

9.8.

Strache im 1. Interview seit Ibiza
mit Russia Today, ausgerechnet
abgespielt im Fellner Kanal oe24
(wird abens wiederholt)
Mir fällt seine Kurzatmigkeit auf,
er schnappt beim Reden hörbar nach Luft.
Sollte seine Lungen untersuchen lassen.

8.8.

zu Ameriggas Trottelpräsidenten:

Trumps rassistische Äußerungen zeigen ihn

als den niederträchtigen Dumpfsack, der er ist.

Ihn bloß als „narzisstisch“ zu bezeichnen

ist eine beabsichtigte Verharmlosung.

 

#

Die dümmsten Sprüche der Zeit
dennoch immer wieder aufgetischt:
„Nicht Waffen töten Menschen, sondern Menschen“
„Wir können ja nicht ganz Afrika aufnehmen“
„Nazis waren Sozialisten
weil sie ja National-Sozialisten hießen“
(sagen natürlich gerne Dummpfbacken mit Nazi-Affinität)

#

Klimasteuern?
Bin sehr für eine Fleischsteuer.
Immerhin ist die Fleischproduktion
für 20% aller Emissionen verantwortlich.
Mehr als alle Flugzeuge und Autos zusammem.

 

#

Jan McEvan in der NZZ:
„Mit seinem Wahlversprechen eines hard Brexit
rast Johnson auf eine Mauer zu
die er selbst errichtet hat“
Ist übrigens schon jemandem aufgefallen,
dass dieser Brexit mit Halloween zusammenfällt?

7.8.

„Der große Austausch“ (Rauscher im Kurier)
Was haben die Attentäter
von Christchurch
von El Paso
der Identitären-Sellner
und Ex-FPÖ Vize Strache gemein?
Sie schwadronieren vom „Großen Austausch“
auch „Umvolkung“ genannt ..

 

#

Wo er recht hat, hat er recht …

6.8.

#

Kein Wind zum Segeln.
Dafür Zeit zum Roden …

#

Kein Wind! Boot bleibt an der Boje.

#

„FPÖ-Historikerkommission“

Können Braune eigentlich

im Braun ihrer Sinnesart und Gefühlswelt

braune Flecken in braunen Haufen erkennen?

#

DOKTOR FAUSTUS IN LONDON. BANKER. OLIGARCH

Die Wette.

Konzernzentrale, Hauptversammlung.

Am Marmorpissoir, mit dem weiten Blick über die Stadt

neben Mephisto der Vorsitzende des Aufsichtsrats höchstselbst

“Gott” genannt, konzern / intern

Gelegenheit zur launigen Kommunikation unter Männern

wie sie Frauen leider noch verschlossen ist.

Mephisto nützt das, um vor Marktanteilsverlusten zu warnen

und vor Schwachstellen im Vorstand

DER VORSITZENDE:

Von allen Geistern, die verneinen
bist d u Schalk mir am wenigsten zur Last

doch hast du mir weiter nichts zu sagen?
Kommst du nur immer anzuklagen?
Ist im Konzern ewig dir nichts recht?

Und Mephisto:

Nein, ich find es dort, wie immer, herzlich schlecht

 

Er bietet dann eine Wette an:
dass er dem ehrenwerten Faust

das Ehrenwerte bald verleide

Den sollt Ihr noch verlieren! sagt er
wenn Ihr mir die Erlaubnis gebt
ihn meine Straße sacht zu führen

 

Die Erlaubnis bekommt er:

Solang er auf der Erde lebt
so lange sei dir’s nicht verboten

es irrt der Mensch so lang er strebt

 

Und über deinen Bonus werden wir noch reden

sagt der Vorsitzende im Abgehen

 

MEPHISTO ad Spectatores

Mein Bonus zeigt mir wo ich stehe

meinen Platz in der Gesellschaft

und meinen Rang in der Reihe

Bonus steht für den Erfolg

eine Zahl, eine klare Welt

und süß ist das Gefühl

mehr wert zu sein

als die andern

 

Ha! Und alles auf dem Pissoir erledigt…

von Zeit zu Zeit seh ich den Alten gern
und hüte mich, mit ihm zu brechen

es ist gar hübsch von einem großen Herrn

so menschlich mit dem Teufel selbst zu sprechen.

Doch: gewinne ich diese Wette

übernehm ich bald auch den Konzern

 

Alfred Zellinger, Doktor Faustus in London. Banker, Oligarch.

Edition PEN im Löcker Verlag, 344 Seiten | € 19,80
ISBN 978-3-85409-892-8

5.8.

Wir sollten die Schiffe besser schützen!

Die mit den Flüchtlingen?

Die mit dem Öl!

 

#

Massaker in den USA /
30 gestorben
Gewehre wie üblich /
legal erworben

#

Mit der Altersarmut kann es nicht so arg sein

– solang die Tauben im Park nicht die Rentner füttern ….

 

#

Der neueste Trend für ein gutes Leben

kommt lt. Kurier aus den Niederlanden: NIKSEN.

Heißt soviel wie herumsitzen und Nixtun.

Kennt man in den Wiener Cafès schon lange …

Erinnert mich übrigens an Sartres „Nichtsen“.

 

#

Alte Seglerweisheit.

„Sieh zu, dass du alt bist

ehe du in Ithaka anlegst.

Und erwarte nicht, dort Reichtümer zu finden.

Ithaka hat dir diese Reise geschenkt

und du bist reich geworden an Erfahrung“

4.8.

DOKTOR FAUSTUS IN LONDON. BANKER. OLIGARCH

Traders Morgengebet.

Zum Gebet Trader!

Morning call um acht / so wird’s gemacht

Opening Bell um neun / ihr loggt euch ein

kniet nieder

unter den Headlines von Bloomberg

 

Kniet vor den Kurven der Börsen der Nacht

unser tägliches Hoch gib uns heute

und ein volles Handelsbuch

lasst uns Risiken eingehen

die Lust auf Gewinn glühe in jedem von uns

 

Lasst aus dem Fluss des Geldes

uns Großes schaffen für die Menschheit

und profits für unser Haus

lasst uns zum Tanz aufspielen

den Bullen und den Bären

 

Lasst uns Haussen und Baissen schaffen

wie der Gott, an den manche glauben

Blitze und Gewitter schafft

es lebe das tägliche Auf und Ab

das uns Sinn gibt und unser Depot bewegt

 

Alfred Zellinger, Doktor Faustus in London. Banker, Oligarch.

Edition PEN im Löcker Verlag, 344 Seiten | € 19,80
ISBN 978-3-85409-892-8

 

 

#

Sollte hier gelegentlich nicht nur aus meinen Europabuch

sondern auch aus meinem Faustbuch zitieren:

DOKTOR FAUSTUS IN LONDON. BANKER. OLIGARCH

Wien 2017.

Habe daher jetzt auch für dieses eine Seite eingerichtet

die ich manchmal mit Zitaten ausstatten werde

 

Ein Faust dieser Zeit als Prometheus der Moderne

zwischen den Themen Globalisierung, virtuelle Ökonomie, Demagogie und künstliche Intelligenz.
Doktor Faustus, Mann des Geldes, angesehener Banker

strebt nach Erfolg, den er von Bilanz zu Bilanz zu übertreffen sucht. Doch Bank und Vermögen sind verspielt, er denkt an Selbstmord.

Da naht Rettung: der Börsentrader Mephisto

aus dem Schattenreich der Schattenbanken

ein Mann von zweifelhaftem Ruf, schlägt ihm einen Deal vor:

Mit Hilfe ungedeckter Leerverkäufe

soll Fausts Vermögen auferstehen.
Nach dem Drama mit Margret

dem Zusammenbruch seiner Börsenspekulation

und einem Aufenthalt im Gefängnis

ist Faust  motiviert zu neuen Taten.

McKinsey entsendet ihn als Konsulent, Mephisto ist sein Assistent. Mit finanziellen Tricks bewahren sie einen Konzern

vor dem Niedergang und einen Pleitestaat vor der Pleite.

Seine große Liebe, Helena, die schönste Frau der Antike

in Gestalt des Londoner Escort-Girls Bea, verlässt ihn

als ihr gemeinsamer Sohn Euphorion stirbt.

Worauf Faust sich auf sein „Weltprojekt“ konzentriert:

eine neue Gesellschaft „auf freiem Grund mit freiem Volke“.

Er stirbt hochbetagt, schwerreich als Oligarch

die Entelechie, das Streben selbst

bleibt bis zuletzt sein „höchstes Glück“. 

 

Alfred Zellinger, Doktor Faustus in London. Banker, Oligarch.

Edition PEN im Löcker Verlag

344 Seiten | € 19,80
ISBN 978-3-85409-892-8

 

#

Das kommt davon:
Degeneration, Kropf und Sumperertum.
Wenn Fremdenhass und völkische Inzucht
sich verbreiten.

3.8.

FLANEURGESCHICHTEN

Ließ meine Londoner Faust-Geschichte

mit einem Last Dinner beginnen

hoch oben auf der Terrasse des Coq d’Argent

mein Lieblingsrestaurant in der City

wie für viele andere Banker auch

abgesehen vom Hawksmoor mit seinen Steaks.

Nach dem opulenten Mahl

faltet Faustus sorgfältig die Serviette

schwingt sich auf des Geländers Rand

das Champagnerglas noch in der Hand

will vor dem Sprung noch Abschiedsworte richten

an die inzwischen besorgt blickenden Freunde:

 

Habe, zum Teufel, Geld gemacht

und alles wieder verlorn

habe Geld gemacht, viel Geld

und alles wieder verlorn.

Jetzt steh ich hier, ich armer Tor

und bin so klug als wie zuvor

 

Habe, zum Teufel, Konzerne übernommen

zerschlagen und fusioniert

habe, zum Teufel, Konzerne übernommen

zerschlagen und fusioniert.

Jetzt steh ich hier, ich armer Tor

und bin so klug als wie zuvor

 

Habe Banken gegründet, Papiere gebündelt

die Welt gedealt mit Ambition

habe Banken gegründet, Papiere gebündelt

die Welt gedealt mit Ambition.

Da steh ich nun, ich armer Tor

und bin so klug als wie zuvor

 

War zu einem Blues geraten …

doch da hält jemand ihn am Ärmel fest

ein junger Börsentrader

hier bekannt unter dem Namen Mephisto

the best trader in town

und bietet einen Deal:

er werde das verlorne Vermögen wieder – auferstehen lassen

und sein eigenes dabei mehren

mit ungedeckten Leerverkäufen

die in hohem Ausmaß zu tätigen

Faustus das Pouvoir hätte

er müsste nur seinem Namen dafür verpfänden …

und das war denn auch die wahre Wette.

Mit einem grenzenlosen Lachen

schwingt Faustus sich vom Geländer zurück

allein das Champagnerglas – geleert –

findet den Weg nach unten.

I’ll be back!

Nein, mit Blut musste er die Wette nicht unterschreiben

ist kein so besonderer Saft mehr, heute

 

Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten

aus der imaginären Metropole Europas

450 Seiten, Edition P.E.N. im Löcker Verlag

29,80; ISBN 978-3-85409-958-1

 

#

Wahl (33)

Der GrOAZ, unser Größtes Opfer Aller Zeiten

 

2.8.

Religiotie zum Tag.

Hinduistische Extremisten verbrennen

einen 17-jährigen Muslim – lebend.

Er hatte die Lobpreisung des Hindugottes Ram verweigert.

Der nationalistischen Regierung wird generell vorgeworfen

religiöse Gewalttaten der Hindus

insbesondere von sog. „Kuhrächern“

unter den Tisch zu kehren

1.8.

Ich weiß.
Völlig aus der Zeit gefallen.
Im Cafe sitzen und Goethe lesen.
Ja, in der griechischen Tragödie
waren Verse verpönt
und Goethe wusste das genau …
Und was heute meinen Schreibstil bestimmt:
Minimal Prose.

#

Liebe FPÖ.
Ich traue keinem Schnitzel
das ich nicht selbst geangelt habe.

30.7

Religiotie zum Tag.

Das Erdogan-Regime

will den islamischen Kopftuchzwang durchsetzen.

Bürger werden zur Denunziation aufgefordert

Sie sollen Frauen ohne Kopftuch fotografieren

die Autonummer dazu

damit die Täterinnen ausgeforscht werden können

Cafe- und Restaurantbesitzern wird gedroht

ihr Lokal zu schließen

wenn sie darin nicht das Kopftuchtragen durchsetzen.

Üblich sind Anschläge:

„Liebe Kundin! Beachten Sie bitte die Hijab-Regeln!“

Doch immer mehr Frauen leisten Widerstand

fordern zum Boycott der Geschäfte auf

die sich zu Handlangern der Islamisten machen lassen.

Mal sehen, wer sich durchsetzt.

#

Wahl (30)

Die ÖVP hat recht:

Sebastian Kurz ist das größte Opfer der Menschheit.

Seit Jesus Christus.

Merkts eich des amoi!

Und nur die „Kronenzeitung“ und „Österreich“

sind an seiner Seite.

 

#

Armselige Menschen
die jede Straftat in Europa
an der jemand mit „Migrationshintergrund“ beteiligt ist
zwanghaft und geradezu freudig dazu nutzen
um gegen Ausländer zu hetzen.

29.7.

Ich mag die Greta Thunberg

auch wenn ich ihren Alarmismus nicht teile.

Jetzt wird sie mir noch sympathischer:

hat auf einer Regattayacht angeheuert

um zum UNO-Klimagipfel in New York

emissionsfrei über den Atlantik zu segeln.

Guter Plan.

Greta Thunberg, Boris Herrmann, Pierre Casiraghi to sail across the Atlantic to continue climate campaign in the Americas

#

Wahl (30)
Das „Recht aufs Schnitzel“
wir von unseren rechten Dumpfgummis
wesentlich entschiedener verteidigt
als die Meinungs- und Pressefreiheit.

 

#

Wahl (29)
„Die ÖVP wirbelt jenen Schmutz auf
den keiner will
der aber an alllen kleben bleibt“ (Standard)

#

FLANEURGESCHICHTEN

Diese Segelsaison begann ich London

auf der Themse durch die Stadt kreuzend

mit einer Wayfarer Jolle des Shadwell Sailing Clubs

vom Schatten der Bürotürme der Canary Wharf

den Fluss hinauf bis zur Tower Bridge.

Groß und Genua sind gesetzt

der Wind ist frisch, wir machen los

der Moment in dem der Wind in die Segel fährt

ist stets ein erhebender

auf See wie auf dem Fluss

es segelt in mir.

Es geht flussaufwärts gegen den Gezeitenstrom

vorsichtig der schnellen Clipper wegen

begleitet von Motorbooten des Clubs

und mit diesen in ständiger Funkverbindung.

Jollensegeln ist die direkte Art zu segeln

man spürt Wind und Wellen in den Beinen

jeder Dickschiffsegler sollte das von Zeit zu Zeit tun

gilt im besonderen Maß auch auf der Themse

die Mast-Tops der Jollen sind hier mit Auftriebselementen versehen

um ein Durchkentern zu vermeiden

gibt manchmal schlimme Kreuzseen auf diesem Tidengewässer.

„Britannia rule the waves!“ hieß es

die Seeschlacht am Kap Trafalgar wurde

dank der besseren Segeltaktik gewonnen

und im Herzen der Hauptstadt

der für Jahrhunderte ersten Seemacht dieser Welt

fühlt man an jeder Biegung des Flusses

dass von hier einst ein Weltreich regiert wurde.

Die beliebteste Ausfahrt unter Londons Seglern ist übrigens:

mit der Ebbe rasant hinunter bis Greenwich

dort am Strand liegen, dann ein Bier im Pub oder auch zwei

und mit der einsetzenden Flut wieder zurück zum Club.

 

Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten

aus der imaginären Metropole Europas

450 Seiten, Edition P.E.N. im Löcker Verlag

29,80; ISBN 978-3-85409-958-1

#

Wahl (28)
Schmutzkübelkampagnen überall!
Strafmandat – Schmutzkübelkampagne der Polizei!
Verurteilung wegen Betrugs – Schmutzkübelkampagne der Gerichte!
Rinderwahn – Schmutzkübelkampagne der Kühe!
Meningitis – Schmutzkübelkampagne der Zecken!

 

#

Wahl (27)
Bei uns gewinnt, wer am lautesten schreit
„Ich bin das Opfer!“

 

#

Die Neos jetzt mit Helmut Brandstätter.
Gut. Vielleicht doch nicht bloß
Steigbügelhalter für Sebastian Kurz?

 

#

Wahl (26)
Grundsätzlich in Österreich vorherrschende
politische Haltung;
Nicht Rechts.
Nicht Links.
Nicht Mitte.
Sondern Hinterrücks.

 

#

„Wer wählt die Clowns?“

(Headlinene der Presse)

Ja, wer eigentlich?

 

#

Chatprotokolle des Regierungschefs geleakt.

Er hetzt darin gegen Frauen, Homosexuelle, Dicke

ethnische Minderheiten und politische Gegner

verbunden mit Gewaltfantasien.

Nach anhaltenden Protesten und Demonstrationen

muss er zurück treten.

Keine Angst! Nur in Puerto Rico.

27.7.

#

Bombenalarm im Cafe Central.
Ein verwaister Koffer unter einem Kaffeehaustisch

führt zur Evakuierung.
Ein Bombenräumkommando gibt Entwarnung:
Der Koffer enthielt nur ein Manuskript
des letzten Kaffeehausliteraten.

 

#

Sehr geehrter Herr Sebastian Kurz!

Wir haben das was Tolles für Sie:

Die von Ihnen geforderte Austro-Cloud

gibt es bereits. Seit 2017.

Ihre Wirtschaftskammer Wien.

26.7.

#

„Uber stellt seine Dienste in Österreich ein“

Ein dreifaches Hoch

auf den österreichischen Parteien- und Kammerstaat!

 

#

Gestern in den Blättern:

Beim Anfertigen von Selfies verunglückten

in den letzten 6 Jahren 259 Menschen tödlich

3/4 davon Männer

in den USA meistens beim Posieren

mit einer Schusswaffe.

Durch Haie starben im selben Zeitraum 50 Menschen.

Darwin-Preis für Selfies!

 

#

FLANEURGESCHICHTEN

AUS DER IMAGINÄREN METROPOLE EUROPAS

Den Käufern dieses Buchs gewidmet:

Ich zitiere hier etliche Geschichten aus diesem Buch

unregelmäßig und nach Lust und Laune

doch selbst wenn ich das noch einige Zeit fortsetze

werden diese Zitate insgesamt nur einen geringen Bruchteil

des gesamten Textes ausmachen

Im üblichen Buchformat wären das 700 Seiten gewesen

weshalb der Verlag ein größeres Format vorschlug

in dem es jetzt „nur“ 450 Seiten sind.

Habe mir ja schon ein Dutzend Bücher

in verschiedenen österreichischen Verlagen vorzuwerfen

darunter einen „Doktor Faustus in London. Banker, Oligarch“

– Faust I und II „ins 21. Jahrhundert gebeamt“

wie der Herausgeber schreibt –

die „Flaneurgeschichten“

sind darunter jedoch der umfangreichste Text.

Opus Magnum nennt man das in der Branche gern …

 

Bild: Buchstapel Flaneurgeschichten

 

#

FLANEURGESCHICHTEN

„Et in Roma ego.

Betrete die Ewige Stadt durch die Porta del Popolo

wie einst Goethe auf seiner Italienreise

und vor ihm der 18-jährige Giacomo Casanova

das nahe Caffè Rosati auf der Piazza

wird wieder mein Stammcafè sein

wie schon beim letzten Mal.

Ab dem zweiten Tag wissen die Ober

welche Zeitungen ich lese

welchen Kaffee trinke

dass ich keine Chips und Oliven zum Bier wünsche

dass ich danach schreibe

und in Ruhe gelassen werden will …

Im Rosati also.

Gabriele D’Annunzio, der Dichter, kann sich nicht enthalten

sich zu inszenieren wie ein Schauspieler

den es an die Bühnenrampe drängt

das Rampensäuische ist nicht nur in Wien zuhause.

Ich erzähle ihnen die Geschichte von der Gräfin Glanegg

spricht er laut und mit geschulter Stimme

vorgeblich zu seiner Tischgesellschaft

jedoch so, dass man es im ganzen Lokal hören muss

sie war eine der vornehmsten Damen der Wiener Aristokratie

und vielleicht das schönste Geschöpf

dem ich je auf Erden begegnet bin.

Es gibt ein gemaltes Porträt von ihr

in Walkürenrüstung mit Flügelhelm …

Sie werden Radianas Gesicht nicht wieder vergessen

und werden es sehen, so wie ich es jetzt unverändert sehe

durch die Mauern ihre Hauses in Venedig, am Calle Gambara

so hat sie im Gedächtnis derer bleiben wollen

die sie in ihrem Glanz gekannt haben.

Als sie an einem allzu klaren Morgen gewahr wurde

dass die Zeit des Welkens für sie gekommen war

beschloss sie, von der Welt Abschied zu nehmen

damit die Menschen dem allmählichen Verfall

und schließlich dem gänzlichen Ruin

ihrer berühmten Schönheit nicht zusähen.

Vielleicht hielt sie auch Sympathie für Dinge in Venedig fest

die sich auflösen und dem Untergang geweiht sind.

Sie gab ein prächtiges Abschiedsfest

bei dem sie noch im vollen Glanze ihrer Schönheit erschien

dann zog sie sich für immer in ihr Haus zurück

das Ende erwartend

inmitten des vermauerten Gartens

umgeben nur von ihrer Dienerschaft.

Sie ist eine legendäre Figur geworden

man erzählt, dass sich im ganzen Hause kein Spiegel befinde

und dass sie ihr eigenes Gesicht vergessen habe.

Selbst ihren ergebensten Freunden

ist es strengstens verwehrt, sie zu besuchen.

Wie lebt sie? Was für Gedanken beschäftigen sie?

Mit welchen Künsten betrügt sie die Qual der Erwartung?

D’Annunzio hat seinen Vortrag beendet, erwartet Applaus

und ich will mir dieses Haus an der Calle Gambara ansehen

notiere ich, demnächst in Venedig“

 

Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten

aus der imaginären Metropole Europas

450 Seiten, Edition P.E.N. im Löcker Verlag

29,80; ISBN 978-3-85409-958-1

#

Dazu ein Gedicht meines Freundes Stefan Eibel:
„Lieber Gott wir danken dir /
dass die Neger hungern und nicht wir“

#

Ich mag diese Hitze.

So lange ich tagsüber, wenn ich schreibe

jede Stunde in die Bibliothek wechsle

um – zu schwimmen

abends im Cafè Korb das Bier noch kühl ist

und im Cafè Hawelka die Klimaanlage läuft

beim Studium der heiligen Schrift …

Weiß schon, ein Teil der Welt wartet noch auf diesen Komfort

aber mit dem Fortschritt der Globalisierung

mit Freiem Handel, Handelsverträgen und Freier Wirtschaft

wird dieser sich entwickeln.

Und lasst euch kein schlechtes Gewissen einreden

es gibt keine „Erbsünde“ der Menschheit

weder im christlichen noch im ökologischen Sinn

die uns aus einem Paradies vertreiben könnte.

Das werden wir uns erst erschaffen müssen.

Keep cool & carry on

23.7

muss wieder ein par Tage nachholen

#

Wahl (24)

Kurzens Mitarbeiter vernichtet

digitale Beweise im Kanzleramt

was jetzt aufgeblattelt wird …

Erwarte, dass Kurz sich alsbald wirkungsvoll verteidigt

durch die oftmalige Nennung des Namens Tal Silberstein …

 

#

FLANEURGESCHICHTEN

Lese wieder Baudelaires Blumen des Bösen

eins der Bücher, die man mehrmals im Leben lesen kann.

Zugegeben: Gedichte zu lesen

gilt bei vielen Menschen als arrogant

Belesenheit wird als Provokation empfunden

weil es als Privileg gilt

sich mit literarischen Texten beschäftigen zu können

ohne dadurch direkt profitieren zu wollen

sei es für den Alltag oder den Beruf.

Dass Belesenheit der Karriere nicht nützen würde

ist übrigens ein Irrtum.

Dazu sei aus meinen „Flaneurgeschichten …“

der „Flughafentest“ zitiert

höheren Managern wohlbekannt:

„Wenn für eine hochdotierte Position

in einem Konzern oder einer Bank
zwei Bewerber objektiv gleich qualifiziert sind
wird jener engagiert
mit dem man sich bei einer mehrstündigen Verspätung
auf dem Flughafen besser unterhalten könnte
z.B. über Bücher, Musik, Philosophie, Architektur …“

#

Wahl (23)

Mein „Neues zum Trottelpräsidenten“

ist heute ein Zitat von Lukas Resetarits:

„Meine Hoffnung ist ja Donald Trump –

dass nämlich die Trottel draufkommen

dass es nichts hilft, noch größere Trottel zu wählen“

 

#

Welcome Boris!

Traue ihm jedenfalls noch ein paar gute Limericks zu.

Ich mag diesen schrägen britischen Humor – der Wähler.

18.7.

Kleine österreichische Sumpererfilosofie.

Warum bei FPÖ-Wählern Kickl am beliebtesten ist?

Weil Sumperer natürlich den Obersumperer wählen.

Nur das lässt sie glauben, selbst keine Sumperer zu sein.

 

#

Gestern Sommerfest des P.E.N. in der Bankgasse.

Ein neuer Essayband liegt auf: „Unser Europa“

Verlag Böhlau, Herausgeber niederösterr. P.E.N.-Club

ISBN 978-3-205-23288-9

Darin mein 14-seitiger Text

gegen die Selbstverzwergung unseres Kontinents

„Eine imaginäre Metropole Europas“

– natürlich – mit Zitaten aus meinen „Flaneurgeschichten…“

17.7.

Habe einige Tage nachzutragen

#

Flugscham. Das Fliegen trägt weltweit 2,7% zu den CO2-Emissionen bei. Der Betrieb der Smartphones und Tablets verursacht jetzt bereits 5,4% des CO2-Ausstoßes. Quelle: Leitartikel des Kurier. Wer hier also eifrig mit seinen Tweets Flugscham hervorrufen möchte ist ein Heuchler

 

#

Die Kapitänin Rackete erhält die „Medaille Grand Vermeil“, die höchste, französische Verdienstmedaille. Salvini und seine nützlichen Idio … pardon: Helfershelfer schäumen.

 

 

#

FLANEURGESCHICHTEN

„Im Hawelka ist mir Alfred Hrdlicka erschienen

wie üblich Samstag Vormittag an seinem Stammplatz.

wir kennen einander flüchtig; knappes Kopfnicken

mit strengem Blick verteidigt er die Neue Zürcher

die ich ihm großzügig überlasse

als prononcierter Kommunist liest er darin die Börsenkurse.

Launig kommentiere ich:

Auch Karl Marx spekulierte mit Aktien

einmal sogar erfolgreich

konnte sich dann sein Häuschen in London leisten.

Hrdlicka antwortet mit einem mürrischen Brummen.

Später stößt Ernst Hilger zu uns

der Hrdlicka mit seiner Galerie betreut

die er im gegenüber liegenden Haus betreibt

bestellt eine Flasche Sekt.

Lasst uns anstoßen, sagt er

auf den Verkauf eines großen Steins von Hrdlicka …

Poste den Entwurf dieser Geschichte auf Facebook

worauf Ernst Hilger, der meinen Postings folgt

mir umgehend antwortet.

Schön erzählt, schreibt er, nur anstelle der Flasche Sekt

habe ich bei Hrdlicka natürlich eine Flasche Wodka bestellt

– was ich umgehend korrigiere“

 

Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas

450 Seiten, Edition P.E.N. im Löcker Verlag, 29,80; ISBN 978-3-85409-958-1

 

Bild: Hawelka

 

#

FLANEURGESCHICHTEN

Hab gestern im Hawelka spät noch Franz Ringel getroffen.

Er saß an seinem Stammplatz wie früher

und sah ein wenig mitgenommen aus

klar, er ist ja auch schon einige Jahre tot.

Wir trinken ein Bier

und reden über alte Zeiten.

Irgendwann deutet er auf sein großartiges Bild

an der Wand gegenüber und sagt:

Das Bild hat mich leider überlebt.

Das machen Bilder oft, sage ich.

Umgekehrt wärs mir aber lieber gewesen, trotzt er.

Worauf wir noch ein Bier trinken

 

Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten

aus der imaginären Metropole Europas

450 Seiten, Edition P.E.N. im Löcker Verlag

29,80; ISBN 978-3-85409-958-1

Bild: Hawelka, Ringel

 

#

Ich mag die Grünen.

Wenn sie nur nicht bei der Ökologie

immer so übertreiben würden.

 

#

Stromausfall in New York.

Die Menschen bleiben gelassen.

Am Broadway spielen die Schauspieler

ihre Stücke weiter auf der Straße

ein Chor der Carnegie Hall singt

vor dem Haus weiter …

Bravo!

Und ich wünsche den New Yorkern

viele neue Kinder in 9 Monaten.

 

#

Neid & Missgunst in 3 Worten.

 

11.7.

Lese Baudelaires Prosagedichte wieder

in der neuen Übelsetzung von Simon Serles.

Nicht bloß der Erbauung wegen.

Der Verlag nennt den Stil meiner Texte „minimal prose“

nach „minimal music“: Minimalistische Prosa.

Und ja, es gibt eine gewisse Nähe zu „Prosagedichten“

wie von Charles Baudelaire entwickelt

in den Petits poèmes en prose

als Buch: Le Spleen de Paris.

Doch um die Unterschiede klar zu machen

zwischen Prosagedicht und Minimalistischer Prosa

auch wenn das Resultat ähnlich aussehen mag:

Ein Prosagedicht ist ohne Vers und Reim

hat aber vom Gedicht

die Verdichtung der Gedanken

die Rhythmisierung der Sprache

und verfügt meist über lyrische Subjektivität …

Minimal prose dagegen:

Verdichtung der Sprache

Rhythmus zu dem eine Jazzband improvisieren könnte

jedes unnötige Wort, jede entbehrliche Silbe gestrichen

die Sätze nach dem erwünschten Zeilenfall gebaut

damit höhere Effizienz der Kommunikation …

Zitate, die wirklicher sind als die Wirklichkeit

Erkennen aus der Sprache der Zeit

aber keine „lyrische Subjektivität“.

Und das hier war übrigens kein Prosagedicht

sondern Minimalistische Prosa.

#

Wenn ich hier gelegentlich Partei ergreife für Flüchtlinge

höre ich das Spießerargument:

Dann soll ich sie halt bei mir zu Hause einquartieren …

Ist ja grundsätzlich eine gute Idee!

Brauche ohnehin irgendwann eine hübsche

und verständnisvolle Altersbetreuerin …

Aber im Ernst: dieses Argument ist von ähnlicher Intelligenz

wie das der Spießer in den 60ern

die uns, als wir auf den Straßen demonstrierten

gegen den konservativen Mief im Land

entgegen hielten:

„Wenns euch bei uns net passt, geht’s nach Russland!“

So hat halt jede Zeit ihre eigenen Spießbürger

von zweifelhaftem Charakter

und mäßiger Intelligenz.

 

Bild: Flagge

 

#

FLANEURGESCHICHTEN

Eine seiner schönsten Novellen beginnt Hemingway so:

Der Kilimandscharo ist ein schneebedeckter Berg

von sechstausend Meter Höhe

und gilt als der höchste Berg Afrikas …

dicht unter dem westlichen Gipfel

liegt das ausgedörrte und gefrorene Gerippe

eines Leoparden.

Niemand weiß, was der Leopard

in jener Höhe suchte …

Lasst mich nun eine Geschichte aus London erzählen

die so beginnt:

Die Shard ist ein Haus aus Glas

von 330 Metern Höhe

und gilt als das höchste Haus Westeuropas

geplant und erbaut von Renzo Piano.

Dicht unter seiner Spitze, im 72. Stock

traf man 2011, noch während der Bauzeit

auf einen ziemlich lebendigen Fuchs.

Niemand weiß, was der Fuchs

in jener Höhe suchte

und wie er dort hinauf kam,

er muss einen der Materialaufzüge genommen haben.

Die Bauarbeiter, die ihn entdeckten

gaben ihm den Namen Romeo

des nahen Shakespeare-Theaters wegen

freundeten sich mit ihn an

und fütterten ihn.

Nach einigen Wochen aber

endete das Abenteuer des übermütigen Fuchses:

Mitarbeiter der Seuchenschutzbehörde fingen ihn ein

man verpasste ihm eine Spritze

jemand erklärte ihm:

wenn Füchse dazu bestimmt wären

auf Wolkenkratzern zu leben

wären ihnen Flügel gewachsen

dann setzte man ihn in der Nähe der London-Bridge wieder aus.

Romeo hat dies offenbar verstanden:

er blickte zwar noch einmal hoch zur Spitze der „Shard“

lief dann aber runter zu Shakespeares Globe Theatre

dachte vielleicht, er könnte dort als Romeo

eine neue Karriere beginnen.

Es gibt viele Stadtfüchse als Flaneure in London

aber warum eigentlich wollte Romeo so hoch hinauf?

Ob er einfach dieses neue Gebäude

das hier aus seiner Stadt wuchs, erkunden wollte

wie wir Menschen auch?

Ob er es satt hatte, ich Höhlen zu wohnen

wie wir Menschen auch?

Ob ihn der olympische Gedanke trieb

alle hohen Gebäude seiner Stadt zu besteigen

wie uns Menschen auch?

Ob er mit uns Menschen gemein hat

wo immer ein Weg nach oben führt

diesen zu gehen

möglichst bis ganz nach oben?
Vielleicht hat das ja auch den Leoparden getrieben

in Hemingways Geschichte

immer weiter hinaufzusteigen

ins ewige Eis, des Kilimandscharo …

 

aus Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas; 450 Seiten, Edition P.E.N. im Löcker Verlag

Bild: Shard

 

#

Kurz gedacht …

#

Griechenwahl.

Damit das nicht übersehen wird:

die rechtsradikalen Drecksäcke der „Goldenen Morgenröte“

wurden nicht mehr ins Parlament gewählt.

 

#

Irgendwer hat hier kürzlich gefragt

nach einem nachhaltig und fair produziertem Smartphone.

Meine Tochter verwendet so eins privat, Marke Fairphone.

Bitte googeln:

https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=fairphone

 

9.7.

Kurz gedacht …

 

#

Griechenwahl.

Damit das nicht übersehen wird:

die rechtsradikalen Drecksäcke der „Goldenen Morgenröte“

wurden nicht mehr ins Parlament gewählt.

 

#

Rainer Maria Rilke war mir lange Zeit unsympathisch

war auf einen Brief gestoßen

in dem er gegen Karl Kraus intrigierte

unter Verwendung antisemitischer Klischees

gerichtet an seine Gastgeberin auf Schloss Duino

die Fürstin von Thurn und Taxis

eine hochgebildete und begabte Frau

die ihm intellektuell anspruchsvolle Briefe schrieb

die adäquat zu beantworten

er wohl oft im nahen Triestiner Caffe degli Specchi brütete.

Kraus schien ihm ein lästiger Konkurrent zu sein.

Rilkes „Duineser Elegien“ waren mir damit verleidet.

Bis ich mir für eine meiner „Flaneurgeschichten“

– es ging um Friedrich Nietzsche in Rom

schreibend in einem Beichtstuhl des Petersdoms –

die Biografie von Lou Salome vornahm

der bekannten Amour fou von Nietzsche

und dabei wieder auf Rilke stieß

der sich in die ältere und wohl auch klügere Frau verliebt hatte

und sich lange um sie bemühte.

Köstlich Lou Salomes Anmerkung

Rilke sei ja ein begabter Autor

aber sie müsse sich ihn als Schriftsteller erst noch erziehen.

Lou Salomes Wort nahm ich ernst

und so nahm ich mir jetzt Rilkes

„Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“ vor

ein Entwicklungsroman über einen jungen Mann

der nach Paris geht um dort als Dichter zu leben

ein Text, der Vorläufer genannt wird

der literarischen Moderne eines Proust, Kafka, Svevo

und Joycens Fragmentierung der Welten im Ulysses.

Für mich auch Vorläufer von Walter Benjamins Passagenwerk

über „Paris, die Hauptstadt des 19 Jahrhunderts“…

Na gut, nach diesem Text schließe ich meinen Frieden mit Rilke

ein Schriftsteller muss ja nicht zugleich auch

als Privatmensch untadelig sein.

8.7.

Griechenlandwahl.

Die Armen und die Mittelständler

denen Tsipras einst das Blaue vom Himmel

unendlich fließende Staatskredite

die fortgesetzte Alimentation durch die EU

und das große Abcashen bei den Reichen

versprochen hatte

– die haben ihn jetzt abgewählt.

That’s irony / in history

#

Immer diese billige Beteuerung der Flüchtlingshasser:

„gerettet aus Seenot muss natürlich werden“

(was anderes zu schreiben trauen sie sich gegenwärtig noch nicht)

die zugleich die Unmenschlichkeit

der darauf folgenden Aussage kaschieren soll:

„ aber dann zurück mit ihnen nach Libyen“.

Und wenn sie dort beraubt, vergewaltigt, gefoltert

und ermordet werden – das geht mich nichts an

liegt ja an den politischen Strukturen …

Pharisäertum, sorry.

#

„Stromboli Explosion.#

Geologen fordern Evakuierungsplan.

Touristen kehren auf Insel zurück“

Als ich einst mit der „KATAWA“ den Stromboli passierte

in der Antike„Leuchtfeuer des Mittelmeeres“ genannt

vom Kap Circeo kommend

wo ich Odysseus knapp verpasst hatte

und nun dem Kurs Goethes folgte

bei seiner Segelreise von Nea Polis nach Sizilien

wo er, kaum in Palermo angekommen

in die Stadt eilte, um eine Odyssee zu erstehen

schrieb ich für das Yachtmagazin „Ocean7“

„Kurs Ischia, dahinter die Sireneninseln.

Wir nehmen Kurs auf jenen Vulkan

dessen Lava sich rauchend

den Nordhang hinunterwälzt und aufdampfend ins Meer fließt

wir segeln zwischen dem Kegel des Stromboli

und der bizarren kleinen Felseninsel Stromboliccio

mit seinem Pferdekopf

kreuzen den Kurs eines seltsamen Bootes

dessen Skipper sich als Odysseus vorstellt.

Erzähle ihm von einem offenen Brief Penelopes

von Ovids Heroides inspiriert

an die Küstenzeitungen des Landes:

Dies sendet dir Penelope, säumiger Ulixes

es hilft mir nichts, wenn du zurück schreibst, komm selbst!

Troja ist längst gefallen und diese Helena

war den ganzen Aufwand nicht wert!

Ich weiß, dass du unversehrt überlebt hast.

Und ich warte. Und warte.

Wo trödelst du herum?

Bist du von der Liebe zu einer andern gefesselt

wie es so eure Art ist, ihr Männer?

Ich bin ja unterwegs nach Hause, sagt Odysseus

seit Jahren schon.

Aber die Winde sind launisch

die Götter gegen mich

die Karten ungenau

die Riffe scharf

die Strudel tief …

und die Frauen schön.

Circe hatte Odysseus navigatorische Anweisungen gegeben

wie er zurück nach Ithaka fände

vor dem Stromboli habe er sich zu entscheiden:

südwestwärts zu halten und den längeren Weg um Sizilien zu wählen oder nach Südosten zu jener Meerenge

zwischen Scylla und Charybdis

die man heute die Straße von Messina nennt.

Odysseus entschied sich für diesen Weg

und sah wohl – so wie wir jetzt –

achtern die beiden Felsen

hinter dem Horizont versinken.

Was bewegt Menschen, schrieb ich

sich auf einem aktiven Vulkan anzusiedeln?

Denken sie: bis jetzt ist alles gut gegangen

dann geht’s wohl auch die nächsten hundert Jahre gut …

Tja, es hat nicht Jahrhunderte gedauert …

7.7.

Hahaha, Harry Steiner, europäisch-österreichischer
ín Hongkong lebender Designer im Presse-Interview
warum er Österreich liebt:
„Österreich vereint den Charme des Nordens
mit der Disziplin des Südens“.

6.7.

FLANEURGESCHICHTEN

„Lege mit der „Katawa“ im Porto di Roma an

südlich der Tibermündung

hatte die Kurse des Odysseus gekreuzt

treffe in der Rezeption auf eine Schöne

die sich Circe nennt

und Assistant Director der Marina ist.

Sie erzählt von Odysseus

der mit seiner Crew den Winter bei ihr verbracht hatte

auf ihrer Halbinsel, heute Kap Circeo genannt.

Im Frühjahr hätten sie wieder ihr Schiff ins Wasser gezogen

und die Flügel der Segel geöffnet.

Muss jetzt zurück in mein Büro, sagt Circe

vielleicht sieht man sich ja später noch

würde heute Abend gern Rom besuchen

diese neue Stadt tiberaufwärts

gegründet von des Aenas’ Söhnen

des aus dem brennenden Troja geflüchteten Helden.

Kommen Sie doch mit!

Unter den Arkaden treffe ich

auf den großen Dichter der augusteischen Zeit

der die römische Odyssee geschrieben

und den Grundstein gelegt hat

für ein römisches Zeitalter: Vergil.

Dies ist das Ufer, großer Dichter, hebe ich an

das Aeneas gewinnt

nach Gefahren, Nöten, Irrfahrten und Stürmen

hier treibt er strandwärts die Kiele

rollt die Segel zusammen

der Anker fällt vom Verdeck

es liegen die Kiele am Ufer …

Vergil blickt sinnend hin zur Einfahrt der Marina

zu den beiden Leuchttürmen, hinaus aufs offene Meer

Singen wollt ich von Kämpfen, sagt er

und von dem Mann

der von Trojas Gestade

zu Laviniums Küste nach Italien kam

der viel in Kriegen erlitt

bis er die Stadt gegründet …

ein neues Troja

von dem das Haus des Aeneas

die Länder der Erde beherrschen würde …

Zehn Jahre lang arbeiten Sie an der Aeneis, sage ich

das hohe Lied von Rom als Fortsetzung Ilions

ich danke Ihnen, Dichter

denn Sie haben mir die Idee des Abendlandes begründet!

Worauf wir anstoßen

mit einem Glas sabinischen Weins.

Beatus ille qui procul negotiis, sagt Vergil launig

und ich setze fort: Solutus omni faenore“

 

aus Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas; 450 Seiten, Edition P.E.N. im Löcker Verlag

 

5.7.

Die neue Parteispendenregelung wird kritisiert:

sie nutze SPÖ und ÖVP

und schade – durch das Großspenderverbot – der ÖVP und den Neos.

Würde das anders formulieren:

ein Großspenderverbot „schadet“ nicht ÖVP und Neos

sondern nützt den Österreichern

indem es die Korruption von Parteien

und den Kauf von nützlichen Gesetzen

durch Großunternehmer erschwert.

#

Sommerfest im Belvedere 21.
Was ich mag an diesem Viertel:
die von Ausstellung zu Ausstellung
wachsende Skyline.
Wenn auch kein Vergleich zu London
wo gerade 200 neue Hochhäuser gebaut werden …

#

Sommerfest im Belvedere 21.

Es spielt eine unglaubliche Band: Spitting IBEX

Wien-basierte PunkRockFunkElectric-Band

Die Sängerin Tanja Peinsipp erinnert mich

in ihrer Expressivität

an die 17-jährige Juliette Greco.

#

Konkretes Gedicht

Mario Draghi zum Abschied von der EZB gewidmet

der diese Worte

die ich hier nur unmerklich konzentrieren musste

auf einer Investorenkonferenz sprach

in London, Juli 2012

und den man deshalb den „Retter des Euro“ nennt:

„Die Märkte haben gewettet

auf den Untergang des Euro

doch sie werden sich täuschen.

Wir werden den Euro halten

und Geld zur Verfügung stellen

whatever it takes / whatever it takes

und, glauben Sie mir, es wird reichen“

4.7.

Eröffnung im – ansonsten leergeräumten ‚
Museum der Stadt Wien am Karlsplatz:
Takeover – Street Art & Skatboarding.
Zur Party jedenfalls guter Sound von der DK-Line …

#
Angeblich können momentan auf Facebook
keine Bilder geladen werden!
Wie stehe ich diesen Tag bloß durch
ohne die vielen tröstlichen Selfies meiner Freunde?

3.7.

FLANEURGESCHICHTEN

„Ich mag diese gewisse römische Arroganz.

Nicht hoch zu Ross wie unsere aufgeblasenen Helden

all diese Kaiser und Heerführer

das Pferd in einer Pesade

womöglich mit drohend erhobenem

übergroßem Schwert

eine Kraft vortäuschend, die sie nicht besaßen …

Und hier, der römische Kaiser, ohne Waffe, ohne Rüstung

bloß in seiner Toga

die Haltung der Hand so

als wolle er gerade erklären:

Hört zu Leute

ich habe Rom von einer Stadt aus Ziegel

zu einer Stadt aus Marmor gemacht.

Und die Pax Romana

die mit meiner Regierung begann

wird Jahrhunderte dauern …

Welcher Politiker der Neuzeit

könnte Aussagen wie diese treffen?“

Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas; 450 Seiten, Edition P.E.N. im Löcker Verlag

#

Was soll ich von den Leuten halten

die jetzt klammheimlich bedauern

dass die Kapitänin Rackete

nicht gleich lebenslang eingesperrt wurde?

Und dieses heuchlerische Gezeter von Salvini

sie hätte beim Einlaufen in den Hafen

das Leben von 5 Wasserpolizisten gefährdet

womit jene gemeint, sind, die ihr mit einem Polizeiboot

hysterisch im Weg herumkreuzten

uns kindisch versuchten, sie abzudrängen, als sie einlief ….

würde eher diese Polizisten zur Verantwortung ziehen

weil sie ein Anlegemanöver gefährdet haben.

Wiederhole meine Forderung, diesen Salvini

vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu stellen

und ich betone meine Verachtung

all seinen Helfershelfern, willigen Vollstreckern

und sonstigen nützlichen Idioten gegenüber

die hier so zwanghaft wie krampfhaft nach Gründen suchen

gerettete Flüchtlinge möglichst nicht

in Europa in Sicherheit zu bringen.

Und ja, ich kann hier gut auskommen

mit ein paar solcher Freunde weniger.

Bild: die Barca Nostra, ein vor Lampedusa mit 400 Menschen gesunkenes, später zwecks Leichenbergung gehobenes und auf der Biennale di Venezia gerade als Objekt ausgestelltes Flüchtlingsschiff.

 

2.7.

Dachte immer, der Klabautermann sitzt im Mast …

#

FLANEURGESCHICHTEN

Nachmittags zieht eine Wetterfront auf

mache das Boot rechtzeitig fest

am Steg des Yachtclubs

in der Bucht von Ort.

Rund um den See blinken die Sturmwarnungen

der Himmel ist dunkelgrau

erwarte den Sturm auf der Clubterrasse

bei einem Cuba Libre …

und als in den Riggs die ersten Gewitterboen zu heulen beginnen

macht der Barkeeper eine seiner launigen Bemerkungen:

Wie schön es an Land ist, merkt man erst

wenn das Boot untergeht …

so könnte ein Roman beginnen

und dann wars auf einmal ein Parodie auf Hemingway.

 

aus Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas; 450 Seiten, Edition P.E.N. im Löcker Verlag, 29,80; ISBN 978-3-85409-958-1

 

30.6.

Hahaha, das haben doch die üblichen Verdächtigen

diesmal glatt verschlafen:
Während Trump, mit klammheimlichem Applaus

unserer Globalisierungs- und Freihandelsfeinde

– und der Kronenzeitung –

das Transatlantische Handelsabkommen TTIP blockiert

und ebenso die transpazifische Partnerschaft TPP

wurde soeben zwischen der EU, mit 512 Millionen Einwohnern

und dem südamerikanischen Wirtschaftsblock MERCOSUR

– umfassend Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay –

mit 260 Millionen Einwohnern

das größte Freihandelsabkommen der Welt abgeschlossen.

Bravo EU und MERCOSUR!

#

Einfaches Wortspiel zum guten Abend:

Rechte Drecksäcke sind rechte Drecksäcke.

29.6.

Alternative für Hassposter entdeckt die Süddeutsche …

#

Ist wieder ein Kind verdurstet

in einem Trumpschen Flüchtlingslager?

Salvini und seinen Kreaturen im Geiste

wird das gewiss gefallen

#

Eröffnung im Belvedere 21.

Monica Bonvicini.

Starke Installation.

 

#

Eröffnung ARCC.art,

jetzt Galerie Leeb in der Kaiserstraße 76.

„Female – lebt und arbeitet in Wien“

Interessante Positionen,

übertreffen die zufällig heute zugleich in der Secession gezeigten.

 

#

Weil ich gefragt wurde

warum ich schon lang nicht mehr über

„Ameriggas Trottelpräsidenten“ geschrieben habe:

Weil mittlerweile jeder weiß

wie es um dessen – intellektuelle Kapazität bestellt ist

ganz zu schweigen von seiner charakterlichen Disposition.

 

#

Wahl (21)

So durchsichtig können die verschwurbelten Ausreden

des Sebastian Kurz gar nicht sein

dass seine Fans vom schlichten Gemüt

sie nicht glauben – wollen.

#

Habe mein 14-Meter-Boot „Katawa“ in Venedig

erstmals meiner Tochter Isabella anvertraut.

Sie hat mit mir das Hochseepatent gemacht

kann sehr gut segeln

und auf See sogar genauer navigieren als ich

segelt also mit ihrem Freund

der immerhin ein Motorboot-Patent hat

und dessen Freund, der auch ein Segler-Patent hat

und ihrer Freundin vom Gmundner Yachtclub

die eine gute Seglerin ist

erst von Venedig nach Lignano

für eine Party, wie man annehmen kann

dann nach Rovinj auf Istrien

wo gerade das Summer-Salsa-Tanzfestival gefeiert wird

an dem sie als passionierte Turniertänzerin teilnimmt

und heute ist sie die 65 Meilen zurück nach Venedig gesegelt

legt abends an am Pier C in der Marina SantElena

wo das Boot hin gehört..

Ich maile ihr: Bravo. Gut gemacht!

Sie zurück: Jetzt gehen wir essen in die Osteria da Pampo

gleich bei der Marina.

Und mir, als besorgtem Vater in Wien

ist der Abend gleich um Vieles leichter geworden.

27.6.

Musste heute leider jede Stunde die Bibliothek aufsuchen. Zum Schwimmen.

#

Mein London-Pentalogie ist nahezu vollendet;

ein Titel fehlt noch, kommt nächstes Jahr raus.

– Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas; Wien 2019

– Alfred Zellinger, Doktor Faustus in London. Banker, Oligarch; Wien 2017

– Alfred Zellinger, Flash Poetry; Wien2016

– Alfred Zellinger, City Boys; Wien 2015

Und als work in progress:

– Alfred Zellinger, Faustina die Erbin. Ein Epilo

Alle Titel im Löcker-Verlag.

26.6

Rendi-Wagner.

Kern sagt: Hoch gewinnt sie nicht mehr.

Ich sage: Und Kurz wird sie zum Glück keiner mehr.

 

#

Wahl (20)

„Heftige Kritik an Kickl und Justiz im BVT-Endbericht“ (Standard)

Rechtliche Konsequenzen?

Geh bitte! Österreich.

 

26.6.

Eben erschienen.

Neue Folge meiner Kolumne „Sailing Poetry“

im Yachtmagazin „Ocean7“, 4/19:

FIN DE SIECLE

Wir laufen Zadar an

mit seinen römischen, venezianischen

und österreich-ungarischen Mauern

die alte k.u.k. Urlaubsdestination Mali Losinj

deren Osteria Odisej an der Westseite des Hafens wir schon ihres Namens wegen stets bevorzugen.

Und Abbazia, die elegante Sommerresidenz der Monarchie

wo man heute wieder in der Bar Hemingway, im Club Lord Byron oder im Cafè Wagner bei den internationalen Blättern

seine Zeit verbringen kann.

Dort stoßen wir auf Penelope, die Dichterin vom Berg

die sich auf die Suche nach Odysseus gemacht hat

in den Hafenkneipen des Mittelmeeres

um ihn in den Hintern zu treten, sollte sie ihn treffen …

#

FLANEURGESCHICHTEN

„Treibe mich an den Schauplätzen meiner „City Boys“ herum

erzählte darin die Geschichte einiger Börsentrader

vom Investmentbanker Consuader, der aussteigen will

aus ethischen Gründen auf Millionengehalt und Boni verzichten

und von Grees, der als Nachfolger dessen Job okkupiert

und bald drei Milliarden in den Sand setzt

mit dubiosen Deals.

Schauplätze, die mir dann auch dienten

für meinen „Doktor Faustus in London“

so wie ich sie beim Schreiben vor Augen hatte:

Subway Bank Station & Bank of England

The Ship, Pub am Talbot Court

St. Katharine Docks, elegante Yachtmarina bei der Tower Bridge

wo manche der City Boys ihre Yachten liegen haben

der Shadwell Segelclub nah der Canary Wharf …

das Coq d’Argent, von Bankern bevorzugtes Restaurant in der City

von dessen Terrasse in der Krise von 2008 einige sprangen

das Champagnerglas noch in der Hand

die Rooftop-Bar im 38. Stock des Heron Tower

die Aqua-Bar im 31. Stock des Shangri-la-Hotels at the Shard

mit seinem Cocktail „Romeo“ übrigens

benannt nach einem Londoner Stadtfuchs

dessen Geschichte ich noch erzählen werde“

 

aus Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas; 450 Seiten, Edition P.E.N. im Löcker Verlag, 29,80; ISBN 978-3-85409-958-1

 

Bild: Renzo Pianos „The Shard“, Wayfarer Jollen vor der Tower Bridge

 

24.5.

#

FLANEURGESCHICHTEN

Im Cafè Costes ist mir heute Pierre Bourdieu erschienen

über den Tisch ruft er mir zu: Hab ich nicht recht gehabt?

Allerdings, Meister, antworte ich, das haben Sie

es gibt keine treffendere Gesellschaftsanalyse als Ihre

selbst Oligarchen aller Länder haben verstanden:

kulturelles Kapital bedeutet Distinktionsgewinn

und sponsern jetzt nicht nur Fußballmannschaften

sondern auch die Künste

legen sich Sammlungen zu

und machen ihre neuen Yachten

an der Riva degli Schiavoni fest

jeweils zu den Preview Days der Biennale di Venezia

stehen Schlange bei der Frieze Art Fair in London

oder bei der Art Basel – in Miami

Geben Sie zu, sagte er, in Ihrer Wirtschaftsoper

wie hieß sie doch gleich, achja, Join!

bei diesem kleinen Duett zum Sponsoring

haben Sie an La Distinction gedacht …

Zugegeben, Meister, sage ich und er setzt fort:

Haben es dabei ganz nett auf den Punkt gebracht:

It takes art to make a company great

zitiert er zur Melodie aus der Oper

und ich setze das Zitat fort:

It takes money to make art.

Gewiss, sagt er und führt das Zitat zu Ende:

The more money the more art.

Und setzt dabei sein mild-ironisches Lächeln auf.

Bin dabei, weitere Strophen zu schreiben sage ich

Versuchen wir doch eine mit:

It takes art to make a rich man great

It takes money to make art …

und gemeinsam singen wir die Strophe zu Ende

 

aus Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas; 450 Seiten, Edition P.E.N. im Löcker Verlag, 29,80; ISBN 978-3-85409-958-1

 

22.6.

#

Nach der letzten „Fridays for future“ – Demo

habe ich beschlossen, für 3 Wochen mein Auto stehen zu lassen.

Bin dann mal segeln.

#

Die ÖVP war schon immer die bei weitem raffinierteste Partei

wenns um Korruption und um den Kauf von Gesetzen ging.

#

„Vice“ stellt wieder einmal die Frage:

„Können Männer und Frauen wirklich nur Freunde sein?“

Ist doch ganz einfach, Leute:

Gewiss können sie auch nur Freunde sein

– n a c h einer sexuellen Beziehung.

#

Die großen Privilegien eines Bootseigners:

wenn im Rigg was nicht stimmt

muss er auf den Mast …

21.6.

FLANEURGESCHICHTEN

Im Cafè Costes ist mir heute Michel Foucault begegnet

der war gut gelaunt, winkte mich zu sich und sagte:

Dass Sie aus meiner Geschichte von Sexualität &Wahrheit

häufig den Teil über die „Sorge um sich“ zitieren, spricht Bände.

Ja, sagte ich, zumindest drei

und schade, dass diese Bände erst posthum erschienen sind

was hätten Sie daraus noch gemacht, Maitre:

Eine neue Ethik der Sorge um sich

die Sicht auf ein Selbst

wie es aktiv zu gestalten ist

spirituelle und therapeutische Praxis

die Ästhetisierung der Existenz

eine Technik, seine Biografie bewusst zu gestalten

sein Leben zu inszenieren …

was hätten Sie daraus noch gemacht, Maitre

in einer Zeit der Social Nets!

Bin mir jetzt nicht mehr sicher

ob Foucault seine „Sorge um sich“

selbst so wichtig genommen hat wie ich

aber wir bestellen eine Flasche Wein

den wir sorgfältig auswählen

– aus Sorge um sich

Übrigens, sage ich, Sie werden überrascht sein

so wie ich es war als ich davon erfuhr:

soeben ist, 35 Jahre nach Ihrem Tod

in der Tat ein vierter Band erschienen

zu „Sexualität & Wahrheit“:

„Die Geständnisse des Fleisches“ …

dem ich mich bald widmen werde

 

aus Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas; 450 Seiten, Edition P.E.N. im Löcker Verlag, 29,80; ISBN 978-3-85409-958-1

19.6.

FLANEURGESCHCIHTEN

„Jaja, die Situation Europas ist schlimm.
Außer man vergleicht sie mit der aller anderen Kontinente“

Bilder: Paris: La Defense, Rom: Kapitol

aus Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas; 450 Seiten, Edition P.E.N. im Löcker Verlag, 29,80; ISBN 978-3-85409-958-1

18.6

Unterwegs zum Boot an die Küste
in den Stammcafes ordnungsgemäß entschuldigt, wg. Segeln
akkreditiert zum Eröffnungsabend der Venice Boat Show
Salone Nautico Venezia
erstmals im Arsenale, Marine Edutainment Area.
Mehr eine Motorboot-Show: Ferretti, Riva, Pershing
was Rang und Namen hat
ein Mix aus Bildender Kunst
alter und neuer Bootsbaukunst.
Die Marine lässt sich zur Eröffnung einiges einfallen:
Oper live, Turandot, Nessun dorma, tu pure principessa
nella tua fredda stanza …
zur Cocktail-Party dann Brindisi, libiamo ne lieti calici …
das Trinklied aus La Traviata
und dazu bei Sonnenuntergang kein Feuerwerk
sondern die Simulation einer Seeschlacht
mit entsprechendem Soundtrack, Raketen, Detonationen
und Pulverdampf.
Bravo Marina Militare di Venezia.

17.6.

Verachtet mir die Verachtung nicht.

Man wirft mir gelegentlich Verachtung vor.

Und man hat recht damit.

Ich verachte die üblichen Drecksäcke in der Politik

samt ihren Wählern, Helfershelfern und willigen Vollstreckern.

Doch Verachtung ist eine legitime, menschliche Haltung.

und ich denke nicht daran, mir diese zensieren zu lassen.

Sondern werde sie weiterhin widmungsgemäß einsetzen

ohne dabei übertriebene Sparsamkeit an den Tag zu legen.

Verachtung ist ein Leuchtfeuer und dient der Orientierung

im Meer der Ethik und Moral

Also lasst uns Verachtung enpfinden, sie pflegen und vermitteln.

Verachtet mir die Verachtung nicht.

#

Wahl (17)

Wer hat dieses Video gemacht!

Mit Kurz und dem fanatischen Betvolk in der Stadthalle!

Und was bewog den Wiener Kardinal, dabei mit zu spielen?

Unfair, jemanden in eine so peinliche Falle zu locken.

Ist das nicht verboten?

Und wer waren die Hintermänner?

Ich sage nur: Tal Silberstein.

 

#

Habe schon lang die Gründung einer Kurz Gebetsliga erwartet

mit dem Ziel seiner Seligsprechung.

Heute war es so weit.

„Kurz mit Kardinal Schönborn bei christlichem Großevent “

„Stadthalle: Tausende beten mit erhobenen Armen

ein Segensgebet für Kurz:

Vater wir danken dir so sehr.

Für die Weisheit, die Du ihm gegeben hast.

Für das Herz, das Du ihm gegeben hast für Dein Volk“

 

#

Denkwürdiger Dialog im Hawelka.
Ein Amerikaner: Gibt es hier Kaffee?
Der Ober: Gewiss, wir sind ein Cafe!
Der Amerikaner: Sorry, ich dachte, das Hawelka
ist ein Museum!
Und mich, der ich gerade an meinem Stammtisch schreibe

hält er wohl für die Installation eines Literaten

im einstigen „Cafe Größenwahn“.

 

#

FLANEURGESCHICHTEN

Cafè Korb, Art Lounge, 16. Juni 2012

Bloomsday Feier.

Wurde um eine Rede gebeten

und spreche stattdessen einen Trinkspruch:

„Lasst uns das Glas heben auf James Joyce

und auf Leopold Bloom

seinen Annoncenakquisiteur aus Dublin

und auf dessen jungen Freund

den angehenden Schriftsteller Stephen Daedalus

den Bloom heute Nacht noch mitnehmen will

zu seiner Frau Molly

die dann am Ende nur noch sagen wird

„ich will ja ich will“

– was übrigens nicht die letzten Worte im Ulysses sind

wie behauptet wird; diese sind genau genommen:

„Triest – Zürich – Paris“

wo er diese kleine Novelle geschrieben hat.

Vorher trifft man Bloom und Daedalus in einem Dubliner Bordell

beschrieben im Circe-Kapitel des Ulysses

wobei sie eine Flasche Absinth leeren

das „grünäugige Ungeheuer“ wie Joyce das Getränk nennt

und wo Bloom seinen Neigungen nachgeht

mit Bella, der Chefin des Hauses

seine belle dame sans merci

die gerade sagt: Haltet ihn unten Mädels

bis ich mich auf ihn gehockt habe

und die wie die Zauberin Circe die Männer in Schweine verwandelt

– wozu es allerdings gar keiner Zauberei bedürfte

für schöne Frauen.

Jim Joyce sitzt dort melancholisch in einer Ecke

spielt seine Gitarre, wird gefragt

warum er den Ulysses geschrieben hat

wie er ihn geschrieben hat und antwortet nur:

Damit die Herren Professoren dreihundert Jahre lang

forschen können, was alles ich damit gemeint haben könnte.

In Dublin, wo der Bloomsday heute

ein Feiertag ist wie der St. Patricks Day

der einzige Feiertag der Welt offenbar

der einem Roman gewidmet ist

und wo Joyce am 16. Juni 1905

ein Date hat mit der schönen Nora Barnacle

dem Zimmermädchen aus Finns Hotel

an dem Tag habe sie ihn, wie sie später erzählen wird

zum Mann gemacht

in Dublin also, beim legendären Bloomsday Rundgang

nach Aufenthalten in etlichen Pubs

treffend genannt: Pub crawling

lautet eine der Stationen auch

„sich am Strand von Sandymount

unanständigen Dingen hingeben“

– eine reizende Szene aus Joycens Version

von der kleinen Liebesgeschichte der Königstochter Nausikaa

mit dem schiffbrüchig an Land gespülten Odysseus.

Und immer wenn ich mit meinem Boot in Triest anlege

wo Joyce als Englischlehrer für Berlitz arbeitet

und begonnen hat, am Ulysses zu schreiben

treffe ich ihn auf der Ponte Rosso

trinke dann mit ihm und seinem Freund Italo Svevo

einige Gläser im Caffe degli Specchi

auf der Piazza Unita d’Italia

bis Nora erscheint um ihren Joyce abzuholen

und uns rügt, dass wir ihn wieder zum Saufen verführten.

Und wenn Nora richtig verärgert ist sagt sie zu Joyce:

Morgen lass ich unsere Kinder taufen und überhaupt

manchmal denke ich… ja, manchmal denke ich

du wärst besser Sänger geworden als Schriftsteller …

Auf ihre Stimme also, hoch geschätzter Maestro Joyce!“

 

aus Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas; 450 Seiten, Edition P.E.N. im Löcker Verlag, 29,80; ISBN 978-3-85409-958-1

15.6.

Weil jetzt alle auf Frau Strache losgehen –

wie, glaubt ihr denn, sind die meisten andern

die im Nationalrat sitzen, nominiert worden?

Nach einem exzellenten Abschluss an einer Universität?

Nach einer steilen Karriere in der Privatwirtschaft?

Oder eher nach einer Laufbahn

als braver Parteifunktionär und erfolgreicher Parteiintrigant?

 

Man muss sich damit abfinden, dass im Nationalrat

mehrheitlich mediokre Menschen sitzen

Parteifunktionäre, die meist nichts gelernt haben

und für die eine Laufbahn in der Politik

der einzige Weg zu einem gehobenen Einkommen ist.

Muss man?

 

#

Endlich Michel Foucaults Die Geständnisse des Fleisches

auf deutsch erschienen

der vierte Band zu Sexualität und Wahrheit.

Aus dem dritten, Die Sorge um sich

habe ich im Lauf der Zeit mehrmals zitiert.

Und nachdem schon dieser posthum erschienen war

war ein vierter Band, 35 Jahre nach Foucaults Tod

die große Überraschung.

Bin gespannt.

#

Karl Kraus lynchen?
In der New York Times ist jetzt die tägliche Karikatur
der Political Correctness zu Opfer gefallen.
Die gleiche Tendenz setzt sich auch bei uns durch.
In den Redaktionen werden die „erregungsbereitesten
Leser“ als Maßstab angelegt und alles zensiert
was diese zu einem shitstorm animieren könnte.
Jetzt trifft es die Karikatur, bald die Satire.
Oder, frei nach Erich Fried:
Die Unkorrekten werden geschlachtet.
Die Welt wird korrekt.

 

#

FLANEURGESCHICHTEN

Die vielleicht schönste Erzählung zu Europa.

„Stoße auf die Geschichte von Patrick Leigh Fermor

britischer Schriftsteller, im Krieg Geheimdienstmajor
der 1944 in einer kühnen Aktion Heinrich Kreipe entführt

den kommandierenden deutschen General auf Kreta

und sich mit seinem Gefangenen in die Berge absetzt.
Als dieser bei einer Marschpause auf einem Berggipfel
angesichts des Meeres und der arkadischen Landschaft

Verse von Horaz murmelt

setzt Fermor diese fort.
Der deutsche General ist überrascht
und in diesem Moment ist der Krieg beendet
für den britischen Major und den deutschen General:
sie hatten aus derselben Quelle geschöpft: Europa.

Welchen Text der General zitierte

wird nicht berichtet

vielleicht war es der Satz aus den Epoden

der auf der Fassade meiner alten Schule stand

oben über all dem Efeu:

BEATUS ILLE QUI PROCUL NEGOTIIS …

und der Major hätte fortgesetzt:

SOLUTUS OMNI FAENORE!

Man hätte gelacht und gemeinsam Nestors Gefäß gehoben“

(Quartier 1: City)

 

aus Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas; 450 Seiten, Edition P.E.N. im Löcker Verlag, 29,80; ISBN 978-3-85409-958-1

 

#

Habermas 90 (2)

Oke, zu Habermas noch was Leichtes

ein Limerick aus dem Frankfurt der 60-er Jahre:

Adorno saß im Cafè Laumer

Und traute seinen Augen kaum mehr

Denn auf der Straße sah er was

Das ungeniert Pommfritten aß

Es war Kollege Habermas

 

#

Habermas 90 (1)

„Die Zeit“ ist heute Habermas zum 90-er gewidmet

was mich erinnert

ihm ein Zitat aus meinem Faust III zu widmen.

Es treten auf: Faustina, Erbin des faustschen Konzerns

Margret, Faustens exzellente Tochter, Professorin an der LSE

und Homuncula, eine Androidin mit artificial intelligence:

FAUSTINA

Mein Vertrauen in die Urteilskraft der Bürger ist gering.

Im Interesse des Volkes …

MARGRET

… ist dem Volk zu misstrauen

HOMUNCULA

Diskussion ist nötig

muss aber von Regeln der Vernunft geleitet sein …

MARGRET

… woran es oft mangelt

HOMUNCULA

Demokratische Entscheidungen

sollen nicht nur den Willen der Mehrheit widerspiegeln

sondern ein vernünftiger Ausdruck des Willens sein

schrieb Habermas

den ich hier, mit Verlaub, vom Kopf auf die Füße stelle:

nicht vernünftiger Ausdruck des Willens muss es heißen

sondern Ausdruck eines vernünftigen Willes

MARGRET

Hahaha, Habermasens „Kommunikatives Handeln“

vier Bände, zweitausend Seiten, in zwei Zeilen …

HOMUNCULA

… und auf den Kopf gestellt

12.6.

 

FLANEURGESCHICHTEN

„Robert Hochner, der beste Anchorman

den der ORF je hatte

ein versierter, fairer, unparteiischer

und nur wenig eitler Journalist

las jeden Abend

ehe er sich auf den Weg ins Studio machte

im Cafè Hawelka die ausländischen Zeitungen

bewusst vor allem die ausländischen

um für sich die richtige Gewichtung

zwischen Österreich und dem Rest der Welt herzustellen

was Teil seiner Qualität war

bei uns aber immer gern verfehlt wird.

Es waren die 90er und es war klar

dass er einer der ersten war

der eins der neu auf den Markt kommenden Handys nutzte.

Am Hawelka-Stammtisch gab es allerdings keinen Empfang

zu viele hohe Mauern rundherum

WLAN gab es noch nicht

weshalb Hochner zum Telefonieren stets vor die Tür gehen musste

so wie heute die Raucher.

Die Bank für die ich damals arbeitete finanzierte bald darauf

das erste private Handynetz des Landes,

das sich anfangs max.mobil nannte, später T-mobile

und ich wurde in dessen Gremien entsandt

um marketingmäßig nach dem Rechten zu sehen.

Klar dass ich einer der ersten war

der eins der neuen max.mobil handys besaß und

– vielleicht sorgte das Unternehmen ja auch extra dafür –

am Hawelka Stammtisch hatte ich damit sogar Empfang.

Hochner saß also wieder mal neben mir

in die New York Times vertieft

und ich begann  zu telefonieren.

Wenn ein Mensch Stielaugen kriegen kann – er kriegte sie.

S i e  haben hier Empfang! sagte er

was für ein Handy zum Teufel ist das …

Klar, tags darauf besaß auch er so eins“

 

aus Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas; 450 Seiten, Edition P.E.N. im Löcker Verlag, 29,80; ISBN 978-3-85409-958-1

 

#

Mein London-Pentalogie ist nahezu vollendet;

ein Titel fehlt noch, kommt nächstes Jahr raus.

– Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas; Wien 1919

– Alfred Zellinger, Doktor Faustus in London. Banker, Oligarch;

Wien 1917

– Alfred Zellinger, Flash Poetry; Wien 1916

– Alfred Zellinger, City Boys; Wien 1915

Und als work in progress:

– Alfred Zellinger, Faustina die Erbin. Ein Epilog

 

Alle Titel in der Edition P.E.N. im  Löcker-Verlag..

#

Es ist an der Zeit, Rendi-Wagners Berater zu feuern, sorry.
„Sie schützt unser Wasser!“ fällt denen bloß ein.
So wird das nichts, Freunde.
Empfehle etwas aggressivere Slogans:
„Sie schützt uns vor völkisch-nationalistischen Dumpfbacken“ zum Beispiel
vielleicht etwas freundlicher formuliert
oder „Sie schützt uns vor Möchtegernfaschisten“
oder „Sie schützt uns vor karrieregeilen Blendern“
oder „Sie schützt uns vor Polizeistaatsfanatikern
und Geheimdienstintriganten“
und vor allem:
„Sie schützt und vor inkompetenten
ungebildeten Nur-Politikern“

 

#

Wahl (12)

Kleine Nachhilfe in österreichischer Verfassung nötig

Herr cand. jur. Kurz?

„Das Parlament hat entschieden.
Am Ende des Tages entscheidet das Volk!“

giftete Kurz bei seinem Rauswurf.

In seiner Wahlwerbung, immer noch empört

hat er das schlau gedreht
„Rot-Blau  hat bestimmt, das Volk wird entscheiden“.

Irrtum, Kurz.

Das Volk wählt ein Parlament

und das wird wieder über den Kanzler, ja, bestimmen.

 

 

 

11.6.

Mein London-Pentalogie ist nahezu vollendet;

ein Titel fehlt noch, kommt nächstes Jahr raus.

– Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas; Wien 2019

– Alfred Zellinger, Doktor Faustus in London. Banker, Oligarch;

Wien 2017

– Alfred Zellinger, Flash Poetry; Wien2016

– Alfred Zellinger, City Boys; Wien 2015

Und als work in progress:

– Alfred Zellinger, Faustina die Erbin. Ein Epilog

 

Alle Titel im Löcker-Verlag.

 

10.6.

9.6.

FLANEURGESCHICHTEN.

„ … es sind reale und virtuelle Geschichten

Begegnungen mit Lebenden und mit Toten.

In Rom sind es Ovid am Kapitol

und Horaz am Forum

es ist Vergil im Porto di Roma, wo Aeneas landet

es ist der 18-jährige Giacomo Casanova im Greco

den wir später wieder treffen werden in Wien, Triest und Venedig

es ist Goethe in der Via del Corso

und Nietzsche in einem Beichtstuhl des Petersdoms

im Caffè Specchi in Triest

sind es James Joyce und Italo Svevo

in Venedig Thomas Mann im Florian,

Hemingway in Harrys Bar

und Peggy Guggenheim bei ihrer Party

im Palazzo Venier dei Leoni

in Wien sind es Arnold Schönberg im Cafè Museum

und Karl Kraus im Imperial

im Gmundner Cafè Brandl ist es Thomas Bernhard

es sind die father of minimal music

Terry Riley und Michael Nyman

beim Segeln auf dem Traunsee;

auf Sylvia Beachs Pariser Party

in ihrem Buchladen Shakespeare & Company

sind es James Joyce, Marcel Proust, Henry Miller und Anais Nin,

es sind Picasso und Hemingway

bei Gertrude Stein in der Rue de Fleurus

in Philippe Starcks Pariser Cafe Costes sind es

Zola, Heine, Bourdieu, Debord, Baudrillard und Foucault;

es ist Walter Benjamin in seinem Pariser

und Friedrich Engels in seinem Londoner Exil …

eine europäische Flanerie, verdichtet zur europäischen Erzählung.

und einer neuen europäischen Identität

– eine Anmaßung, ich weiß.“

(aus Quartier 1: City)

#

Ist Trooping the colour
nicht eigentlich der bessere Life Ball?

 

#

Gott habe die Welt in 6 Tagen erschaffen, sagt man.
Für den Sommerblazer allein braucht mein Schneider
schon 6 Wochen …

#

FLANEURGESCHICHTEN

„… meine Bücher schrieb ich meist

in Wiens Cafè Hawelka.

Bis auf das eine aus dem Rosati in Rom

und das andere aus dem degli Specchi in Triest

und das aus Venedigs Florian

und das aus dem de Flore und dem Costes in Paris

und das aus den St. Katherine Dock’s

und dem The Ship in London …

und jetzt fang ich im Rosati wieder von vorne an“

Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas, Edition P.E.N. bei Löcker, 450 Seiten, Großformat 15,5 x 23,5, 29,80,-, ISBN 978-3-85409-958-1

 

 

8.6.

FLESH SHAMING?

„Wer noch ins Flugzeug steigt ist ein Klimasünder“

sagen manche und fördern eifrig etwas

was sie „Flight Shaming“ nennen.

Leider könnte man ebenso gut sagen:

„Wer noch Fleisch isst, ist ein Klimasünder“.

Die Fleischproduktion bewirkt mehr CO2-Ausstoß

als der ganze Flugzeug-, Schiffs- und Autoverkehr zusammen.

Womit ich als neue Scham „Flesh Shaming“ etabliere.

Und ich hoffe, alle, die andern das Fliegen vermiesen wollen

haben schon lange ihren Fleischkonsum eingestellt.

Sonst wären sie nämlich Heuchler.

#

FLANEURGESCHICHTEN

„… meine Bücher schrieb ich meist

in Wiens Cafè Hawelka.

Bis auf das eine aus dem Rosati in Rom

und das andere aus dem degli Specchi in Triest

und das aus Venedigs Florian

und das aus dem de Flore und dem Costes in Paris

und das aus den St. Katherine Dock’s

und dem The Ship in London …

und jetzt fang ich im Rosati wieder von vorne an“

 

Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas, Edition P.E.N. bei Löcker, 450 Seiten, Großformat 15,5 x 23,5, 29,80,-, ISBN 978-3-85409-958-1

#

Wahl (11)
Warum es momentan kaum
„bedauerliche Einzelfälle“ gibt?
Weil die Kellernazis nicht mehr in der Regierung
sondern wieder in ihren Kellerlöchern sitzen.

 

#

Stilvolles Bücherlager von Löcker
im Untergrund von Wien.
Hier muss der Dritte Mann erdacht worden sein
und hier liegen also meine unverkauften Bücher ..

7.6.

7.6. 2019: erschienen.

Alfred Zellinger, Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas, Edition P.E.N. bei Löcker, 450 Seiten, Großformat 15,5 x 23,5, 29,80,-, ISBN 978-3-85409-958-1

 

„Mit dem Blick des Flaneurs streift er durch Europas Städte,

notiert Geschichten wo er auf sie trifft,

fügt diese sich zur Collage einer persönlichen, imaginären Metropole, die ohne konkrete geographische Koordinaten irgendwo schwebt zwischen Rom, Triest, Venedig, Wien, Paris und London.“

Wers unbedingt selbst bestellen will:

http://www.loecker-verlag.at/sites/dynamic.pl?sid=20190606152640nyne&&action=shop&item=618&group=38

6.6.

 

Eröffnung Albertina

Sean Scully: ELEUTHERA

ein neuer, mehr gegenständlicher Scully …

#

Noch so ein Tag mit 30 Grad.

Tage, an denen ich leider

mindestens einmal jede Stunde

in der Bibliothek zu tun habe.

#

  1. Juni 1944. D-Day.

Amerikaner treten die Nazis endgültig in den A….

und ein paar Monate später ist es vorbei

mit dem kurzen „1000-jährigen Reich“.

Danke!

Wird nicht noch einmal nötig sein.

Beim nächsten Mal sollten wir selbst

mit den Drecksäcken fertig werden.

 

#

Wahl (10)

Thurnher im Falter:

„Rendi-Kickl-Koalition“ ist der aktuelle Anpatzer

eines Mannes, der gerade selber eineinhalb Jahre

in einer Kurz-Kickl-Koalition herumgepatzt hat“

 

#

Wahl (9)

Geht Kurz eigentlich schon jemandem wirklich ab?

 

#

Lese Bret Easton Ellis, Weiß.

Ich nenne diese Generation seit langem

„Generation Overcharged“

er nennt sie „Generation Weicheier“.

Passt auch.

 

#

Bei dieser Regierung von Expertinnen und Akademikerinnen

könnte auch den schlichten Gemütern im Land dämmern

von welch erbärmlichen Figuren sie zuletzt regiert wurden.

3.6.

Im Vorgarten wieder, anstelle eleganter Sträucher

wie hier in Hietzing sonst zu erwarten

Paradeiser, Zucchini und Gurken gepflanzt

samt sturmfesten Rankstäben.

und Salatbeete angelegt.

Brauche etwas Bewegungspausen beim Schreiben.

#

Analogie.

„Wirbel um Skandalvideo!“

Nein, nicht um das aus Ibiza geht es.

Sondern vom Polizeiübergriff am Freitag in Wien.

Geprüft wird bereits hektisch eine allfällige Strafbarkeit

– des Filmers.

 

#

In Kurier und Presse wird

– von den üblichen Verdächtigen –

noch heftig gestänkert

gegen die unerhörte, einer Blasphemie gleichenden

Abwahl der Regierung Kurz

nach dem Motto: Jo dürfens den dös!

Autoritätsfixiert seit der Monarchie.

 

#

Unterschiedliche Beurteilung der aktuellen österr. Innenpolitik.

Im Ausland: „Sternstunde der Demokratie“

In der Presse:

„Regierung grundlos gestürzt!

Von Parlamentariern die nicht dem Staatswohl folgten

sondern ihrer Partei“

 

#

Ins Hawelka spaziert einer vom Typus „Landbaron“

und fühlt sich bemüßigt, beim Eintreten laut „Grüß Gott!“

nicht zu sagen, sondern ums Auffallen bemüht, zu rufen.

Ich hebe das Glas und erwidere launig mit Voltaire:

„Es gibt keinen Gott und Mohammed ist sein Prophet“

2.6.

Wahl (7)
„Heute hat das Parlament entschieden.
Am Ende des Tages entscheidet das Volk!“
drohte Kurz noch, als er gefeuert war.
Etwas Nachhilfe, Kurz,
in demokratischer Verfassung:
Ja, am Ende des Tages entscheidet das Volk.
Aber über das Parlament.
Und dieses könnte Sie dann zum Kanzler machen.
Wenn es denn will. Und Ihnen vertraut.
Ich würde Ihnen nicht trauen, Kurz.

 

#

Tja, das Recht müsse der Politik folgen
meinte einst ein gewisser Kickl.
Und dann kam die Juristin Bierlein …
I like irony / in history

1.6.

Wahl (2)

Ob Kurz auch diesmal noch hinreichend Blöde findet

die auf das Reizwort „Tal Silberstein“ reinfallen.

Ausprobieren tut er es jedenfalls schon.

 

#

Wahl (3)

Haha, Bezeichnung von Dr. Philoponus auf Twitter für die gegenwärtige politische Situation in Österreich:

„Faschismus interruptus“.

 

1.6.

#

Wahl (4)

Kurz verkündet groß, für die nächsten Monate

auf sein Kanzlergehalt zu verzichten

– das ihm, wie man erfährt, allerdings gar nicht zustünde …

Gut, so übe ich mich jetzt im „Verzichten“ nach Methode Kurz:

Ich verzichte jetzt erst mal auf den Literaturnobelpreis!

 

#

Wahl (5)

Müsste ich jetzt nach Kurzens Entlassung

sein Dienstzeugnis schreiben, wäre der zentrale Satz darin:

„Herr Kurz hat sich im Rahmen seiner Möglichkeiten bemüht,

die in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen“

– der Code, mit dem Personalisten ihre Kollegen

in anderen Unternehmen vor dem Typen warnen:

Von dem ist nicht viel zu erwarten.

#

Wahl (6 )

Ich bin ja nicht grundsätzlich g e g e n Kurz.

Er ist ein geschickter Bursche.

Ich bin nur f ü r die Österreicher

und mag es nicht, wenn die in Scharen für dumm verkauft werden

oder besser, sich willig und in Scharen für dumm verkaufen lassen.

 

31.5.

Werde bis zur Wahl, unregelmäßig und je nach Laune, Wahlkampfpostings schreiben. Hier das erste:

Wahlkampf (1):

Ob Kurz diesmal noch hinreichend Blöde findet

die ihm auf den Schmäh von der Balkanroute reinfallen?

 

#

Upgrade für Österreich.

Polybios nennt in seinem „Verfassungskreislauf“

die degenerierte Form der Demokratie: Ochlokratie

Herrschaft des Pöbels statt Herrschaft des Volkes

manche nennen sie heute Kakistrokratie

Herrschaft der Schlechtesten.

Beides hatten wir schon.

2 Regierungsformen stehen dem entgegen:

die Meritokratie, Herrschaft durch Leistung und Verdienst und

die Epistokratie, Herrschaft der Wissenden.

Was wenn das Volk dahinterkäme

dass seine sog. „Übergangsregierung“ von beidem was hat

und an Mitglieder künftiger Regierungen

höhere Ansprüche stellte als zuletzt?

 

Jeder Konzern, jedes Bankhaus fordert höhere Qualifikationen

von Bewerbern für seine Abteilungsleiter

als das Parlament für seine Minister.

 

#

Angenehme Rede Bierleins beim Bundespräsidenten.

Hahaha, ungewohnt, dass eine Präsidentin neben einem Präsidenten steh und vor allem ungewohnt, dass eine Person mit akademischem Gewicht in eine politische Funktion kommt.

Auch die ersten Ministernamen, die Bierlein nennt, sind gewichtig: Jabloner und Schallenberg, 2 ausgewiesene Experten – welch ein Unterschied zu manchen Figuren, die sonst von Parteien in diese Ämter gehievt werden.

 

#

Gute Idee, die Bierlein als Kanzlerin.

Könnte nach der Wahl gleich bei einer Kanzlerin bleiben

samt Vizekanzlerin.

Und das Land wäre jedenfalls ein besseres.

 

#

Immerhin hat der Brexit jetzt schon 2 Premiers
den Job gekostet. Weiter so.

 

#

Für die Kickl-Pferde muss übrigens noch gesorgt werden.

Empfehle das Gut Aiderbichl.

 

#

Die Übergangsregierung hat gerade alle Hände voll zu tun

die größten Dummheiten und Bosheiten

der Regierung Kurz 1 zu stoppen

jedenfalls dort, wo es leicht geht:

der 1,50 Euro-Erlass wurde wieder aufgehoben

Goldgruber wird nicht Sicherheits-Generaldirektor

die Sistierung des Rauchverbotes wird wohl bald sistiert.

und die „Ausreisezentrum“-Schilder sind endgültig beseitigt.

Nur für die speziell angefertigten Sonderuniformen

Kickls und Goldgrubers fand sich keine vernünftige Verwendung.

 

29.5.

Boris Johnson muss wegen seiner Brexit-Lügen
vor Gericht. Im Fall einer Verurteilung droht eine
empfindliche Gefängnisstrafe.
Unerhört!
Wo kämen wir denn hin, wenn lügende Politiker
sich strafrechtlich verantworten müssten!
Der Bundespräsident müsste dauernd
Übergangsregierungen angeloben …
In Österreich gibts natürlich keine
auch nur annähernd vergleichbare Strafgesetze.

#

Die Übergangsregierung hat gerade alle Hände voll zu tun

die größten Dummheiten und Bosheiten

der Regierung Kurz 1 zu stoppen

jedenfalls dort, wo es leicht geht:

der 1,50 Euro-Erlass wurde wieder aufgehoben

Goldgruber wird nicht Sicherheits-Generaldirektor

die Sistierung des Rauchverbotes wird wohl bald sistiert.

und das „Ausreisezentrum“-Schild ist endgültig beseitigt.

Nur für die speziell angefertigten Sonderuniformen

Kickls und Goldgrubers fand sich keine vernünftige Verwendung.

28.5.

Sieht nicht so aus als hätte Sebastian Kurz

aus seinem Rauswurf schon was gelernt.

Demokratie statt Egomanie zum Beispiel.

Hoffe, die Parteien, die ihn gestern gefeuert haben

bleiben dabei, ihn mores zu lehren.

 

#

Ist nicht Belgien in jüngster Zeit fast 2 Jahre lang

recht gut ohne Regierung ausgekommen?

Spötter sagten ja, es lief ohne Regierung sogar besser …

Keep calm and carry on.

 

#

Fast ein tägliches Ibiza.

Der OGH entscheidet im Rechtsstreit Wolfgang Fellner/Österreich gegen Jeannee/Kronenzeitung: Jeannee darf straffrei genannt werden „Sudelfeder“, mit „dreckiger Fantasie“ und „Kolumnistenschuft“. Behauptungen zur ständigen Alkoholisierung Jeannees muss Fellner jedoch unterlassen.

 

#

Sind die wirklich weg?
Ich schau heut sicherheitshalber unters Bett.

 

#

Ist am kommenden Donnerstag
eigentlich wieder Donnerstag?

 

#

Leute! Ein Sommer ohne das salbungsvolle Kanzlerkurzgelaber droht!

 

#

Im Parlament heute am Spielplan

„Demokratie schlägt Egomanie“.

Durchschlagender Premierenerfolg.

Könnte zu einem Volksstück zu werden.

 

#

Und jetzt alle im Chor: Kurz, unser Märtyrer!

Oft üben bis zum Herbst!

 

#

Misstrauensantrag im Parlament angenommen.

Das nennt man wohl

mit einem nassen Fetzen aus dem Amt jagen

 

#

Woher sollte es denn Sebastian Kurz auch wissen

wie das mit dem Parlament so läuft?

Er war doch noch gar nicht geboren

als die Demokratie in Österreich gegründet wurde.

 

Übrigens: nicht einfach gegründet wurde,

sondern wieder gegründet werden musste.

Nach einer Unterbrechung durch 2 faschistische Systeme

eine davon angezettelt durch die Christlichsozialen,

 

#

Amüsiere mich immer, wenn FPÖ-Funktionäre

so wie eben wieder Norbert Hofer

die „exzellente österreichische Bundesverfassung“ loben

(und sie ist in der Tat exzellent).

Bei Reden unter ihresgleichen heißt das sonst immer:

„die vom Juden Kelsen geschriebene Verfassung“

 

#

Fühle mich seit Jahrzehnten mehr als Europäer

denn als Österreicher

schon länger als es eine EU gibt

es war die Odyssee, die meine europäische Identität begründete

und Vergils Aeneis, die mir die Idee des Abendlandes gab.

Und so hätte ich als Alternative

in Londons St. Katherine Docks

einer stillen Yachtmarina, fünf Minuten von der City

gleich unterhalb der Tower Bridge

einen Platz, reserviert für mein Boot.

Kenne etliche Banker und Trader

„City Boys“, wie man sie hier nennt

(habe ihnen 2015 ein Buch gewidmet)

die während der Arbeitswoche, spätnachts

statt zu ihren Villen nach Highgate hinaus zu fahren

auf ihren Booten übernachten

und des Morgens, wenn die Sonne aufgeht

von der Canary Wharf herauf

den ersten Kaffee des neuen Arbeitstages

auf ihrer Flybridge trinken.

#

Kann ja durchaus sein,

wie einige hier nicht müde werden zu betonen

dass Sebastian Kurz nach der Herbstwahl

wieder eine Regierung versuchen darf.

Trau ich dem Wahlvolk durchaus zu.

Aber erstens ist es manchmal vorrangig

unabhängig von wahltaktischen Überlegungen

einfach Haltung zu zeigen, wie jetzt zu Kurzens Rauswurf

und zweitens wird es auch bei einem möglichen „Kurz2“

keine Neuauflage der vor allem personal widerwärtigen

Konstellation wie zuletzt geben.

26.5.

Manchmal bin ich sogar beim Wahlvorgang sarkastisch:

Bei der letzten Wahl marschiere ich wie immer

nachmittags ins Wahllokal in der Veitingergassen-Schule

bei der Tür stehen drei Leute im Gespräch

die ich nicht als Wartende registriere auch nicht beachte.

Ich marschiere also einfach an ihnen vorbei

auf den Tisch des Wahlvorsitzenden zu

der mich aber unfreundlich anherrscht

was ich denn hier wolle.

Worauf ich trocken sage „Wählen, zum Beispiel“ –

womit ich die Lacher unter den Beisitzern auf meiner Seite hatte.

#

„When they go low, we go high“
(Michelle Obama)

 

#

„Der Charakter eines Landes steht auf seinen Stimmzetteln“ (Barack Obama)

 

#

„Was war doch gleich die signifikanteste Leistung

der Regierung Kurz?“

„Abgesehen vom Herumbasteln an Sozialleistungen

und Bosheiten gegen Flüchtlinge?“

„Ja“

„Dann war es die Rücknahme des Rauchverbots.“

 

#

„Staatskrise“ ist das momentan heuchlerischeste
Schlagwort der Republik.

#

Frei nach Karl Kraus:
Der FPÖ-Wähler ist die einzige Spezies
die durch Schaden noch dümmer wird.

#

Aktuell verbreitete Rechtsvorstellung unter Rechtssympathisanten …

(Bild: Karl Berger)

 

#

Hatte vor, am Sonntag Neos zu wählen,

Sie haben die entschiedenste Haltung für Europa;

doch mit ihrer Anbiederung an die ÖVP haben sie mich davon geheilt. Wir brauchen keine neuen Steigbügelhalter für einen Kurz.

Auch wenn sie das für eine gute Strategie halten …

 

#

Misstrauensvotum?

Verbaut doch Kurz nicht die Chance

sein Studium wieder aufnehmen zu können!

 

#

Staatskrise?
Keep calm and carry on

 

#

Biete Jobs als Fensterputzer, Küchenhilfe
und Gärtner. Grünlage. 1,50 € pro Stunde …

 

#

Zellinger, Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas.

Edition P.E.N. bei Löcker, 450 Seiten, erscheint im Juni.

 

23.5.

„Ausreisezentrum“-Tafeln wieder abmontiert,

1,50 Euro-Verordnung sistiert

Freundchen Goldgrubers Aufstieg

zum Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit unterbunden.

Operettenputsch auf den BVT gescheitert …

nur die Pferde dürfen bleiben, die können nichts dafür.

Vom GrIMaZ, dem größten Innenminister aller Zeiten

bleibt nur die wenig getragene Sonderuniform

#

„AUSREISEZENTRUM“
– diese krankhaften Ausgeburten eines boshaften Innenministers

sind hoffentlich schon abmontiert.

 

#

Österreich. Land der Pharisäer.

Wie sie alle jetzt argumentieren, beschwören, geradezu wimmern

nur ja ihrem Kurz, dem Heiland

am Montag nicht das Misstrauen auszusprechen

von der katholischen Kirche, über ehemalige Schüssel-Helfer

bis zu Kurz-Gläubigen und bis zu den üblichen SPÖ-Hassern.

In jedem Satz schwadronieren sie daher von „staatspolitischer Verantwortung“, die von der Opposition zu fordern sei

beschwören den „Respekt vor dem Gemeinwohl“

und die „Staatsraison“, die es zu wahren gelte

warnen vor einem herbeifantasierten Märtyrertum

das sich bei der Wahl sicherlich rächen würde

lügen daher, ein Misstrauen gegen Kurz wäre zugleich

eines gegen die ganze „gerade erst neu bestellte Regierung“

drohen verschwörerisch mit einer „Staatskrise“

die dann unweigerlich entstünde …

Österreich. Land der Pharisäer.

#

Rendi-Wagner muss am Montag Mut beweisen
sonst ist sie verloren – für Jahre.

 

#

Hahaha, über die Kathpress warnt die katholische Bischofskonferenz de facto vor dem Misstrauensantrag gegen Kurz.
Bald werden die Pfarrer wieder von der Kanzel
für die gottgefällige ÖVP predigen.
Wie einst im Austrofaschismus
auch genannt Klerikofaschismus.

 

#

Dank Strache & Kurz verwechselt man wenigstens
Austria jetzt nicht mehr so leicht mit Australia

 

#

Schlage den Mann als Träger des Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich vor.

 

#

Wie lang dauerts eigentlich
bis ein durchschnittliches Wahlvolk
einen Blender erkennt?

 

#

Weil da immer noch manche sich mehr über die Demaskierung

ihrer Ibiza-Helden empören als über deren kriminelle Neigung

und peinliches Verhalten, zur Legitimität der Ibiza-Demaskierung gestern Prof. G.in der Presse:

„Liegt das Ziel darin, Schaden von der Demokratie abzuwenden

und Politiker in ihren Machenschaften zu entlarven

steht das öffentliche Interesse über dem privaten Interesse

des Politikers … wenn Rechtsstaat und Demokratie in Gefahr geraten, zählt es zur ethischen Pflicht des politischen Journalismus

zur öffentlichen Urteilsbildung durch Demaskierung beizutragen.

21.5.,

Soll jetzt bitte niemand so tun,

als ob zur Stabilität in Österreich

einzig ein Kanzler Kurz nötig wäre.

Der erst den ganzen Schlamassel verursacht hat

indem er sich von einer Partei zur Macht verhelfen ließ

über deren Wesen kein Vernünftiger im Zweifel sein konnte.

Das Ibiza-Video hat keine überraschenden Neuigkeiten aufgedeckt

sondern es bloß unmöglich gemacht

die üblichen bequemen Lügen

vor der Öffentlichkeit aufrecht zu halten.

 

#

WER WAR DAS!
Die Frage, die jetzt vor allem FPÖ-Sympathisanten
vordringlich interessiert.
Die Russen dementieren.
Tal Silberstein dementiert.
Böhmermann und der ZDF dementieren.
Das „Zentrum für politische Schönheit“ dementiert …
halt … die dementieren nur zweideutig:
„Wir können dazu nichts sagen“

 

#

Die Welt“ heute.
Wiener Lehren: CDU ist gewarnt –
auch in der AfD gibt es viele kleine Straches …
kurz: Spiel nicht mit den Schmuddelkindern.

 

#

Unerhört!
Das Parlament macht womöglich
von seinem Recht Gebrauch
dem Kanzler das Misstrauen auszusprechen.
Ja, wo samma denn!

 

#

Brav!
Die Ex-FPÖ-Minister haben sich indessen
alle in ihrem neuen „Ausreisezentrum“ versammelt.
An den Stacheldrahtzäunen drängt sich ihr Wahlvolk

und skandiert: JETZT-ERST-RECHT!

 

#

Mehr als die kriminelle Gesinnung ihrer Ibiza-Helden

scheint manchen Freunden hier

deren Demaskierung zu empören.

 

20.5.

Falls da bald ehemalige FPÖ-Minister arbeitslos werden –

ich hätt ein paar 1,50-Euro-Jobs anzubieten …

#

Momentan häufigster Satz in der österreichischen Innenpolitik:

„Es wird no a bisserl dauern“

 

#

Sooo gemein von der Süddeutschen …

#

Was ist schon der Brexit gegen Kickxit und Kurxit!

19.5.

Heute gelernt:
Was verbindet Europa am stärksten?
Pizza!

#

Fest für Europa am Heldenplatz.

„Ostbahn Kurti“ beginnt sein Konzert etwa so:

„Heut früh bin i aufgwacht …

und irgendwos woar besser im Land…

woar gestern wos los bei uns?

Is da Vollmond scho vorbei oder wos?“

Im Block der „Omas gegen Rechts“

erlaube ich mir dann einen Witz

der meinem Alter schon ansteht:

frage eine der Omas, die übrigens ganz un-omahaft jung aussah:

„Ich hoffe, Opas gegen Rechts sind bei euch mit-gemeint“.

Mehr brauchte ich nicht und schon war ich eingeladen

weiß nicht einmal, ob sie die feministische Anspielung

überhaupt bemerkt hat …

 

#

Übrigens: Wonach hat Kickl im BVT eigentlich wirklich suchen lassen?

 

#

Übrigens: war es nicht Kickl, der mehr Video-Überwachung forderte?

 

#

Lieber ORF! Ich wüsste jetzt 2 Teilnehmer für die nächsten „Dancing Stars“. Interessiert?

 

#

An jenem Nachmittag des 18. Mai

auf dem Ballhausplatz in Wien

vor den Kameras der internationalen Sender

im Sound energischer Sprechchöre

und dem gellenden Fortissimo der Trillerpfeifen

gerichtet hinauf zu den Fenstern des Kanzlerbüros

dann im gemeinsamen Gefühl der Befreiung

als die TürkisBlauBraune Koalition

mit einem leisen Wimmern zusammenbrach

an jenem Nachmittag

war etwas wie ein historischer Moment zu fühlen

ein neuer Rhythmus der 2. Republik

der zu dem einer 3. Republik werden könnte

jener, die ihre Geister der Vergangenheit

endgültig in die Löcher verbannt hat

aus denen sie gekrochen sind.

 

#

Lese in Vorbereitung einer Arbeit seit einigen Tagen

wieder Simone de Beauvoirs Werk.

„In den besten Jahren“ endet im August 1944

als Paris von den Nazis befreit wird

durch die Royal Air Force und die Division Leclerc.

Und gestern, am Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt

als die türkisblaubraune Koalition unterging

mit einen kläglichen Wimmern

konnte ich Simone de Beauvoirs Gefühl der Befreiung

unter den Anwesenden gut nachvollziehen

 

18.5.

Was mir auffällt ist, dass jetzt gerade Menschen

die ich ohnehin heimlicher Sympathie

mit den Rechten verdächtige

sich besonders viele Gedanken machen

woher dieses Ibiza-Video denn überhaupt stamme

wer es denn in Auftrag gegeben habe

und warum es denn so lange gedauert habe

bis es veröffentlicht wurde

und wer denn daran Interesse gehabt haben könnte

und ob denn solche Methoden nicht streng zu verurteilen wären

und wahrscheinlich stecke ja wieder der Jude Silberstein dahinter …

 

#

Aus einer österreichischen Familiengeschichte:

– Gudenus-Vater, Altnazi, muss nach Holocaust-Leugnung … pardon: Relativierung …. als FPÖ Abgeordneter zurücktreten

– Gudenus-Söhnchen, irgendwie Neo…, muss nach Aufdeckung seiner kriminellen Gesinnung als Abgeordneter und FPÖ Clubchef zurück treten … Gibt’s noch ein paar Gudenus in der Politik?

 

#

Pressefreiheit vs. Politik: 1:0

 

#

„Sowas sitzt in Österreich an der Spitze einer Regierungspartei“ schrieb ich gestern noch; muss mich korrigieren: Sowas s a ß in Österreich an der Spitze einer Regierungspartei.

 

#

Der Angriff der Rechtsextremen auf die Pressefreiheit

in Österreich ist erstmal gründlich misslungen.

Und die Presse hat adäquat zurück geschlagen.

Dumm gelaufen, FPÖ.

 

#

Game Over (1)

Österreich spielte wieder mal Kabarett / für die Welt

und heute vor den internationalen Medien am Ballhausplatz.

Aber immerhin: das österreichische Wahlvolk

bekommt eine neue Chance.

Richtig entschieden.

 

#

Game Over (2)

Ihr „bedauerlichen Einzelfälle“

die ihr die letzten Monate so frech wie regelmäßig

aus euren Kellern gekrochen seid

– kriecht wieder zurück.

Eure lächerlichen Putschversuche

bei Exekutive, Geheimdiensten und Medien sind gescheitert.

 

#

Ausgekickelt!“

„ Na geeh! Wo der sich doch gerade

eine so schöne Uniform anmessen ließ!“

 

#

Gestern Nachmittag am Ballhausplatz:

In den dynamischen Sprechchören

den an- und abschwellenden Pfeifkonzerten

spürte ich etwas wie einen neuen Rhythmus dieser Republik.

 

#

Ibiza.

Sollte übrigens das Video von Silberstein stammen

wäre Österreich ihm zu Dank verpflichtet

weil er diese Typen „in ihrer dummdreisten Vulgarität“

(Daniel Kehlmann in seiner Wildganspreis-Rede)

uns und der Welt vorgeführt hat.

 

#

Die Süddeutsche, heute, 18h:
„Heimliche Aufnahmen belasten Österreichs Vizekanzler schwer …“
Die braunen Haufen verdichten sich zur Jauche.

 

#

Ibiza heißt das neue Knittelfeld.
Geschichte wiederholt sich.
Als Farce.

 

#

Die Regierung Kurz 1 war ja ein großer Erfolg.
Lacherfolg.

 

#

Gratuliere Daniel Kehlmann zum Anton Wildgans Preis
und zu seiner treffenden Kritik
an der rechtsextremen Regierung Kurz:
“ … die Demokratie ist in Gefahr … will die ÖVP weiterhin alles hinnehmen, was in ihrem Namen passiert? Will sie nicht jene Gestalten, deren dummdreiste Vulgarität Ämter herabwürdigt, die man ihnen nie hätte anvertrauen dürfen, nach Hause schicken?“

 

#

Polybios‘ Verfassungskreislauf auf österreichisch:
Oppositionsbank – Regierungsbank – Anklagebank.
Von Schüssel 1 bis Kurz 1.

 

#

Immer wenn Drecksäcke in flagranti erwischt werden

gibt es darauf 2 Arten von Reaktionen:

Die einen wundert das überhaupt nicht

die andern können das nicht wahr haben.

 

#

Ibiza.

Hab jetzt das (1.) Video gesehen:

Welch dummdreiste Vulgarität hier zutage tritt!

Diese beiden schmerbäuchigen Typen

in ihren billigen Leiberln

ihren ausgeleierten Jeans

und mit ihren großspurigen Gesten.

Und sowas sitzt in Österreich an der Spitze einer Regierungspartei!

15.5.

Pammesberger erkennt neidlos
in Odin Wiesinger aus Oberösterreich
dem neuen FPÖ Kulturfunktionär
– nein, heute nicht mehr contradictio in adjecto –
einen ernsthaften Konkurrenten …

 

14.5.

Ochlokratie?

Die bedauerlichen Einzelfälle der FPÖ

werden neuerdings übertroffen

von den bedauerlichen Peinlichkeiten des Kanzler Kurz:

er verwechselt, vorsätzlich demagogisch, Lenin und Stalin

kritisiert Europa mit den Argumenten von Rechtsradikalen

kommt gar nicht mehr nach

mit dem Distanzieren von Nazis in der Komplizenpartei

schiebt seine Roten Linien immer weiter nach unten

erhebt dafür ein Volks-Rock-Singerl

zum Regierungsmaskottchen

distanziert sich scheinheilig, in Wahrheit übernimmt er

das Schlagwort der Rechtsradikalen

vom „Großen Austausch“

– und gut 30% der Österreicher spenden noch immer Beifall.

Ochlokratie.

 

13.5.

Ein Londoner Kollege:
Was ist los bei euch?
Der österreichische Bundeskanzler
verwechselt vorsätzlich Lenin mit Stalin
ergreift öffentlich Partei für ein Volks-Rock-Singerl …
muss sich täglich von Nazis in seiner Regierung distanzieren
und übernimmt dafür im Europa-Wahlkampf deren Parolen …
Müssen wir euch bald wieder einmal befreien?

 

#

Der Musikgeschmack unserer Nazis

hat sich auch nicht eben verbessert:

von Richard Wagner zu Andreas Gabalier …

12.5

Biennale (15). Nachtrag.

Einer der stärksten Eindrücke:

Zentraler Pavillon: ein riesiger Roboter im Glaskäfig

der so beständig wie energisch

als moderner Sisyphos Blut vom Boden zusammen wischt

das ihm immer wieder auseinander rinnt

gestaltet vom chinesischen Künstler Sun Yuan

#

… und mein Vers zum Tag:

Meiner Mutter sein Dank /

für ihren Bücherschrank

11.5.

Hab ja nichts dagegen, dass mir Facebook Werbung sendet.

Es lebt ja schließlich davon.

Aber es sendet mir dieselbe Werbung penetrant oft.

Bis ich das stoppe

und dann fragt es noch blöd: ja warum denn?

 

#

Weil hier manchmal in Frage gestellt wird

ob denn Spott über alles zulässig sei –

Ich spotte, also bin ich.

Na gut, im Ernst: zu spotten ist eine legitime menschliche Haltung

und in der politischen Diskussion meist ziemlich wirkungsvoll.

Und gegenüber gewissen Zielgruppen

die einzig angemessene Reaktion.

 

#

Wehret den Anfängen?
Ich mag diese Phrase nicht.
Verwende sie nie.
Es gibt keine Anfänge in einem Kontinuum.
Aber die sog. „Nazis“ samt ihrem dumpfen Wahlvolk
von wiĺligen Mitläufern
und begierigen Vollstreckern
können nur wieder verlieren.
Die zivilisierte Welt ist angewidert von ihnen.
Es wird vielleicht wieder KZs geben
aber der Spuk wird nicht 13 Jahre dauern
wie das „1000-jährige Reich“.
Also Keep Calm & Carry On.

#

Arbeitstisch im Railjet
Santa Lucia-Wien …

#

Zurück von Venedig
Von der hohen Kunst zur tiefen Politik.
Gudenus gibt nur zu, dass sein Passwort
nicht „heilheil“ gewesen sei, sondern „seilseil“.
So ein Hump aber auch.

 

#

Florian Klenk postet gerade
das Passwort von Gudenus sei „heilheil“ gewesen.
Tja, wir haben nicht nur Nazis in der Regierungspartei
sondern ausnehmend dumme Nazis …
Das Passwort des Identitären Sellner sei übrigens
das Kürzel für HeilHitlerSiegHeil gewesen.

 

#

Biennale (12) Summary 1

Meine Favorits in diesem Jahr:

  1. der Austria Pavillon
  2. Büchels Flüchtlingsschiff im Arsenale
  3. der Pavillon Russlands
  4. der ägyptische Pavillon

 

#

Biennale (13) Summary 2

Die Nervensägen dieses Jahr:

  1. der israelische Pavillon, weil der Künstler allen Ernstes von den Besuchern „Geduld“ verlangt, und, wie beim Zahnarzt, eine Nummer ziehen und auf den Aufruf warten lässt – was ich natürlich nicht tat
  2. der zentrale Pavillon, weil dort der übliche Rundgang gesperrt war und man umständlich wieder zurück finden musste
  3. der britische Pavillon, aus dem gleichen Grund, was zu so beabsichtigten wie unnötigen Warteschlangen führt

 

#

Biennale (14) Summary 3

Auf das Motto „May you live in interesting times“

wurde kaum eingegangen.

In den Eröffnungsreden kam es allerdings häufig vor.

Aber vielleicht sollte ja die Nebelmaschine

auf dem Dach des Zentralpavillons

die den Biennale-Schriftzug in Nebelschwaden hüllte

auf „interesting times“ verweisen

oder vielleicht die verschlossenen Durchgänge

im zentralen und im britischen Pavillon

die zu Warteschlangen führten

oder der nervende israelische Künstler

der „Geduld“ von den Besuchern verlangte …

 

10.5.

Biennale (11)

Das Schiffswrack im Arsenale

unter dem alten Dampfkran

ist übrigens die „Barca Nostra“

Länge 20 Meter, 50 BRT

2015 vor der libyschen Küste gesunken

mit 700 Flüchtlingen an Bord.

Man hat es aus 300 Metern Tiefe geborgen

um die Identität der Toten bestimmen zu können.

Der schweizer Künstler Christoph Büchel

hat das Schiff nach Venedig transportieren lassen

und im Arsenale als Objekt ausgestellt.

Italiens Innenminister Salvini tobt:

Das sei eine politische Provokation

und habe mit Kunst nichts zu tun.

 

Dazu die erste Strophe des Badesommer-Blues

aus meinem Faust III, „Faustina, die Erbin“:

„Wie gut, dass die Brandung

Knochen zermahlt zu Sand

die Strände der Meere

sähen aus wie Friedhöfe

seit Jahrtausenden“

#

Biennale (10)

So sah es aus heute

bei der angekündigten Eröffnung von Venezuela.

Tor verschlossen, im Hof Gerümpel.

Aber vielleicht könnte man das ja

als „arte povera“ durchgehen lassen?

Passend für eine korrupte Staatswirtschaft.

Aber dieser verrottete Staat schafft es nicht einmal, abzusagen.

#

Biennale (9 )

Anstellen?

Meine Strategie ist ganz einfach:

Am ersten Tag ignoriere ich alle Pavillons

bei denen man sich anstellen muss

am zweiten Tag, auf derselben Runde, ebenso

und wenn am 3. Tag noch immer wo eine Warteschlange

im Weg steht

schau ich im Katalog nach, ob ich hier wirklich was versäumt habe.

Jede Ausstellung kann man mit einfachen Tricks so gestalten

dass die Leute sich anstellen müssen.

um ihr so den Anschein von Bedeutung zu verleihen

und bei jeder Ausstellung kann man das auch vermeiden.

Eine durchschaubare Strategie

die bei mir zum Gegenteil des beabsichtigten Zwecks führt.

9.5.

Biennale (8)
Österreich auf der Biennale.
Den Hoffman-Pavillon bespielt diesmal Renate Bertlmann
erstmals nominierte Österreich eine Frau allein
wurde auch Zeit.
Ihre Ausstellung ist perfekt, kühl und rational
– hier wird mir Bertlmann widersprechen
sie hat den Hoffmann-Pavillon verändert
aber nicht großmäulig, prätentiös und mit anmaßender Geste
wie vor ihr etliche ihrer Kollegen
sondern auf so elegante wie effiziente Weise:
im Inneren dient er ihren Objekten als white cube
ohne seine sonst so starke Präsenz spüren zu lassen.
Eindrucksvoll und subversiv ihr Feld roter Blüten
aus denen scharfe Spitzen ragen:
War of Roses, Messer-Rosen.
Ihr vor langer Zeit erfundenes Wort: „Amo ergo sum“
ebenso wie ihre für Venedig gefundene Abwandlung
„Discordo Ergo Sum“ habe ich für mich adaptiert:
„Ergo sum“ – weder amo noch discordo sind mir dazu nötig.
Zur Eröffnung ist natürlich die ganze Wiener Szene angereist
Kulturminister Blümel hat aus seiner peinlichen Rede
des Vorjahrs – zur Eröffnung der Architekturbiennale – gelernt
und vermeidet die drohende Peinlichkeit
durch die kürzeste Politikerrede, die ich je hörte:
Ego tacet, ergo sum.
Würde den Goldenen Löwen für den besten Pavillon
heuer Österreich verleihen.
Mal sehen, wie die Jury morgen entscheidet.

#

Biennale (7)
Der Funken des Genius findet sich manchmal in Barbaren
und nicht in wissenden Professoren.

 

#

Biennale (5)

BE PATIENT. CARE NEEDS TIME

Im israelischen Pavillon waren immer

respektable Positionen zu erfahren

doch diesmal hat man es darauf angelegt, mich zu nerven.

Ich marschiere rein und 2 nette Damen bedeuten mir

ich müsste erst eine Nummer ziehen.

Gut, ich ziehe also eine Nummer und marschiere zur Treppe

Wo mir 2 andere nette Damen bedeuten

ich müsse warten, bis meine Nummer aufgerufen wird.

Mit meinem charmantesten Lächeln lege ich die Nummer hin

und sage: Sorry Ladies, best greetings to the artist.

Ich will not wait. I will go.

– und wende mich zum Ausgang.

#

Biennale (4)

Tolles Kunstobjekt im Arsenale

das wird mein Lieblingswerk!

Hoppla, der Kran stand ja schon immer da …

8.5.

Biennale (1)

Erster Eröffnungstag und der Pavillon Venezuelas ist geschlossen.

Klar. Wenn der Staat am Ende ist

ist auch die Kunst am Ende.

Oder wieder am Anfang?

Halt, im Katalog ist doch ein Beitrag Venezuelas angekündigt

Pressekonferenz am Freitag. Mal sehen.

#

Biennale (2)

Der Deutsche Pavillon hat immer Gewicht

und schon mehrmals den Goldenen Löwen gewonnen.

Im vorletzten Jahr zurecht

mit einer Darstellung der „Todeszone“

– dem einstigen Grenzstreifen zur DDR.

Um die Künstlerin Natascha Sadr Haghighian

alias Natascha Süder-Happelmann

haben die Medien schon viel Aufhebens gemacht

einzig positiv sehe ich daran aber nur

dass die Deutschen es gewagt haben

eine Künstlerin zu nominieren

die ihren persischen Nachnahmen spielerisch verschleiert

geboren in Teheran oder war es doch Gießen, oder Budapest?

Stelle mir das Theater vor und den Rumpelstilzchentanz

den die FPÖ und ihr dumpfes Wahlvolk aufgeführt hätten

würde Österreich eine persische Künstlerin nominiert haben.

Achja, die Mauer, die im Ausstellungsraum errichten wurde

ist einigermaßen imposant

aber den Goldenen Löwen wird heuer ein anderes Land gewinnen.

#

Biennale (3)

Russland tritt hier immer ernsthaft auf, bemüht

sympathisch, als europäische Kulturnation.

Auch diesmal: Installationen gewidmet klassischen Werken

aus der Sammlung der Eremitage, St. Petersburg

insbesondere Rembrandt.

Klassische Kunst wirkt immer stark.

selbst wenn sie nur zitiert wird.

#

Der ORF distanziert sich von Böhmermann.
Warum eigentlich, fragt die Presse?
Gut, die „8 Millionen Debile“ waren vielleicht
ein klein wenig übertrieben …

7.5.

Die Kunstbiennale ist stets ein guter Anlass, nach Venedig zu fahren

seit es auch die Architekturbiennale gibt

hat man diesen Anlass übrigens jedes Jahr:

Kunst & Architektur in schöner Abwechslung

die sich aufeinander zubewegen.

Viele der Architektur-Beiträge vom Vorjahr

könnten auch auf der Kunstbiennale ausgestellt werden

Augenfälliger Unterschied:

Unter Oligarchen ist es der Brauch

pünktlich zu den Preview-Days der Biennale

und zwar nur der Kunstbiennale

mit ihren neuesten Yachten anzulegen

an der Riva degli Schiavoni

wo auf dem Weg zu den Giardini.

das ganze Kunst- und Medienvolk Europas an ihnen vorbei muss.

Bourdieu hätte seine Freude an dieser endgültigen Bestätigung

seiner Theorie des „kulturellen Kapitals“

#

15h, Marina Sant’Elena, Venezia:

Boot schwimmt noch.

Mast steht noch.

Motor läuft noch.

Und im Kühlschrank Bier noch.

 

#

Unterwegs zur Küste.

Mal sehen, ob das Boot noch am Kai von Sant’Elena liegt

so wie ich es im Oktober verlassen habe

Von Mittwoch bis Freitag sind die Preview-Days

der Biennale di Venezia, Samstag ist die offizielle Eröffnung.

Motto diesmal:„May You Live in Interesting Times“

Wie immer ein Rausch an Bildern und Ideen.

Und Eröffnungspartys. Bin wie immer gespannt.

In Hawelka und Korb natürlich ordnungsgemäß abgemeldet.

#

Der „bedauerliche Einzelfall“ zum Tag:

eine Funktionärin der FPÖ aus dem Innviertel

ja, nahe Braunau, legt ihre Ämter zurück

nachdem bekannt wird, dass sie im Facebook

antisemitische Postings verbreitet.

 

#

Da die SPÖ Graz uns angeblich die lichtvolle Kunst

des Andreas Gabalier heimtückisch vorenthalten hat

sei hier dieser Eckpunkt europäischer

Musik- und Sprachkunst nachgeholt:

 

Hodi odi ohh di ho di eh
Hodi odi ohh di ho di eh
Hodi odi ohh di ho di eh
Hodi odi ohh di eh

Happy hour, mitten in der Nacht
Sexy, alles tanzt alles lacht
Vierzig Grad am Dancefloor
„Hulapalu” sagst du in mei Ohr

Wo’s is denn Hulapalu, wo’s ghert denn da dazu
Macht ma beim Hulapalu vielleicht die Augen zu
Kann ma beim Hulapalu die Sterndal sehn
Sag mir, wie soll des gehn?

Hodi odi ohh di ho di eh
Hodi odi ohh di ho di eh
Hodi odi ohh di ho di eh
Hodi odi ohh di eh

Du host du gsagt
Und fu hab I gedacht
Wasd nur du mit mir machst
Wenn nur du für mi lachst
I und du und nur der Mond schaut zu
Dann sagst du Hulapalu, Hulapalu, Hulapalu

 

Wollte diesen Text eigentlich als Tondokument vorlesen

muss aber zugeben: ich hab das vor lauten Lachen

einfach nicht geschafft …

Habe aber gehört, dass Rudolf Fussi es geschafft hat

diesen Text, vollinhaltlich und ohne zwischendurch

in Lachen auszubrechen, vorzulesen

und das Resultat zu posten, bravo Fussi!

6.5.

Da die SPÖ Graz uns angeblich die lichtvolle Kunst

des Andreas Gabalier heimtückisch vorenthalten hat

sei hier dieser Eckpunkt europäischer

Musik- und Sprachkunst nachgeholt:

 

Hodi odi ohh di ho di eh
Hodi odi ohh di ho di eh
Hodi odi ohh di ho di eh
Hodi odi ohh di eh

Happy hour, mitten in der Nacht
Sexy, alles tanzt alles lacht
Vierzig Grad am Dancefloor
„Hulapalu” sagst du in mei Ohr

Wo’s is denn Hulapalu, wo’s ghert denn da dazu
Macht ma beim Hulapalu vielleicht die Augen zu
Kann ma beim Hulapalu die Sterndal sehn
Sag mir, wie soll des gehn?

Hodi odi ohh di ho di eh
Hodi odi ohh di ho di eh
Hodi odi ohh di ho di eh
Hodi odi ohh di eh

Du host du gsagt
Und fu hab I gedacht
Wasd nur du mit mir machst
Wenn nur du für mi lachst
I und du und nur der Mond schaut zu
Dann sagst du Hulapalu, Hulapalu, Hulapalu

 

Wollte diesen Text eigentlich als Tondokument vorlesen

muss aber zugeben: ich hab das vor lauten Lachen

einfach nicht geschafft …

Habe aber gehört, dass Rudolf Fussi es geschafft hat

diesen Text, vollinhaltlich und ohne zwischendurch

in Lachen auszubrechen, vorzulesen

und das Resultat zu posten, bravo Fussi!

#

Die Welt ist voll von Energie.

Man muss sie nur intelligent zu nutzen wissen.

Unnötig also, diese Rückschritte ins Mittelalter.

Zugegeben: dreckiges Zeugs aus der Erde graben und verbrennen

egal ob in fester oder flüssiger Form

ist keine intelligente Form der Energiegewinnung.

Aber bei weitem ausreichende Alternativen sind längst machbar.

Die Welt ist voll von Energie.

#

Vilimsky tobt.

Unter Kurzens Reformvorschlägen sind ja welche

die nicht mehr die Einstimmigkeit in der EU voraussetzten.

Da könnte ja jeder dahergelaufene völkische Nationalist

die EU nicht mehr durch sein Veto sabotieren, gell, Vilimsky!

#

Zensur! Faschismus!
Werde mich mit meiner Jazz- Band jetzt von der ÖVP
engagieren lassen und vor dem Auftritt fragen:
Habts e nix dagegen wenn wir mehrmals
die „Internationale“ spielen und
„Wir sind die Arbeiter von Wien“?
Sollten die sich das verbitten schrei ich laut
Zensur! Faschismus!
und mach ein Video daraus.

 

#

Auf arte läuft gerade „Der Untergang“.

April 1945, die Russen vor Berlin

die Nazis haben verloren

bringen sich jetzt der Reihe nach selber um

Hitler hat noch vorgesorgt

dass man seine Leiche verbrennt

Goebbels und seine Frau

ermorden vorher noch ihre Kinder ..

Bis heute kann ich eine gewisse Befriedigung

mir nicht verhehlen

dass den Nazis, nach den paar Jahren

in denen sie ihre Niedertracht ausleben konnten

von den Alliierten gehörig in den Arsch getreten wurde.

 

#

„Lachhaft, dass jemand wie Vilimsky
die Pressefreiheit bedrohen soll.
Die Bedrohung kann nur von innen kommen –
von Wehleidigkeit … und mangelndem Selbstwertgefühl“ (Anneliese Rohrer in der Presse)

#

Nach Kevins Enteignungsträumen:
„SPD für Arbeiter nicht mehr wählbar“
Hmmm, und ich dachte, die wählen
ohnehin schon alle die AfD.

 

#

Kurz schweigt wieder zur FPÖ.

Vielleicht holt er ja seine Bildung über Lenin nach.

Borge ihm gern meine Ausgabe.

 

#

  1. Mai: Gratuliere Marx zum 201. Geburtstag!

Und weil ich damit gewiss etliche Freunde erfreuen kann

ein passendes Bild dazu ….

#

„Wer noch ins Flugzeug steigt ist ein Klimasünder“

sagen manche, doch ebenso gut könnte man sagen:

„Wer noch Fleisch isst, ist ein Klimasünder“.

Und ich hoffe, alle, die andern das Fliegen vermiesen wollen

haben schon lange ihren Fleischkonsum eingestellt.

Sonst wären sie nämlich Heuchler.

 

#

Interessante Rezension gestern im Kurier:

Catherine Nixey, Heiliger Zorn.

Über die Christen als fanatische Taliban

die antike Tempel und Statuen zertrümmerten

Bücher verbrannten

Gewalt übten gegen alle

die sich nicht bekehren ließen.

und bereits Palmyra zerstörten

lang bevor heutige IS-Terroristen das fortsetzten.

Keine Spur von einer friedfertigen und verfolgten Christengemeinde.

Die Römer nannten das Christentum die Religion der Ungebildeten

der Zukurzgekommenen, der Unterschichten

hielten diese Religion für dumm, schädlich und vulgär

Plinius der Jüngere schrieb

von einem erbärmlichen Kult armer Tölpel.

Tolerant waren hingegen die Polytheisten

Glaube galt den Philosophen als niedrigste Form von Erkenntnis.

Als Konstantin das Christentum zur Staatsreligion machte

kehrten deren Anhänger sogleich den Spieß um

Fanatismus und Heuchelei setzten sich durch.

Ungläubige wurden verfolgt, gefoltert, getötet.

Message control durch die Kirche seit Jahrhunderten.

Und wenn man sie heute ließe wie sie wollten

würden sie es wieder tun.

4.5.

Der Justizminister als Trumps Komplize.

 

#

Manche Träume werden wahr …

 

#

„Lachhaft, dass jemand wie Vilimsky
die Pressefreiheit bedrohen soll.
Die Bedrohung kann nur von innen kommen –
von Wehleidigkeit … und mangelndem Selbstwertgefühl“ (Anneliese Rohrer in der Presse)

#

Nach Kevins Enteignungsträumen:
„SPD für Arbeiter nicht mehr wählbar“
Hmmm, und ich dachte, die wählen
ohnehin schon alle die AfD.

 

#

Kurz schweigt wieder zur FPÖ.

Vielleicht holt er ja seine Bildung über Lenin nach.

Borge ihm gern meine Ausgabe.

#

Am sog. Hundegipfel in Wien

wird eine Untersuchung kolportiert

die zeigen soll, dass sog. Kampfhunde

nicht aggressiver seien als andere Rassen.

Kann sein, allerdings macht es einen Unterschied

ob ein Kind, wenn denn ein Hund mal aggressiv wird

von einer Bulldogge gebissen wird

oder von einem Zwergpudel

– den Unterschied zwischen Leben und Tod nämlich

3.5.

Bravo Kevins!
Konzerne zu verstaatlichen
war schon immer ein gute Idee
bewährt von der DDR über die Länder der Ex-Sowietunion
bis Kambodscha und Venezuela:
Immer ein Schuss ins Knie
und der schnellste Weg zu Mangelwirtschaft
Korruption, Nepotismus, Hungersnot und Gulag.
Aber beim nächsten Mal klappt’s ja bestimmt.

#

Kevins erster Entwurf für das neue Volksauto
des verstaatlichten BMW-Konzerns ..

#

Die deutschen Autoverkäufer stellen sich schon ein
auf die neue Kevin-Serie des verstaatlichten
BMW-Konzerns …

#

Bei irgendeiner Parteiveranstaltung haben die Veranstalter

der engagierten Musikband untersagt

ausgerechnet Songs von Gabalier zu spielen

falls sie dies denn beabsichtigt hätten.

Gute Entscheidung.

Ästhetisch wie politisch.

2.5.

Eröffnungen der Galerien Heumühlgasse.

Neue Positionen wie immer …

#

Was Norbert Steger denkt
weiß der neue Falter …

#

„Der große Austausch ist keine Verschwörungstheorie von Nazis sondern Fakt“ (frei nach Strache).
Wie recht er doch hat …

#

„IN 50 JAHREN WERDEN MEHR TOTE

ALS LEBENDE AUF FACEBOOK SEIN“ (2)

Zu erwarten sind 4,9 Milliarden Facebook-Profile von Toten

– ein riesiges Archiv menschlichen Verhaltens.

Faszinierende Vorstellung:

Material für Genrationen von Forschern,

Wer dieses Archiv kontrolliert

wird unsere Geschichte kontrollieren.

Futurezone: „Facebook sollte Historiker, Archivare

Archäologen und Ethiker einladen

um die angesammelter Daten

die wir zurücklassen zu kuratieren“.

 

 

#

„IN 50 JAHREN WERDEN MEHR TOTE
ALS LEBENDE AUF FACEBOOK SEIN“ (futurezone)
Und wir werden wohl dazu gehören.
Empfehle, rechtzeitig euren digitalen Nachlass zu ordnen.
Ein passendes Grabepigramm zumindest wäre angebracht
auf dem Grabstein wie im Facebook..
Man ist niemals zu jung für sein Grabepigramm
will man zu Lebzeiten bestimmen
was darin geschrieben stehen wird.
Und jetzt hat man noch die Chance
sein Leben danach zu gestalten
(Bild: Et in Arcadia Ego)

1.5.

Auf arte „Rückkehr nach Montauk“, der Schlöndorf-Film

nach Max Frisch.

Sorry, welch ein Betroffenheits- und Beziehungskitsch.

 

#

Mein 1.-Mai-Aufmarsch: Gartentor, Lainzertor, Rohrhütte, Hermesvilla, Gartentor

#

Dieser nette japanische Herr
nannte sich „Kaiser“
und seine Untertanen glauben,
er stamme vom „Sonnengott“ ab.
Der Unsinn des monarchischen Gedankens
in einem Bild …

30.4.

„Umvolkung“ / „Großer Austausch“

Hahaha, köstlich wie die ÖVP herumeiert.

Staatssekretärin Edtstadler verteidigt Strache

der die Verschwörugstheorie der Identitären

vom „großen Austausch“ verteidigt:

der Begriff „Austausch“ sei zwar widersinnig

weil ja gar nicht ausgetauscht werde

– es wandern keine Österreicher in islamische Länder aus.

Aber sie teile was gemeint ist:

dass wir Probleme mit Fremden aus anderen Kulturen sehen.

Die Niedertracht der FPÖ wird nur übertroffen

vom Pharisäertum der türkisen ÖVP.

 

#

Was ist schlimmer als ein unfähiger Politiker?

Ein bösartiger, unfähiger Politiker

 

#

In jeder unserer Regierungen gab es schon bisher Dilettanten;

neu an in dieser Regierung ist:

es sind vor allem bösartige Dilettanten.

 

#

Da gibt’s doch tatsächlich bescheidene Geister unter uns

denen ein Jeannee lieber zu sein scheint

als ein Armin Wolf

 

#

Der Vizekanzler und sein Problem mit der „Umvolkung“ …. ähhh … „der große Austausch“ heißt das heute … wait …

(Bild: Kurier)

#

Da gibt’s schlichte Geister

die immer warnen:

man soll nicht gleich Nazis sagen zu Nazis

sonst mache man ja erst recht Nazis aus den Nazis …

so jedenfalls ihr vorgeschobenes Motiv

an das sie vielleicht selber glauben.

Aber was FPÖ-Funktionäre

eingeschlossen der Vizekanzler

seit sie sich in der Regierung sicher fühlen

immer wider von sich geben

kann man nicht anders nennen als Naziideologie

aber sowas von ….

 

#

Bringt doch nicht immer die arme FPÖ so in Verlegenheit ….

Es sind ja bloß einzelne Funktionäre …

28.4.

Habe versprochen, das alte irische Sauflied
die Ballade von Tim Finnegan
das für Joyce wahrscheinlich am Anfang des Wake stand
neu zu schreiben – als Blues
Nun denn: The Blues of Tim Finnegan

♫ Tim Finnegan lebte in der Wakin’ Street
er braver Ire, der viel trank
leider war er ein Trunkenbold
und liebte zu sehr
den Irish Whisky

Eines Morgens fiel er stockbetrunken
von der Leiter und brach sich den Hals.
Sie brachten die Leiche nach Hause
legten sie aufs Bett mit einer Flasche
Irish Whisky

Zur Totenwache treffen sich die Freunde
und Miss Finnegan lädt zum Mahl
Sie bringt Tee und Kuchen
dann Whiskey und Bier
es wird viel gelacht

Bald fangen sie an zu streiten
beginnen eine Schlägerei
eine Flasche fliegt durchs Zimmer
zerbricht auf dem Sarg
und Whisky ergießt sich über Tom Finnegan

Der Tote öffnet ein Auge
setzt sich auf und steigt aus dem Sarg
Zur Hölle! Vergeudet nicht den Whisky!
Habt ihr gedacht
ich bin schon tot?

Die Freunde sagen, der Whisky ist aus
leg dich wieder in deinen Sarg
die Plätze in deinem Leben
dein Job und deine Frau
die sind schon vergeben ♫

27.4.

Lese in der Süddeutschen den netten Neologismus:
„Angrytariat“, die Klasse der Empörungsbewussten.
Womit ich des Polybios Verfassungskreislauf
– die Ochlokratie als Degeneration der Demokratie
Herrschaft des Pöbels statt Herrschaft des Volkes –
zu verfeinern in der Lage bin:
die „Angrykratie“ als Sonderform der Ochlokratie.

 

#

Aus aktuellem Anlass ein Ratten-Limerick:

Da ist eine Ratte in Braunau

die hat einen Hang zum Kanalbau

und schreit, der Fremden

Schonung muss enden

sonst bringt sie halt wieder nach Dachau

 

#

Was ist das für ein Volk

das einer Regierung wie dieser

die Mehrheit sichert?

Klar, die Leute haben das demokratische Recht

zu wählen, wie sie wählen.

Und ich hab das demokratische Recht

sie danach zu beurteilen.

Der Charakter des Landes

steht auf seinen Stimmzetteln

sagte Obama.

26.4.

 

… aber Kurzens Strategie scheint aufzugehen …

#

Die SN schreiben von einer „Serie der FPÖ Widerlichkeiten“.
Hmmm, könnte es sein, dass die FPÖ
eine einzige Widerlichkeit ist?

25.4.

In der ZiB verteidigt Vilimsky FPÖ-Nazi-Karikaturen

mit dem Argument: Die seien ja schon 1 Jahr alt.

Was etwa so ist, als würde jemand vor dem Strafrichter sagen:

Ach, werfen Sie mir doch nicht diesen alten Mord vor!

Ist doch schon ein Jahr her!

 

#

Bin nur ein Leser im Korb.
und lese in Joycens „Wake“
die irische Ballade von Tim Finnegan
der besoffen von der Leiter fällt
sich den Hals bricht
aber als seine Freunde die Totenwache halten

feuchtfröhlich und turbulent
und sich Whisky über seinen Sarg ergießt
erwacht und aufersteht …
Schreibe das jetzt um als Blues
und werde den bald hier posten. Versprochen!

#

Griffiger EU-Wahlslogan Vilimskys:
„FPÖvoten gegen Rattenchaoten“ …ähhh, pardon … soll natürlich heißen: „gegen Asylchaoten“ – Freudscher Versprecher.

 

#

Sage noch einer, diese Regierung wäre nicht fleißig.
Beim Distanzieren von „Einzelfällen“ und beim
„Immer-neue-rote-Linien-ziehen“
ist sie doch recht aktiv.

 

24.4.

Neue Folge meiner Kolumne „Sailing Poetry“

im Yachtmagazin „Ocean7“ 3/19:

IN VINO VERITAS

Wir setzen unsere „Italienische Reise“ fort

die jetzt für einige Stationen eine dalmatinische sein wird, begegnen Penelope, der Dichterin vom Berg

heben mir ihr Nestors Gefäß und singen Lieder

in der Bar „In vino veritas“

in der alten kroatischen Königsstadt Biograd.

23.4.

„Ratte mit Kanalisationshintergrund“ bedient
Blauwähler mit Kellerhintergrund …

 

#

Der „bedauernswerte Einzelfall“ der Woche
ist diesmal eine Ratte aus Braunau.

 

#

Was heißt, die Feiertage sind vorbei?

Heute ist der Welttag des Buches.

Dazu Jorge Luis Borges:

„Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt“

Und die witzigste Auferstehung gibts in Finnengans Wake.

#

Die liebste Versform ist mir der Limerick

vor – pardon Goethe – Alexandrinern und Madrigalversen.

Hier meine Lieblingslimericks:

 

  1. aua dem Frankfurt von 1968:

„Adorno saß im Cafè Laumer /

und traute seinen Augen kaum mehr /

denn auf der Straße sah er was

was ungeniert Pommfritten aß /

es war Kollege Habermas

 

  1. ein Relativitäts-Limerick, den Stephen Hawking

zitierte in seinem posthum erschienenen Buch

Kurze Antworten auf große Fragen:

„There was a young Lady in Wight

who traveled much faster than light.

She departed one day

in a relative way

and arrived on the previous night „

 

3.

Angesichts seiner stupenden Wirtschaftskompetenz

widme auch ich dem Brüllaffen Erdogan einen Limerick:

„Da war ein Troll aus Ankara

der war ganz groß Angebara

als die Wirtschaft nicht lief

schrie er laut: Stop the thief

und hofft, man vergisst sein Lügara“

 

_________________

22.4.

Unübertrefficher Charme eines Wiener Obers:
Vine? A good one or a very good one?

#

Hab im Vorgarten zwei Rosmarien-Sträucher gepflanzt

– jetzt blühend an der Südmauer

#

Badesaison eröffnet.

#

Bosheit zum Tag (3)
Ist morgen eigentlich noch Feiertag
oder hat die Regierung den auch schon abgeschafft?

 

#

Bosheit zum Tag (2)
Das Beste an Joycens Finnegans Wake
sind die Bücher der Kommentatoren
Übelsetzer und Interpreten dazu.

#

Bosheit zum Tag (1)
Shisha = Schnuller für Erwachsene.

21.4.

Österreichische Drecksackphilosophie (2)

Man soll doch in der Politik nicht moralisch argumentieren

sagen manche.

Warum denn nicht?

Und wo sonst, wenn nicht in der Politik?

Und überhaupt: Wer sagt das schon?

Klar, das sagen vor allem jene,

die als moralische Drecksäcke gelten.

20.4.

Trump geht bereits als die größte Präsidentenschande in die Geschichte der USA ein.

Noch weit vor Nixon.

Der Spiegel zu Trump laut Müller-Bericht:

„Zu dummm für einen Verschwörung“

(Bild: NYT)

#

Wie oft brauche ich dem Spiegel nichts hinzufügen

#

Ostern im ORF:
1. vermehrte religiöse Belästigung
2. alte Sandalenfilme: Moses, Spartakus, Quo Vadis …

 

#

Leute, ihr steckt nicht im Stau

– ihrs e i dder Stau.

#

Da gibt’s armselige Geister unter uns

die tatsächlich noch immer bedauern

das Notre-Dame nicht von Islamisten angezündet wurde …

wär doch so schön gewesen!

Wenn es denn einen Bekennerbrief gäbe, fantasieren sie

wäre der doch bestimmt unter den Tisch gekehrt worden.

Als ob den Islamisten, die stolz auf gelungene Attentate sind

nicht 1000 Medien in 100 Ländern zur Verfügung stünden

ihre Bekennerbriefe zu verbreiten.

Ungewiss ist für mich nur

ob die Bösartigkeit mancher zwanghafter Hetzer hier

nicht doch von ihrer Dummheit übertroffen wird

#

Wohnbaupolitik.

Ratschlag unserer Regierung:

Wem die Mieten zu hoch sind

soll sich halt ein Haus kaufen

 

#

geht schon los

Unruhen und Bomben in Londonderry

Tote bei Schießereien

eine neue IRA hat sich gebildet

Folge der Brexit-bedingten neu erwarteten Grenzen.

Ohne eine Europäische Union: wieder Krieg in Europa

– was unsere dummen Nationalisten in Kauf nehmen.

Es  wird eine stärkere EU sein

oder es wird wieder Krieg sein in Europa

 

#

Hoffe ja noch immer

dass endlich die Leiche gefunden

und Ostern abgesagt wird …

 

#

Misstrauen gegen Fremde

sei ein Evolutionsvorteil gewesen, lese ich.

Für Neandertaler.

Klar. Und die sind ja auch ausgestorben.

 

#

Geradezu widerwärtiges Modewort in der „Zeit“ gefunden: „achtsamkeitsneurotisch“

 

#

Ertappe mich wieder bei rassistischen Gedanken.

Und immer wieder nur gegen Deutsche.

Wenn die schon „Ne ne ne“ sagen, statt einfach „Nein“!

 

#

Es gibt ja viele Formen von Demokratie

indirekte, direkte, liberale, autoritäre ….

Was in Österreich gerade erfunden wird ist die

„Bösartigkeits-Demokratie“

 

#

Spindelegger, Pröll und Platter glauben, Kurz hätte die ÖVP gerettet.
Stimmt sogar: der ÖVP die Regierung gerettet.

Um den Preis Österreichs.
Macht die ÖVP immer wieder.
Macht aber wohl jede Partei.

 

#

Mitterlehners Abrechnung mit Kurz, Titel „Haltung …“
haben die SN auf einen kurzen Nenner gebracht:

#

Thurnher im neuen Falter (1)

Die Regierung streicht dem Falter sämtliche Werbegelder …

passt in die rechte Strategie: Feindmedien wirtschaftlich zu vernichten.

 

#

Thurnher im neuen Falter (2)

zu den Plänen der Regierung gegen Hasspostings im Internet:

die Verpflichtung zu Klarnamen richte sich vor allem

gegen den Standard Online;

die rechtsextremen Plattformen „unzensuriert.at“ und „Wochenblick“ seien – mit Usern gerade unter 100.000 – gezielt ausgenommen worden.

 

#

Der ORF rechtfertig seine – überhöhten – Zwangsgebühren

gern mit der Ausrede, nur so könne er unabhängig bleiben

von der Politik. Dazu Thurnher im neuen Falter:

„Die Causa ORF hat sich erledigt: der kuscht von allein“

 

#

„Nazikeule“

Beliebtes Schlagwort für Nazis und ähnlich gestrickte Dummköpfe

um die übliche Kritik abzuwehren.

Hat sich mittlerweile zur „Nazikeule-Keule“ entwickelt.

Und jede Menge Schwachköpfe fallen ständig darauf rein.

 

17.4.

Weil sich gerade jemand aufregt, man dürfe niemanden

seine Fehler beim Schreiben vorwerfen.

Ich würde niemandem eine fehlerhafte Orthographie vorwerfen.

Mit einer Ausnahme:

wenn ausgerechnet rechtsnationalistische Dumpfbacken

die sich als „Deutsche“ anderen Rassen überlegen fühlen

und nicht nur ihre Rasse vor „Umvolkung“ oder, wie sie heute sagen den „großen Austausch“ bewahren wollen

sondern die „Deutsche Sprache“ hoch halten und verteidigen

– wenn also gerade diese Leute nicht richtig schreiben können

halte ich es für legitim, ihnen zu raten

erst mal ihre eigene Sprache ausreichend zu erlernen.

16.4.

Hoffe, ihr habt alle ein gutes Gewissen …

#

„Darf man Strache einen Ex-Neonazi nennen?“
fragte der ORF seine Juristen
anlässlich der Maschek-Satire.
Die Juristen, in Ansehung der Fülle an Beweisen
hielten das für rechtlich zulässig.
Worauf sich die Frage aufdrängt:
„Ist ein Ex-Neo-Nazi eigentlich ein Altnazi?“

 

 

#

Da scheinen mir einige jetzt tatsächlich enttäuscht zu sein

dass Notre-Dame weiter besteht

und das Abendland doch nicht untergeht.

Es sind übrigens dieselben

die sonst gern gegen Europa hetzen

und gegen alles Fremde.

Empfehle diesen armseligen Narren

den regelmäßigen Besuch eines Wutraumes

 

#

Notre-Dame:

Was manchen hier anscheinend noch fehlt

ist ein Tweet von Kickl:

„Die Frage der Brandstiftung wird noch zu klären sein.

Führen die Spuren ins islamistische Flüchtlingsmilieu?“

 

15.4.

Notre-Dame.

Es scheint, die Feuerwehren kommen nicht durch.

Die Fernsehteams haben schon die besten Plätze besetzt.

 

#

Mittelfristiges Ziel:

1 europäische Staatsbürgerschaft für die Länder der EU,

1 Pass für die Bürger Europas!

Bravo Neos!

 

#

Das Wichtigste zuerst:

Assanges Katze ist gerettet!

 

#

Notre-Dame brennt.

War bestimmt der Glöckner.

 

#

Lese jetzt, nach 40 Jahren zum 2. Mal

die Recherche von Proust

dachte, es sollte darin was zu finden sein

zum Vergehen der Zeit und zum Alter

aber, nach 2 Tagen stelle ich jetzt die 13 Bände wieder ins Regal

und erlaube mir ein Verdikt:

Schwülstiges Geschwätz, schwadronierend geschwafelt

in dem die Gedanken nur ertrinken können.

Kein Wunder, dass zwischen Proust und Joyce

als sie einander trafen

in Sylvia Beachs Buchladen Shakespeare & Company

in der Rue de l’Odeon

nur ein lakonischer Dialog zustande kam

wie ich ihn nachempfunden habe für mein Europabuch

(Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas

ab Mai bei Löcker):

„Proust: Ich bedaure, dass ich Ihr Werk nicht kenne.

Joyce: Ich habe leider die Recherche nie gelesen.

Proust: Mögen Sie Trüffel?

Joyce: Nein.

Proust: Kennen Sie die Guermantes?

Joyce: Nein. Haben Sie von meiner Circe-Episode gehört?

Proust: Nein.

Joyce: Ich habe jeden Tag Kopfschmerzen

und meine Augen sind fürchterlich

Proust: Mein armer Magen, was soll ich nur tun?

Er bringt mich fast um.

Ich muss eigentlich gleich wieder gehen.

Joyce: Mir geht es genau so.

Wenn ich nur jemanden fände, der mich am Arm führte.

Ach, meine Augen!

Proust: Ach, mein Magen!“

14.4.

Hab irrtümlich das Facebook ausgeschaltet.
Geht jetzt wieder.
Tschulldigung!

 

#

 

Mit 2 Knoten kommt der Segler um die Welt:
mit dem Palstek am Boot
und dem doppelten Windsor an der Krawatte.

#

Von der „Identitären-Demo“:
Mische mich als Flaneur
unter die Gegendemonstranten.
Witzigstes Plakat: „Mimimimimi …:
Witzigster Spruch: „Nazis essen heimlich Döner“
Sonst: die üblichen unmusikalischen Sprechchöre
und skandierend gebrüllten Dummphrasen …
Inhaltlich sympathisiere ich,
ästhetisch distanziere ich mich.
Von Identitären war übrigens nichts zu sehen.
Gute Strategie: eine Demo ankündigen
und dann den Gegendemonstranten
die Arbeit überlassen.
Dafür deutliche Übermacht der Polizei:
jeder Identitäre lt. geleakter Mitgliederliste des BVT
hätte ein Dutzend Polizisten zu seinem persönlichen Schutz gehabt – samt Polizeibus.

 

#

„Brexit auf Oktober verschoben“
– das Jahr steht aber nicht dabei …

 

#

Hahaha, dacht ich mirs doch:
„Amazon Mitarbeiter hören bei Alexa mit“
gelegentlich auch bei intimen Gesprächen.
Aber alles „wird streng vertraulich behandelt“.
Na dann …

 

#

Heute in der „Welt“:

„Europäizität“ –schönes Wort von Bernard-Henri Levy

der gerade in Europas Hauptstädten seinen Text

„Looking for Europe“ vorträgt.

Zu den aktuellen Europafeinden zählt er dabei

neben Lega, Fidesz, AfD, Pis und Goldene Morgenröte

auch einen gewissen Sebastian Kurz

– der anscheinend gerade fürs österr. Wahlvolk.

ein großangelegtes Täuschungsmanöver durchzieht.

 

#

Den Salzburger Nachrichten wurde eine vom Verfassungsschutz

recherchierte Mitgliederliste der Identitären zugespielt.

Darunter finden sich natürlich FPÖ-Funktionäre

die jetzt alle ihre Mitgliedschaft bestreiten

und höchstens„Spenden“ an die Identitären zugeben.

Festgestellt wurde übrigens:

20% der Identitären besitzen Schusswaffen

25% haben kriminalpolizeiliche Vormerkungen

10 % sind bereits gerichtlich verurteilt

50% davon wegen Gewaltdelikten

10 % nach dem Nazi-Verbotsgesetz.

Aber nennt sie nicht gleich „Nazis“ und außerdem:

sie sind ja alle nur gegen die „große Umvolkung“

– wie der Attentäter von Christchurch.

Und das wird man doch noch sein dürfen …

 

#

„Demonstration gegen den großen Austausch“

Die identitären Drecksäcke wollen sich heute, 15h

bei einer Demo vor dem Justizpalast

wieder mal als verfolgende Unschuld geben:

sie seien bloß „Opfer einer Diffamierungskampagne“.

Doch seit dem gestern geleakten Bericht des BVT

kennt man die Typen jetzt besser:

überdurchschnittlich oft kriminell

häufig wegen Wiederbetätigung verurteilt

und viele mit Schusswaffen unter der Matratze.

Aber nennt sie nicht Nazis …

Gegendemonstrationen sind angesagt

von der „Offensive gegen Rechts“

und der „Plattform für eine menschliche Asylpolitik“.
Die Polizei richtet daher eine Sperrzone ein:

„Passanten müssen zu den Rechtsradikalen

mindestens 120 Meter Abstand halten“.

 

#

Lese jetzt, nach 40 Jahren zum 2. Mal

die Recherche von Proust

dachte, es sollte darin was zu finden sein

zum Vergehen der Zeit und zum Alter

aber, nach 2 Tagen stelle ich jetzt die 13 Bände wieder ins Regal

und erlaube mir ein Verdikt:

Schwülstiges Geschwätz, schwadronierend geschwafelt

in dem die Gedanken nur ertrinken können.

Kein Wunder, dass zwischen Proust und Joyce

als sie einander trafen

in Sylvia Beachs Buchladen Shakespeare & Company

in der Rue de l’Odeon

nur ein lakonischer Dialog zustande kam

wie ich ihn nachempfunden habe für mein Europabuch

(Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas

ab Mai bei Löcker):

:

„Proust: Ich bedaure, dass ich Ihr Werk nicht kenne.

Joyce: Ich habe leider die Recherche nie gelesen.

Proust: Mögen Sie Trüffel?

Joyce: Nein.

Proust: Kennen Sie die Guermantes?

Joyce: Nein. Haben Sie von meiner Circe-Episode gehört?

Proust: Nein.

Joyce: Ich habe jeden Tag Kopfschmerzen

und meine Augen sind fürchterlich

Proust: Mein armer Magen, was soll ich nur tun?

Er bringt mich fast um.

Ich muss eigentlich gleich wieder gehen.

Joyce: Mir geht es genau so.

Wenn ich nur jemanden fände, der mich am Arm führte.

Ach, meine Augen!

Proust: Ach, mein Magen!“

11.4.

Keine Ausreden mehr, FPÖ.

Die NZZ ist nicht wie der österreichische Wähler.

#

Der Innenminister beruhigt seine treuesten Anhänger …

Bild: Standard

#

Bücher zu lesen wird zunehmend
zur suspekten, ja asozialen Tätigkeit …

#

Österreichische Logik.

Sieht man genauer hin

liegen die braunen Haufen in Österreich dichter als gedacht.

Aber sagt nicht „Nazis“ zu ihnen

dann sagen die Nazis nämlich,

das sei eine Verharmlosung der alten Nazis.

Österreichische Logik.

 

#

Interessant, wie erbittert sich manche Freunde hier dagegen wehren

dass das Wort „Nazi“ ausgesprochen

oder gar auf einen Nazi angewandt wird.

Entweder gibt es die kaum, sagen sie

oder es sei eine Verharmlosung

denn wenn es sie gibt

hätten sie ja noch gar nicht Gelegenheit gehabt

Morde zu begehen oder einen Holocaust zu organisieren

wie ihre Vorgänger

auch wenn das ihr erklärtes Ziel sei.

Ein Argument das übrigens breit grinsend

gern auch FPÖ-Funktionäre verwenden

um dem lästigen Nazi-Vorwurf zu begegnen.

Tja, österreichische Logik halt.

9.4.

Österreichs getarnte Nazis

spielen wieder einmal die verfolgende Unschuld

8.4.

Salvini bildet gerade in Milano eine Allianz

aus ultrarechten, europafeindlichen Parteien.

Mit dabei die AfD, Le Pen, Geert Wilders – und die FPÖ.

Harald Vilimsky faselt von einem historischen Ereignis.

Würde sie die Schrebergartenfraktion nennen

des europäischen Parlaments.

#

Die FPÖ und stubenrein?
Eher friert die Hölle ein.

 

#

Morddrohung wg. „Kellernazis“ (futurezone)

Gegen den EU-Kandidaten der SPÖ, Andreas Schieder

wird, nachdem er in einer Diskussion von „Kellernazis“ spricht

in der FPÖ-Fangruppe

„Sag ja zu HC Strache und Norbert Hofer“

eine Morddrohung gepostet:

er gehöre „am nächsten Baum aufgehängt“.

Gegen die FPÖ-Fangruppe wird Anzeige erstattet.

Das Problem der Freiheitlichen seien nicht bloß die Identitären

sagt dazu Drozda, es ist das Umfeld

in dem sich die Partei bewegt:

Teil des politischen Hasses, der geschürt wird

von Rechtsradikalen

die offensichtlich elementarer Teil der FPÖ sind.

Achja, „Kellernazis“ finde ich übrigens

eine treffliche Bezeichnung

für das, was da jetzt, seit die FPÖ in der Regierung sitzt

wieder aus seinen Löchern kriecht.

 

#

Registriere vermehrtes Auftreten von Kellernazis

und deren Freunden im ORF

 

#

„60-Jahre Kronenzeitung“ feiert die Kronenzeitung.

Das sind 60 Jahre Förderung des österreichischen Pöbels:

intellektuell, charakterlich und politisch.

Für das Niveau in unserem Land

ist die Kronenzeitung mit verantwortlich.

Hoffe, Renè Benko wird dort bald kräftig (r)einsteigen.

7.4.

Bei meinem letzten Marathonlauf

ist schon ein paar Jahre her

setzte ich an den Labestationen ein paar Tweets ab::

 

Kilometer 25.

Pisse gemütlich gegen einen Baum am Straßenrand

kurz nach einer Radarbox

höre eine Läuferin, die mich eben passiert, anzüglich:

Achtung, Radarvermessung!

 

Kilometer 30.

Mein Runner’s high hab ich beim Versuch

einer Läuferin zu folgen

die auf dem – zugegeben – gut geformten Hintern

die Schrift „follow me“ trägt

schaffe es aber nicht lange, mit ihr Schritt zu halten

Formularbeginn

Formularende

 

Kilometer 33.

Der Mensch hat sich als Lauftier durch die Evolution gerettet

indem er seinen Feinden davon

und seiner Beute nachlief.

Aber muss das heute noch so sein?

 

Kilometer 34.

Alles schmerzt, bereue tief

dass ich angetreten bin.

Nie wieder!

 

Kilometer 41.

Was allerdings in der Zielgeraden am Opernring

wieder vergessen ist.

Laufzeit 4:29.

I survived

 

 

#

„Die Rechtspopulisten
dienen sich Putin als willige Helfer an,
im Mittelpunkt steht ein junger Abgeordneter“
Der neue Spiegel-Titel könnte ebenso gut
der FPÖ gewidmet sein …

#

„Die FPÖ muss ihren rechten Rand sauber halten“
titeln die Salzburger Nachrichten.
Geh bitte, die FPÖ i s t der rechte Rand.

 

#

Stimmt, die große Koalition hat nicht mehr viel weiter gebracht.

Aber auf das, was ihr folgte

könnte Wolf Biermanns Wort zutreffen:

Vom Regen in die Jauche gekommen …

6.4.

„Es gibt keinen Planeten B!“
hört man oft von unseren Weltuntergangshysterikern.
Doch, den gibt es, meine Damen und Herren.
Sogar mehrere davon.
Der nächstliegende heißt Mars.
Wird übrigens schon angeflogen.
Und hält für uns Ressourcen bereit
die jene der Erde übertreffen
einige Bergbau-geeignete Asteroide
liegen auch noch am Weg
Also: Keep calm & carry on!
Und, werte Weltuntergangshysteriker:
Ihr solltet eure Klischees wenigstens technikmäßig
auf einen neueren Stand bringen.

#

Schadenersatzklage der FPÖ an den Staat

über 3,4 Millionen

wegen der von ihr selbst angestrebten Wiederholung

der Bundespräsidentenwahl 2016

in 1. Instanz abgewiesen.

Man wird’s ja noch probieren dürfen.

5.4.

Ich poste gerade zuviel Politisches, sagt jemand; also gut, hier was zum effizienten Speeddating:

Joyce oder Proust?
Was?
Next!

Schönberg oder Strawinsky?
Was?
Next!

Rothko oder Pollock?
Was?
Next!

#

Nein, man soll nicht leichtfertig jemanden „Nazi“ nennen

es muss ja nicht jeder rechtsradikale Depp

zugleich auch noch ein Nazi sein.

Auch wenn er, wie der Identitären-Sellner

früher Hakenkreuze auf Hauswände

und besonders gern auf Synagogen geklebt hat.

#

Absturz der Boeing 737 max.

Dem Untersuchungsbericht zufolge

hätten die Piloten keine Chance gehabt

den Absturz zu vermeiden

gegen die Automatik der Steuerungssoftware.

Was für ein primitives Programm sollte das denn sein?

Da muss mehr dahinter stecken.

Selbst bei meinem Segelboot

kann ich den Autopiloten mit einfachem Knopfdruck ausschalten

und das Ruder selbst übernehmen.

Was gelegentlich auch notwendig ist, um eine Kollision

oder ein Auflaufen auf ein Riff zu vermeiden

– für ein „Manöver des letzten Augenblicks“

wie das in der Seglersprache heißt.

Und das „Manöver des letzten Augenblicks“

sollte bei einer Boeing nicht möglich sein?

#

Medienpolitik in Österreich: Die Krawallzeitungen mit Regierungsinseraten füttern.

4.4.

SANKTIONEN?
Genau genommen gibt es wieder Sanktionen
Europas gegen Österreich.
Diesmal von den Geheimdiensten.
Aus professionellen Gründen.
Österreich wieder einmal
unter den Schmuddelkindern Europas.
Gemeinsam mit Ungarn, Polen, Rumänien …

 

#

Brexit?
Als alter Anglophiler darf ich bemerken:
Früher brachten die Briten sich eleganter um.

 

#

An der Ernsthaftigkeit der Abgrenzung der FPÖ
von ihren Rechtsradikalen
kann kein Zweifel bestehen!
Voll durchgesetzt, Kurz. Bravo!

#

Ist aber nett von der New York Times
dass sie auf unsere FPÖ nicht vergisst.
Wenigstens als Minchen …

#

Der arme Kanzler!
Geradezu erschlagen vom Verdacht
es könnten Rechtsradikale
in seiner Regierung sein …

#

FPÖ-Plakate wären übrigens brauchbare Lehrmittel

für österreichische Volksschulen:

als Suchbilder für Orthographiefehler.

#

Lese im Falter, dass er lt. neuer Media-Analyse

einen Leserzuwachs von 37,8% (!) verzeichnen konnte.

Herzliche Gratulation, Falter!

Es zeigt sich hier offenbar

ein ähnliches Phänomen wie in den UA:

Seit dort der Trump-Pöbel herrscht

kann sich die News York Times, die ihm auf die Finger klopft

über deutliche Leserzuwächse freuen

3.4.

Sage noch einer, die FPÖ hielte nicht Distanz
zu den Rechtsradikalen!
Sie hält zu allen die gleiche.
Von der Mitte aus.

#

Die jungen Hawelkas, Amir und Michael
die seit langem eine ambitionierte Kaffeerösterei
in der Breitenfurterstraße betreiben
haben jetzt eine kleine, elegante Kaffeebar eröffnet
wo man diese Kaffeelinie kennen lernen kann:
Dorotheergasse7
schräg vis-a-vis dem klassischen Hawelka.

#

Ungerecht!
Immer wieder werden Freunde
politischer Aussagen wegen
von Facebook gesperrt.
Warum wurde ich noch nie?
Fühle mich zurück gesetzt
und kann mich nur mit Karl Kraus trösten:
Satiren die der Zensor versteht
werden zu recht verboten.

#

Nicht so gut gelaufen, Erdogan?

#

Werden die Identitären sich eigentlich noch lange

die disqualifizierende Nähe zur FPÖ leisten können?

#
In Österreich scheint gerade eine Spezialform des Politikers
vermehrt aufzutreten: der Prololitiker,
Wird man unsere Zeit vielleicht mal das Prololitikum nennen?
Und Goethes „Proktophantasmisten“ im Faust II
inspirieren mich zu einen weiteren Neologismus:
den Proktolitiker
-wahrscheinlich hat Goethe auch den voraus gesehen
#
Frechheit, Algorithmus!
Nicht nur, dass er mir hier laufend Angebote platziert
für Abnehm-Kuren, Hörgeräte und Viagra
bloß weil er mein Alter kennt
jetzt wird mir „besonders kostengünstig“
der Einbau eines Treppenlifts im Haus angeboten
samt Rollstuhl!
Hab jetzt voll die Lust verloren auf den Zehnkilometerlauf
den ich eigentlich für heute geplant hatte.
Frechheit, Algorithmus.

#

@derliebegott folgt mir zwar auf twitter

postet aber seit 2011 nicht mehr.

Ich glaube, Gott ist tot.

2.4.

In Ö1 ein berührendes Porträt
der Dichterin Elfriede Gerstl.
Es sprechen Herbert J. Wimmer und Elfriede Jelinek.
Ja, Österreich ist ihr was schuldig geblieben.
Schlage eine Gedenktafel vor
am besten am Cafe Korb.
Dort konnte man sie am häufigsten treffen.

#
Wenn ich nicht schon mal geschrieben hätte:
Die Briten sind nicht nur zu blöd
bei der EU zu bleiben
sondern auch zu blöd
aus ihr auszutreten
– heute würde ichs nachholen.

1.4.

10 Gebote des Internets?
Mein 1. würde lauten:
„Ehe du blöd fragst sollst du googeln“
vielleicht etwas freundlicher formuliert.
Mein 2. wäre:
„Wenn du nicht willst
dass was von dir im Internet steht
solltest du es nicht posten“ … nein, besser:
„solltest du es nicht tun“ … noch besser:
„solltest du es erst gar nicht denken“

#

Wie genau heute alle nachdenken

ob das was sie hier lesen auch wahr sein kann!

Schlage vor den 1. April zum Tag des Internets zu bestimmen.

#

Eilmeldung: Mit heutigem Tag werden in Österreich

alle Burschenschaften und die sog. Identitäre Bewegung

unter Beobachtung des Verfassungsschutzes (BVT) gestellt

und als „Prüffall“ eingestuft.

#

Fast vergessen.
31. März: Jahrestag der sog Borodajkewycz – Demonstration in Wien;
Beginn meiner politischen Initiation
und deshalb ein persönlicher Gedenktag.
1965: Ein Prof. Borodajkewycz, als prononcierter Katholik
unter dem Protektorat des ÖVP Unterrichtsministers P-P
pflegt in seinen Vorlesungen
an der Hochschule für Welthandel
unverhohlen antisemitische Witze zu machen
unter zustimmendem Gejohle von Burschenschaftlern
bekennt sich dabei offen als Nazi
nennt Österreich als Staat ein „Hirngespinst“,
und den „charakterlosen Versuch einer Entdeutschung“.
Es gibt also eine Demonstration gegen B.
und vom Resselpark aus ein Gegendemonstration
von Burschenschaftlern und FPÖ-Anhänger f ü r ihn
deren „Juden raus!“ und „Hoch Auschwitz“ Gegröle
mir damals Ohren und Augen öffnete
für den schwarz-braunen Mief in diesem Land.
Und ich, der ich bloß gekommen war, mir ein Bild zu machen,
fand mich plötzlich inmitten der linken Studenten
über den Karlsplatz marschieren.
Auf dem Pflaster vor dem Sacher lag später
ein alter kommunistischer Widerstandskämpfer
erschlagen von einem Neonazi.

#

Kleine österreichische Drecksackfilosofie

zum guten Morgen:

Es konkurrieren heute nicht einfach

unterschiedliche Politiker oder Parteien gegeneinander

nicht unterschiedliche Strategien, Konzepte oder Ideologien

sondern es konkurrieren Politiker

mit charakterlichen Drecksäcken

oder auch Drecksäcke untereinander

die sich in Drecksack-Parteien organisiert haben

und sich der Stimmen von Drecksackwählern bedienen

um ihre Drecksackpläne zu verfolgen.

Und es soll mir niemand damit kommen

ich dürfe doch nicht „moralisch argumentieren“

und möge doch „Verständnis“ haben für die Drecksäcke

sie „nicht vorverurteilen“

doch auf sie „zugehen“

und sie bittebitte nicht „ausgrenzen“

weil die Drecksäcke dann doch nur noch trotziger beharren würden

auf ihren Drecksack-Zielen …

Appeasement hat bei Drecksäcken noch nie geholfen.

 

31.3.

Die nationalistischen Rechten
sind dabei, sich international zu vernetzen
wie man gerade schön am Beispiel
„Identitäre und Christchurch-Attentäter“ sieht.
Bald werden sie internationaler sein
als alte Linke, die bei Demos noch eifrig
„Hoch-Die-Inter-nationale-Soli-darität“ skandieren
aber in Wahrheit gegen den „Globalismus“ wettern.
Und bald werden sie auch noch eifrige EU-Anhänger werden
wenns um den „gemeinsamen Abwehrkampf“
gegen den „Großen Austausch“ geht.
Wie sich die Fronten verkehren ….
I like irony / in history

#

Der Kurier startet ein online-Satire-Magazin:
kuriermitschlag.at …
Klar. Welches Land eher als Österreich
– okee, momentan noch GB –
böte derzeit mehr Material für Satire?

 

#

Kultisches Geheimnis um Stonehenge endlich gelöst:

frühe Brexit Kreise seit 3000 Jahren …

#

„Jetzt günstig Thunfisch kaufen.

Bevor die Viehcher aussterben“

Inserat der „Messe die was besser machen will“

München, 6-7. April

 

#

Gewidmet allen zu-kurz-Gekommenen.

Das Fähnchen des Herrn Kurz flattert in jenem Wind

den er selbst erzeugt – mit der heißen Luft

die er ständig verbreitet.

 

30.3.

EUROPA

Manfred Weber, Spitzenkandidat der EVP, wörtlich:

„Es gibt keine Institution auf der Welt, die so naiv ist

ihre eigenen Gegner zu finanzieren.

Diese europafeindlichen Parteien bezahlen

mit den EU-Geldern der Steuerzahler

ihre Wahlkämpfe, Aktionen und Plakate

deren Ziel es ist, die EU abzuschaffen.“

Schon klar, dass seine Forderung

Europafeindliche Parteien nicht auch noch mit EU-Geldern

zu subventionieren, zwar logisch aber

juristisch nicht durchsetzbar sein wird

doch er hat damit offensichtlich in ein Wespennest gestochen:

Die Rechten, von der AfD bis zur FPÖ empören sich

pudeln sich auf und spielen die armen Opfer

„undemokratischer Diskriminierung“.

Und ihre so willigen wie heuchlerischen Helfer klatschen Beifall

empören sich pflichtgemäß und stellen sich blöd.

Ich halte ja die demonstrative moralische Empörung

stets für den Heiligenschein von Scheinheiligen.

 

… und ich werde grantig

wenn manche sich blöd stellen

und hier in der Diskussion so tun

als ob sie erst „Beweise“ bräuchten

dafür, dass es nationalistische Rechtsparteien gibt

die ein vereinigtes Europa zum Teufel wünschen

sich aber hineinwählen lassen

um die EU von innen zu sabotieren.

Soll mir also keiner kommen und sich blöd stellen.

 

#

Ich hielte keine Ausrede für notwendig

für mein Auto in der Stadt

würde einfach darauf verweisen

dass ich nicht im Traum daran denke

auf die Convenience zu verzichten

die wir seit Mittelalter & Pferd & Kutsche gewonnen haben ….

 

#

Hat der Attentäter von Christchurch eigentlich „Grüß Gott!“ geschrien statt „Allahu Akbar?“

 

#

Klima zum Tag.
„Stärkster Temperaturanstieg der Geschichte
plus 5 Grad; CO2: 800 ppm!“
Achja: vor 50 Millionen Jahren.

29.3.

Es ist nie zu spät …

#

Hahaha, die Dummen outen sich selbst.
1. Manfred Weber, Listenführer der Europäischen Volkspartei, fordert: kein EU-Geld mehr für Parteien, die gegen die EU nur intrigieren und ihr schaden wollen
2. Wütende Kritik der Rechtsparteien, die sich offenbar angesprochen fühlen
3. FPÖ-Vilimsky tut sich besonders hervor, fordert den Rücktritt Webers; Karas müsse sich von dem distanzieren

 

#

Brexit.
Dass das britische Parlament bemüht ist
einen strunzdummen Volksentscheid zu korrigieren
ist nichts als Demokratie.
Und im übrigen zähle ich die momentanen Brexit-Krämpfe
zu späten Entzugserscheinungen einer einstigen Weltmacht,
die sich nach Jahrhunderten von dieser Position
verabschieden musste.

 

#

Generelle politische Haltung in Österreich.
Nein, nicht rechts.
Nicht Mitte.
Und nicht links.
Sondern „hinterrücks“.

#

Alfred Zellinger: FAUSTINA DIE ERBIN

Jazz Slam im Porgy & Bess am 14.3.2019

mit Lisa Hofmaninger, Sax

Judith Schwarz, Schlagzeug

Judith Ferstl, Kontrabass

Cut: Badesommer-Blues

„Wie gut, dass die Brandung

Knochen zermahlt zu Sand

die Strände der Meere

sähen aus wie Friedhöfe

seit Jahrtausenden …“

Video recorded & edited by www.khy.at

28.3.

Alfred Zellinger: FAUSTINA DIE ERBIN

Jazz Slam im Porgy & Bess am 14.3.2019

mit Lisa Hofmaninger, Sax

Judith Schwarz, Schlagzeug

Judith Ferstl, Kontrabass

Cuts: Szenen 9/10: Anschlag II / Des Scheichen Ende

https://youtu.be/c8k8FQr0cFI

Video recorded & edited by www.khy.at

 

#

Super Weiße Weste … Bild: NYT

#

Endlich: die FAZ hat die ökologische Lösung für unsere Autohasser!

 

#

Haha, dem kleinen Bahnterroristen aus Bayern,

der jetzt in Wien verhaftet wurde,

ist seine Eitelkeit zum Verhängnis geworden:

Die Polizei ist ihm auf Grund seiner „Bekennerschreiben“

auf die Spur gekommen.

 

#

Die Spende des Mörders von Christchurch
werden die Identitären doch hoffentlich
einem guten Zweck widmen?
Würde die Flüchtlingshilfe vorschlagen.

27.3.

FAUSTINA DIE ERBIN

Cut: Prolog

Jazz Slam im Porgy & Bess am 14.3.2019

mit Lisa Hofmaninger, Sax

Judith Schwarz, Schlagzeug

Judith Ferstl, Kontrabass

https://www.youtube.com/watch?v=ixrbizU2710

Video recorded and edited by www.khy.at

26.3.

Damit ich mich künftig auch als gläubiger Mensch ausweisen kann:

Ich glaube an das Heilige Fliegende Spaghettimonster.

Und jetzt soll mir erst mal einer beweisen, dass es das nicht gibt.

#

„Flug von London nach Düsseldorf endete irrtümlich in Edinburgh“

Hmm, nicht ganz perfekte Navigation.

Ist ungefähr so als würde ich von Pula nach Venedig segeln wollen

aber dann in Vieste, Apulien landen.

25.3.

Liebe Schülerinnen:

Ich finde euer Engagement sehr sympathisch

und werde immer dafür eintreten, dass ihr gehört werdet.

Verzicht ist allerdings keine Zukunftsstrategie.

Nicht für Menschen, die eben im Begriff sind

so arrogant, wie sie die Welt sich erobert haben

im Weltraum sich auszubreiten.

24.3.

Nach der Einnahme von Baghus

ist der Islamische Staat eliminiert.

Bravo Kurden!

Dem großmäulig angekündigten Kalifat

war eine noch kürzere Existenz beschieden

als dem großmäulig angekündigten „Tausendjährigen Reich“.

Auch Bagdadi al Bakr / steht nicht mehr am Akr.

#

Dass „97 % der Wissenschaftler einig“ sind

bei der „menschengemachten Klimaerwärmung“

ist bei weitem kein Beweis

sondern eher ein Alarmsignal für die Stichhaltigkeit dieser Theorie.

In den 80ern waren sich fast alle einig

dass der Wald gleich sterben wird

doch die Emissionen sind seither nicht weniger

der Wald ist allerdings deutlich mehr geworden.

Und einmal waren sich fast alle Wissenschaftler einig

dass die Erde eine Scheibe ist.

Zur Ehrenrettung der Wissenschaft sei vermerkt:

die 97% sind ohnehin nur ein statistischer Schwindel.

23.3.

Den sog. „Brexit-Volksentscheid“ halte ich für illegitim:

Nicht bloß weil er strunzdumm ist

sondern zustande gekommen durch offensichtliche Lügen

von Politikern, wider besseres Wissen geglaubt

von einem rassistischen Pöbel

finanziert mit Geldern dubioser Herkunft.

Um die Demokratien vor ihrem Niedergang

zu Ochlokratien zu bewahren

ist künftig Vorsorge zu tragen

dass Dummheit und Niedertracht nicht zu Gesetzen

erhoben werden können.

#

Wen suchen all die Touristen hier
am Stephansdom?
Die österreichischen Atheisten.
Die genau genommen jetzt hier einen Flash Mob versammeln wollten.
Gut, es war ein Flas Mob: einer der Abwesenheiten ….

 

#

Heute ist „Atheistentag“.

Nicht überall in der Welt kann man öffentlich erklären

Atheist zu sein ohne mit dem Tod bedroht zu werden.

Hier kann man es und wir können beitragen

dass die Stimme der Vernunft zur Norm wird.

Flashmob um 13h: Wien, Stephansdom.

– Keine Bevormundung mehr durch kirchliche Kontrolle

– Abschaffung des Paragraphen StGB §188:

„Herabwürdigung religiöser Lehren“.

Empfehle zur Einstimmung Richard Dawkins

Der Gotteswahn.

 

22.3.

Heute „Weltwassertag“.
Nur keine Aufregung!
Es gibt noch genug sauberes Wasser
für unseren Plastikmüll …

 

#

ORF-Headline:
„US-Countrysänger bei Videodreh
irrtümlich erschossen“.
Na geh, so schlimm ist Country music
auch wieder nicht.

 

#

Wissenschaft.
Unsere Zeit wird einmal die Zeit gewesen sein
der Klima- und der Genderforschung …

21.3.

Welttag der Lyrik.

Obwohl ich der Religion der Heiligen Sprache & Schrift angehöre

habe ich den Welttag der Lyrik seit Jahren ignoriert.

Selbst wenn der Ober im Korb mich freundlich daran erinnerte

doch für meinen Kaffee heute mit einem Gedicht zu zahlen

„Sie schreiben ohnehin immer was“.

Heute habe ich es getan: im Korb ein Gedicht geschrieben.

Der Kaffee war es wert.

BADESOMMER AM MITTELMEER

Wie gut, dass die Brandung

Knochen zermahlt zu Sand

Die Strände der Meere

Sähen aus wie Friedhöfe

Seit Jahrtausenden

 

Wie gut, dass der Menschen Schrift

Festhält was geschieht

Wer könnte sich sonst erinnern

Um daraus – nichts zu lernen

Seit Jahrtausenden

 

Wie gut, dass Maschinen

Jetzt lernen zu lernen

Wenn schon nicht die Menschen

So wenigstens ihre Maschinen

Die nächsten Jahrtausende

 

Der Mensch sollte das Seil sein

Gespannt zum Übermenschen

Doch wird er zur Chimäre

Aus Hardware und Software

In Jahrtausenden

 

20.3.

Nina Horaczek im Falter

zur Kritik rechter Dumpfbacken

an den Schülerinnendemos zur Klimafrage

vor allem zum dummen Argument

die Schülerinnen sollten gefälligst in der Freizeit demonstrieren:

“Mit derselben Logik könnten sie fordern

dass Arbeitnehmer nur außerhalb der Arbeitszeit streiken sollen

wenn sie es ernst meinen“

 

#

Schlichte Denkerinnen werfen heute gern

sog. Neoliberale und rechte Nationalisten in einen Korb.

Klar. Und die Nazis waren ja eigentlich Sozialisten

es hieß ja „Nationalsozialisten“

und Zitronenfalter falten bekanntlich die Zitronen …

 

#

Bernard-Henri Levy im Standard:

Der Brexit ist kein Aufbruch

sondern der Rückzug eines trotzigen Kindes

in seine Sandkiste.

 

#

Darauf hat die Welt gewartet:
Gender-neutrale Computerstimmen!
Naja … hmmm …. warum nicht?

 

#

Strache kriegt einen Anfall
angesichts der Gfrieser im ORF … wait …

#

Globalismus.
Am Stammtisch im Cafe
auf der Bank neben mir wie üblich
ein Stoß Zeitungen.
Eine Frau in Vorbeigehen, launig:
„A Binkl voi Arbeit!“
Als ich sie einen Moment lang verständnislos ansehe
verbessert sie sich: „Very much to do today?“

19.3.

Das BMI hat – lobenswert – eine Meldestelle eingerichtet
für Cybercrime: against-cybercrime@bmi.gv.at
reagiert aber nur auf schriftliche Anzeigen
per e-mail werden diese nicht akzeptiert.
„Die Erstattung einer Anzeige via Meldestelle
ist nicht möglich.
Wenden Sie sich bitte an das Bundeskriminalamt“.
Tja, das Internet ist eine komplizierte Welt.

18.3.

Zum schweigenden Kurz-Kanzler

fällt mir ein altes römisches Rechtssprichwort ein:

„qui tacet consetire videtur“.

 

 

#

Brexit – endlich eine Lösung!

 

#

Gestern in der Hofburg:

ArtVienna – viel gute Kunst.

#

737 max?
Kann mir lebhaft die panischen Gesichter
der Boeing-Manager vorstellen
nach ihrem Triumphgeheul
noch vor wenigen Tagen
als Airbus die Einstellung seiner A380
bekannt gab

 

#

Kurzes Gedicht zum Nachmittag.
Neunundvierzig in Neuseeland gestorben /
die Waffen des Täters legal erworben

 

#

Etwas Gutes hat sogar das venezolanische
Staatsversagerregime:
Die Ölförderung im Land sinkt rasant.
Seine Öl- und Gasförderanlagen haben sich
dank politischem Wirtschaftsdilettantismus
seit 2016 halbiert.
Die OPEC ist sehr erfreut.

 

16.3.

Könnten wir nicht gegen das Klima
endlich ein paar Hexen verbrennen
Oder wenigstens ein paar SUV-Fahrer?

#

Neues von Ameriggas Trottelpräsidenten:

Er unterschreibt Schikanen und Sanktionen gegen alle Mitglieder

des internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag

die an einer Untersuchung arbeiten

über mögliche Kriegsverbrechen der USA in Afghanistan …

Schlechtes Gewissen, Trump?

Schlage vor, die USA aus dem Kreis der zivilisierten Staaten

zu verbannen, bis sie endlich die Zuständigkeit

des internationalen Strafgerichtshofs

auch fürs US-Militär anerkennen

– so wie die meisten andern zivilisierten Staaten.

15.3.

Große Schülerdemonstration zur Klimafrage in Wien.

Auch wenn ich Eure Meinungen nicht voll teile:

Bravo Schülerinnen!

#

Gestern im Porgy & Bess:

Faust III: FAUSTINA DIE ERBIN

Mein faustisches Trio Infernal

Lisa Hofmaninger, Judith Schwarz und Judith Ferstl

spielt wie die Hölle und Faustina sagt:

„Hell ist empty, and all the devils are here“

(danke Shakespeare)

14.3.

Sahra Wagenknecht hört frustriert auf.
Es ist ihr nicht gelungen
Deutschland und die EU zu entwaffnen
um sie gänzlich den Russen auszuliefern
damit endlich ihre kommunistisch-bolschewistische
Wunschgesellschaft eingeführt wird.

#

Brexit.
Eine gewisse Ironie liegt darin
dass letztlich nationalistisches Getue
um eine Staatsgrenze – die Nordirlands –
eine für Großbritannien passable Lösung verhindert.

13.3.

„Österreich erlaubt ab sofort autonomes Fahren“
und damit, die Hände vom Lenkrad zu nehmen.
Voraussetzung: Spurhalte- und Abstandsassistenten.
Mal probieren, ob mein Wagen das schon schafft …

#

Immer wieder versuchen manche
ihren zwanghaften Autohass zu rationalisieren
mit dem dummen Vergleich der Flächen
die private und öffentliche Fahrzeuge nutzen.
Als ob wir Menschen die Welt erobert hätten
und das im Weltall fortzusetzen im Begriff sind
um uns möglichst klein zu machen!

#

Die Menschen, die heute bei Demonstrationen
an denen ich gern teilnehme, skandieren
„Hoch die / internationale / Solidarität“
wissen nicht einmal mehr, was das ist.
und sind in Wahrheit genau jene
die im Grunde gegen alles Internationale sind:
gegen Konzerne und Organisationen
internationale Handelsverträge
bilaterale Abkommen
überregionale Vereinbarungen
sie wollen aus internationalen Verbänden austreten
internationale Gerichtshöfe nicht mehr anerkennen
die allgemeinen Menschenrecht mögen sie auch nicht
dafür wollen sie die „nationale Autonomie“ stärken
und die Entscheidungsgewalt „ins Land zurückholen“.
Tja, Leute, die „internationale Solidarität“
und die Geschichte werden auf euch pfeifen

#

Dachte nicht, dass ich das als alter Anglophiler
einmal sagen würde:
Wer braucht schon fish & chips?

#

Manchmal spricht man immer noch von „linksliberal“

doch längst stellte sich heraus

auch wenn es für manche ein bitteres Erkennen war:

„links“ ist ebenso weit von liberal entfernt wie „rechts“.

#

Karrierestrategie.
Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt für Rendi-Wagner
gegen Doskozil
ein Parteiausschlussverfahren einzuleiten.
Unwichtig wie es ausgeht aber maximaler PR-Wert.
Doch das window-of-opportunity schließt sich schnell.

12.3.

Die bierwampigen Stänkerer aus der Bierkneipe

die in ihrem Gefühl multipler Minderwertigkeit

Frauen anstänkern und tyrannisieren müssen

haben sich zu früh gefreut:

Das Urteil ihres Erstinstanzlers wurde aufgehoben:

Es genügt eben nicht, einfach zu sagen:

Die Hassbotschaften sind zwar auf meinem Computer

und auf meinem Facebook-Profil geschrieben worden

aber ich wars nicht

und ich sag auch nicht, wers war – ätsch!

In einem Rechtsstaat obliegt dem Richter die freie Beweiswürdigung

und dabei darf er sich nicht blöd stellen

– soweit jedenfalls das Oberlandesgericht.

 

#

Letzte Erinnerung. Versprochen.

Donnerstag, 14.3., 20h30, Wien 1, Porgy & Bess_

FAUSTINA DIE ERBIN

Jazz Slam mit

Lisa Hofmaninger Sax

Judith Ferstl, Kontrabass

Judith Schwarz, Schlagzeug

Alfred Zellinger, Voice

„Der neue Faust ist eine Frau …“

11.3.

Eröffnung Mark Rothko im KHM.
Die Bilder, die heute in den Museen und Galerien Europas
und Amerikas von ihm ausgestellt sind, zeigen ihn einseitig;
hier im KHM sieht man ganz andere Seiten von ihm, sage ich.
Nein, widerspricht die Kunstkennerin Esther-A.,
er hat erst spät zu seinem Stil gefunden,
was vorher war ist wenig relevant.
Nun denn.

10.3.

10 Jahre dauert jetzt die längste Hausse an der Wall Street.
Seit 2009 und nicht erst, wie Ameriggas Lügenpräsident
gern den Anschein erwecken will
seit dessen Amtsantritt 2017.
Inzwischen produzierte Trump aber durchaus Rekorde:
ein Rekordhandelsdefizit
und Rekordstaatsschulden.

(Bild: Kurier)

#

Österreich.

Land der Bierzeltklatscher

die in Ekstase geraten

wenn sie „Willkommensklatscher“ sagen dürfen.

#
Die evangelische Kirche will künftig
auch homosexuelle Paare segnen.
Klar.
Die Protestanten waren schon immer weniger gestrig
als die Katholen

#

Auch wenn manche hier das Gegenteil behaupten:
Mit den Elektroautos ist es wie mit dem Penis –
es k o m m t auf die Reichweite an.

9.3.

„Türkei droht mit Verhaftung
von Erdogan-kritischen Urlaubern“
Tolle Chance: Kurzurlaub buchen
und 10 Jahre bleiben dürfen!

8.3.

Kleine österreichische Drecksackphilosophie.
Ich warne alle Drecksäcke, die gern Drecksäcke wählen
damit andere als Drecksäcke behandelt werden:
Sie könnten bald selbst die Drecksäcke abgeben
die als solche behandelt werden
von ebenjenen, die sie gewählt haben.
Und dann beginnt wieder das große Gejammer …

#

Neues von Ameriggas Trottelpräsidenten:

Das Handelsbilanzdefizit der USA ist

als Folge seiner Steuer- und Zollaktivitäten

auf neue Rekordhöhen gestiegen.

100 Milliarden höher als im Jahr zuvor

insbesondere gegenüber China und der EU.

Er hatte zwar als sein Ziel ein Sinken des Defizits genannt

aber mit stupender Dummheit genau das Gegenteil erreicht.

#

Internationaler Frauentag (3)

„mein neuer Faust ist eine Frau …“

Ist mir ja schon peinlich

aber natürlich kann es nur Zufall sein

dass ich nächste Woche

meinen Faust III aufführe

im PORGY & BESS, 14.3., 20h30

als Jazz-Slam in 2-stündiger Kurzform:

FAUSTINA DIE ERBIN

Mein neuer Faust ist eine Frau

Erbin des faustschen Konzerns

zwei weitere Frauen stehen im Zentrum
Homuncula, eine Androidin mit Artificial Intelligence

und Faustens nun erwachsene Tochter Margret

Professorin für Astroökonomie / an der LSE

– ein Trio Infernal, wie es bald genannt wird.

Konsequent begleitet mich bei diesem Slam

ein junges, weibliches Trio Infernal des Jazz:

Lisa Hofmaninger, Judith Ferstl, Judith Schwarz.

#

Dem Internationalen Frauentag
sei ein Zitat aus meinem Europabuch
„Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas“
(Frühjahr 2019, Löcker Verlag) gewidmet:
„Gendering ist heute weit verbreitet
aber ich war damit schon in den 70ern befasst
als das Wort „Gendern“
wahrscheinlich noch gar nicht erfunden war.
Als Account Executive der britischen Agentur Masius
hatte ich in London Präsentationen zu halten
Power Point Karaoke war noch nicht erfunden
und seine Reden begann man nicht einfach mit
„Ladies and Gentlemen“
wie man gemeinhin glaubt.
Das wäre langweilig und wenig imagefördernd gewesen
für ambitionierte, weltläufige Jungmanager
insbesondere aus der Werbebranche.
Sind Ladies etwa nicht gentle?
Also ging man ans Rednerpult
ergriff das Mikrofon
sagte ohne zu zögern
„Gentle …“
als ob man „Gentlemen“ sagen wollte
was in der Regel in diesen Herrenrunden
eine ausreichende Begrüßung war
hielt dann aber ein
ließ demonstrativ den Blick in die Runde schweifen
um festzustellen ob Ladies anwesend waren
um dann locker fortzusetzen:
„Gentle … Lady and -Men!“
Tja, so ging frühes Gendering in den 70ern
als Teil der Karrierestrategie
stilbewusster Jungspunde.
War wie ich meine ein wenig eleganter als heute.

#

Dem Weltfrauentag, meine Damen und Herren
sei noch ein Zitat gewidmet aus meinem Europabuch
„Flaneurgeschichten aus der imaginären Metropole Europas“.
In Triest, auf der Ponte Rosso am Canal Grande
stoße ich auf James Joyce
natürlich sind wir beide auf dem Weg
zum Caffè degli Specchi
an der Piazza dell’Unita d’Italia
wo ich, in Kenntnis seiner ewigen Geldnöte
wie seiner Vorlieben
Jim, wie er von seinen Freunden genannt wird
auf eine Flasche Absinth einlade
„das grünäugige Ungeheuer“ wie er sie nennt.
„Mache mir gerade Notizen“ erzählt er
„über meine absolut lächerliche Vorliebe
für ein schönes Mädchen
aus einem triestiner Bürgerhaus
in dem ich Englischunterricht erteile.
Ha, die Eltern als groteske Versuche der Natur
das Bild ihrer Tochter zu erzeugen
nenne den Text Giacomo Joyce
hahaha, ich als Casanova …
ich beobachte bald jede Nacht
das Licht in ihrem Zimmer
gehe um Mitternacht nach dem Konzertbesuch
wieder hoch die Via San Michele
Stunden des Wachens bis Triest derb erwacht
Sonnenlicht auf braungeziegelte Dächer
Belluomo entsteigt dem Bett
von seines Weibes Liebhabers Weib …
da endlich kommt sie zu Pferd aus dem Tor
vor mir rollt sie ihr langes dunkles Haar auf
meine Worte sind in ihrem Kopf:
kalte blanke Steine die in einem Sumpf versinken
ihre Augen werden meine Gedanken trinken
und in das feuchte warme sich gebende
willkommen heißende Dunkel ihrer Weiblichkeit
hat meine Seele, selber zerfließend
eine liquiden und üppigen Samen
geströmt und geflutet …
es wird wohl eine einseitige Liebe bleiben, denke ich
aber ich will aus ihr eine DAME DE LETTRES machen
nehme sie dann wer will“
Von Ihnen, Maestro, sage ich
hörte ich soeben eine der elegantesten Formen
des Gendering: „dame de lettres“.
Ist das etwas Besonderes? fragt er.
Sie würden nicht glauben, Maestro, antworte ich
welch Aufhebens um dieses Gendering noch gemacht werden wird.
Ha! Wie leicht fallen einem doch Prophezeiungen im Nachhinein

6.3.

„Fastenzeit“
Ernähre mich eigentlich immer so, fällt mir auf,
als ob Fastenzeit wäre.
Niemand sollte extra an Fasten denken müssen.
Es gibt kein richtiges Leben im falschen.

#

Heut in der City.
Dachte, der Kostümierungszwang wäre vorbei?

#

Heißt der jetzt Schröcksnagel
oder wirklich Schröcksnadel?

5.3.

Durchaus üblich, dass ich mit Leuten,
mit denen ich im facebook per „Du“ bin
dann – offline – im Cafè per „Sie“ kommuniziere
und wir dann, bevor wir über divergierende Ansichten reden
uns zunächst über Themen austauschen
bei denen wir weitgehend einig sind
– was dann meistens ein langes Gespräch wird.

#

Fremdenhass, Rassismus und Antisemitismus
genügen der österreichischen Abart nicht.
Eine profunde, eingeborene Bösartigkeit gehört noch dazu.

1.3.

Headline heute.

„2 österreichische Rennläufer…“

nicht, nicht „haben gewonnen“

sondern „wurden wieder enthaftet“

#

Schadstoffhysterie.
„DAS GESCHÄFT MIT ERFUNDENEN TOTEN“
Auf der Jagd nach Spenden, Subventionen und medialer Zuwendung lügen NGOs und Forschungsinstitute auf Biegen und Brechen
„erfinden Tote“ (Der Spiegel) die niemand nachweisen kann, nach dem Motto: je schriller desto besser.
Doch die Schadstoffbelastung ist in den letzten Jahrzehnten drastisch gesunken
die Lebenserwartung hat sich dramatisch erhöht.
Also: Stay cool & carry on.
Tipp: wenn euch euer Leben lieb ist
fahrt lieber im Auto als in der U-Bahn
denn dort ist die Schadstoffbelastung
um ein Vielfaches höher
als selbst auf der frequentiertesten Straßenkreuzung
angereichert noch um den wirklich gefährlichen
Metallabrieb

#

Heut im Korb.
Am Nebentisch liest eine Frau „Die Welt“.
Als sie damit fertig ist und aufsteht
um die Zeitung zurück zu legen, komme ich ihr zuvor
und frage in meinem charmantesten Ton:
„Darf ich Ihnen die Welt abnehmen?“
Ihre Freundinnen haben sehr gelacht
und ich weiß bis jetzt nicht, warum.

 

#

Leider selten, dass unverantwortliche Politiker
die Folgen ihrer Lügen
so zu spüren bekommen
wie gerade in Großbritannien.

#

Wenn ich sage, ich sitz heut im Schanigarten des Korb dann sitz ich heut auch im Schanigarten des Korb.
Auch wenns nur kurz ist.

 

28.2.

Eröffnung im Belvedere 21.
Oben Attersee.
Unten „Über das Neue. Junge Szene in Wien“
Womit alles gesagt ist.

#

Regierung der Schildbürger.
Die Blätter berichten heute
dass rd. 1000 Lehrlinge in Österreich
leistungswillig, höflich, integriert
von ihren Unternehmen dringend gebraucht
jetzt abgeschoben werden sollen.
Die Wirtschaft versuche, Kanzler Kurz zu bewegen
diesen Unfug abzustellen.
Würde nicht auf ihn wetten.

 

#

Da staunt selbst Polybios:
Demokratie pervertiert nicht nur zur Ochlokratie:
Herrschaft des Pöbels statt Herrschaft des Volkes
sondern letztlich zur Kakokratie:
Herrschaft der Schlechtesten.
Österreich kann dieser These einmal als Schulbeispiel dienen.

#

Da ist ja Trump gerade noch mal

am Friedensnobelpreis vorbeigeschrammt.

#
Früher musste ich mich nur ständig
für den mediokren Faymann genieren
jetzt für praktisch die gesamte Regierung.

#

Save the Date.
Donnerstag, 14 März, 20h30, Wien 1, Porgy & Bess
Alfred Zellinger: FAUSTINA DIE ERBIN
Nach „Doktor Faustus in London“ &
„Doktor Faustus. Banker, Oligarch“
Faust I und II „ins 21. Jahrhundert gebeamt“
wie der Verleger schreibt
stelle ich nun einen Faust III vor: „Faustina die Erbin“.
Der neue Faust ist eine Frau, die schöne Helena der Antike
bei mir in Gestalt des Londoner Escort Girls Bea;
ebenso Homunculus, auferstanden als Androidin
mit Artificial Intelligence; und als dritte Frau
die exzellente Tochter Faustens mit Margret
– ein Trio infernale, wie es bald genannt wird.
Konsequent begleitet mich bei diesem Slam
ein junges, weibliches, faustisches Trio Infernal des Jazz:
Judith Schwarz, Lisa Hofmaninger, Judith Ferstl…

#

Eben erschienen:

Neue Folge meiner Kolumne „Sailing Poetry“

im Yachtmagagzin „Ocean7“ 2/19:

MINIMALISMUS AM TRAUNSEE

Wir unterbrechen die „Italienische Reise“ und begeben uns an den Traunsee, wo ich Thomas Bernhard motiviere

zu einigen Seiten Literatur

um dann mit Terry Riley, the Grandfather of Minimal Music

ein paar Schläge zu segeln …

#

Programmvorschau Löcker Verlag, Frühjahr 2019

Alfred Zellinger

FLANEURGESCHICHTEN

AUS DER IMAGINÄREN METROPOLE EUROPAS

ISBN 978-3-85409-958-1

Mit dem Blick des Flaneurs streift er durch Europas Städte

fügt diese sich zur Collage einer persönlichen, imaginären Metropole die, ohne konkrete geographische Koordinaten, irgendwo schwebt

zwischen Rom, Triest, Venedig, Wien, Paris und London …

eine europäische Flanerie, verdichtet zur europäischen Erzählung

500 Seiten

27.2.

der Heuchler …

#

Um die Schlagzeilen von morgen vorweg zu nehmen …

#

Hmm, wie ergoogelt man das Synonym zu einem Wort, wenn einem das Wort „Synonym“ nicht einfällt?

 

#

Pammesberger sinniert über die physische Beschaffenheit der Gehirne hinter dem Karfreitags-Halbfeiertags-Kabarett …

#

Kaum scheint die Sonne, rührt es sich im Garten

26.2.

Karfreitagsregelung.
Habe ausnahmsweise an der Regierung
nichts auszusetzen.
Religion ist Privatsache.
Religiöse „Feiertage“ sind es folglich auch.
Dass es zutiefst-österreichisches Kabarett war
wie es zu dieser Lösung kam
ist zusätzlich positiv anzumerken.

 

#

Ist ja nett von der New York Times
wenn sie Europa hier noch am Tisch sitzen sieht.
Wenn sich unsere nationalistischen Dumpfgummis
nicht rasch auf mehr Europa einigen
wird es an der Tafel bald nur mehr
die Servierkräfte stellen dürfen
– und vielleicht noch für die Tischmusik sorgen.

#

Was hab ihr auf einmal alle gegen den Hans Peter Doskozil?

Er will doch nur gleiches Unrecht für alle.

25.2.

Wenn ich die aktuelle innenpolitische Diskussion betrachte:

Brauchen wir eine neue Habeas Corpus Akte wie 1679

oder gleich eine Magna Charta Libertatis wie 1218?

Um wie viele Jahrhunderte liegen die Troglodyten

von der FPÖ eigentlich hinter unserer Zeit?

 

#

HEUTE IST DER TAG DES SCHACHTELSATZES.

Nein, ich werde jetzt hier keinen eigenen posten

doch einen der schönsten der Literaturgeschichte zitieren

aus Hermann Brochs „Tod des Vergil“

jenen schönen ersten Absatz der ersten Seite des Buchs

den ich so oft gelesen habe

dass er mir im Gedächtnis blieb

und ich ihn auswendig wusste

und, als ich eines Tages

mit meinem eigenen Boot Brindisi ansteuerte

ihn bestätigt fand

denn alles war noch, wie von Broch beschrieben

als des Augustus Segelgeschwader

mit dem sterbenden Dichter Vergil an Bord

Brindisium anlief:

Stahlblau und leicht, bewegt von einem leisen

kaum merklichen Gegenwind

waren die Wellen des adriatischen Meeres

dem Boot entgegengeströmt

als dieses, die mählich anrückenden Hügel

der kalabrischen Küste zur Linken

dem Hafen Brundisium zusteuerte

und jetzt, da die sonnige, dennoch todesahnende Einsamkeit der See

sich ins friedvoll Freudige menschlicher Tätigkeit wandelte

da war das Wasser beinahe spiegelglatt geworden

es wurde Abend, und man roch das Holzfeuer der Herdstätten

so oft die Töne des Lebens, ein Hämmern oder ein Ruf

von dort her geweht und herangetragen wurden …

Vergil, von einem schweren Fieber hingestreckt

auf einem Schiff

im Konvoi des Kaisers

dessen Geburtstag in Brindisium gefeiert werden sollte

das Manuskript der Aeneis

des künftigen Gründungsmythos von Rom

aus dem Stoff der homerischen Epen Ilias und Odyssee

sorgsam bewacht neben sich

von Sklaven umsorgt

zweifelt in den letzten Tage seines Lebens

ob sein Werk Bestand haben würde

denkt daran, das Manuskript zu vernichten

doch der Kaiser weiß das zu verhindern:

sucht Vergil an seinem Krankenbett auf

in der Absicht, die Aeneis mit sich nach Rom zu nehmen

„du benötigst nicht mehr den Tod für Deine Unsterblichkeit“

hält er Vergil entgegen

„und die Aeneis ist nicht mehr dein Werk

sie ist unser aller Werk

sie ist das Werk des römischen Volkes und seiner Größe“.

– und sollte mir das jetzt zu einem Schachtelsatz geraten sein

meine Damen und Herren

war das aber völlig unbeabsichtigt.

#
Das wird die nächste narzisstische Kränkung
für die Menschheit sein
nach Kopernikus, Darwin und Freud:
Wir haben noch immer nichts aus dem Weltraum gehört.
Sind wir denn hier wirklich alleine?
Oder ist da jemand, der es einfach nicht der Mühe wert findet
mit uns in Kontakt zu treten?

25.2.

„Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen“

Ludwig Wittgenstein konnte natürlich noch nichts ahnen

von Facebook & Co.

#

Neues von der Familie unserer Impfskeptiker …

24.2.

Ihr Framing-Opfer!

Ja, Diskussion ist angebracht

muss aber, wie Habermas schreibt

von Regeln der Vernunft geleitet sein.

Demokratische Entscheidungen

sollen nicht nur „den Willen einer Mehrheit“ widerspiegeln

sondern ein vernünftiger Ausdruck des Willens sein

so Habermas in seiner 2000-seitigen

„Theorie des Kommunikativen Handelns“

die ich hier, mit Verlaub, vom Kopf auf die Füße stelle:

nicht vernünftiger Ausdruck des Willens muss es heißen

sondern Ausdruck eines vernünftigen Willes.

Ihr Framing-Opfer!

23.2.

Lagerfeld.
In der „Welt“ heute ein Gespräch mit Gerhard Steidl
dem Verleger, für den er zwei Editionen betreute.
Und so sehr ich Lagerfeld kritisiere
seines indezenten, ja albernen Aufzugs wegen
so sehr bin ich jetzt berührt von seiner Bibliophilie.
Wer in seinen Häusern solche Bücherlager unterhält
kann kein schlechter Mensch sein.

#

„Wer Angst vor Europa hat, soll rausgehen“

Und „wer angesichts dessen, was die Amerikaner,

die Chinesen und die Russen treiben, nicht versteht,

dass wir mehr Europa brauchen“ –dem ist nicht zu helfen.

(Daniel Cohn-Bendit in der Wiener Zeitung)

#

Ausnahmsweise ein Lesetipp:

Philipp Weiss, Am Weltenrand sitzen die Menschen und lachen.

1000 Seiten, 5 Bände im Schuber, Suhrkamp.

Weiss erzählt in verschiedenen Stilen – Journal, Mitschrift, Enzyklopädie, Comic – Geschichten vom Frankreich des 19. bis zum Japan des 21. Jahrhunderts, vom Aufstand der Pariser Kommune bis zum Tsunami und Atomgau von Fukushima. Formal und inhaltlich so ambitioniert wie gelungen.

22.2.

Jeremy Corbyn, schreiben die Blätter,

droht, im Brexit Chaos unterzugehen

und seine Partei mit ihm.

Ihm geschähe recht.

Nicht bloß seines Antisemitismus

sondern auch seiner verlogenen Haltung wegen

vor der Brexit-Abstimmung

die letztlich für deren Ausgang entscheidend war.

Der Kerl ist ein Verräter an einem „sozialistischen“ Grundsatz

der genau genommen ein allgemeiner sein sollte:

der internationalen Solidarität.

21.2.

Das Cafe Griensteidl wird zum Supermarkt.
Krausens „Demolirte Literatur“ ist damit
endgültig vollstreckt.
Irgendwo noch ein „Cafe Größenwahn“?

 

#

„Hohe Halbfeiertage“
Pammesberger erfasst den Wesenskern der Regierung.

#

Nach einem guten Quickie neigt man dazu
damit in seiner Stamm-Bar zu renommieren.
In der Politik ist es nicht anders.

 

#

Wetterbericht: Heute Kaltfront mit bis zu minus 95 Grad; mittlere Winde aus Südwest … achsoo: auf dem Mars.

#

Die „Statistik Austria“ soll dem Bundeskanzleramt
unterstellt werden.
Damit die Fakten der Politik folgen
und nicht umgekehrt.

20.2.

De mortuis nil nisi bene sagt man und in der Regel halte ich mich daran;

aber die „Jogginghose“ als ein Zeichen für Kontrollverlust ihrer Träger

verdammte ausgerechnet ein Mann, der es für nötig hielt, täglich auffallen zu wollen

mit dicken Silberketten, Hemdkrägen wie Segel, Gürtelschnallen wie in Texas,

Rosschwänzchen im Haar, in schwarzen Fräcken auch tagsüber (!)

und mit auf Schuhen extra aufgenähten, überflüssigen Schnallen ….

frage mich also, wer hatte da die Kontrolle verloren

– über seinen Geschmack?

#

Mein Algorithmus ist strohdumm

und hat nichts dazu gelernt.

Ich google „Mephisto“

da mir der Vorname von Thomas Manns Sohn nicht einfällt

wohl aber dessen bekannter Roman

und bekomme seitenweise

einen „Mephisto-Mode-Onlineshop“ angeboten.

Als ob ich jemals nach Mode gegoogelt hätte

18.2.

Hahaha, auf PULS4.com gefunden:

„Kabarett muss der Politik folgen

und nicht die Politik dem Kabarett“

#
Längst gibt es Digital Assistants im Auto
fürs automatisches Abstandhalten
für gefahrloses Abbiegen
für die richtige Geschwindigkeit
für exaktes Bremsen.
Wann gibt’s endlich Digital Assistants
gegen dumme Postings?

#

Bin sehr für das neue Urheberrecht im Internet!

Wie sonst sollen sich denn Schriftsteller

künftig noch ihre Villen und Yachten leisten können?

17.2.

Vorschau I

Meine nächste Kolumne im Yachtmagazin

Ocean7, 2/19, erscheint am 27.2.:

„Minimalismus am Traunsee“

Wir unterbrechen die „Italienische Reise“

und begeben uns an den Traunsee

wo ich Thomas Bernhard zu einigen Seiten Literatur motiviere

um dann mit Terry Riley, the Grandfather of minimal music

ein paar Schläge zu segeln.

#

Vorschau II

Mein nächster Jazz Slam im Porgy & Bess:

Donnerstag, 14 März, 20h30, Wien 1
FAUSTINA DIE ERBIN
Nach „Doktor Faustus in London“ &
„Doktor Faustus. Banker, Oligarch“
Faust I und II „ins 21. Jahrhundert gebeamt“
wie der Verleger schreibt
stelle ich nun einen Faust III vor: „Faustina die Erbin“.
Der neue Faust ist eine Frau, die schöne Helena der Antike
bei mir in Gestalt des Londoner Escort Girls Bea;
ebenso Homunculus, auferstanden als Androidin
mit Artificial Intelligence; und als dritte Frau
die exzellente Tochter Faustens mit Margret
– ein Trio infernale, wie es bald genannt wird.
Konsequent begleitet mich bei diesem Slam
ein junges, weibliches, faustisches Trio Infernal des Jazz:
Judith Schwarz, Lisa Hofmaninger, Judith Ferstl…

#

Vorschau III

Mein nächstes Buch:

Alfred Zellinger, FLANEURGESCHICHTEN

AUS DER IMAGINÄREN METROPOLE EUROPAS

Frühjahr 2019 bei Löcker

ISBN 978-3-85409-958-1

Mit dem Blick des Flaneurs streift er durch Europas Städte

fügt diese sich zur Collage einer persönlichen, imaginären Metropole die, ohne konkrete geographische Koordinaten, irgendwo schwebt

zwischen Rom, Triest, Venedig, Wien, Paris und London …

eine europäische Flanerie, verdichtet zur europäischen Erzählung

500 Seiten

15.2.

Gabalier.
Valentinsorden.
Goldenes Ehrenzeichen der Stadt Graz.
Bald wird ihn die FPÖ als Kulturminister vorschlagen.
Sollte ich jetzt mein Goldenes Ehrenzeichen
zurück geben? Das ist allerdings von Wien.
Und „in Graz muss man nicht gewesen sein“
schrieb schon Thomas Bernhard.

13.2.

Falter-Cover heute:
„Der geilste Popstar“ …
Kinderkrankheiten bei euch ausgebrochen, Falter
oder bloß neue Marketingstrategie?

#

Pammesberger über die Leiden der FPÖ-Funktionäre -und deren Ursprung…

12..2.

Darwin-Day.
Zeit ihn weiter zu denken.
Die Evolution der Menschheit
ist heute nicht mehr bestimmt
von Variation durch Mutation und Selektion.
Mittels der Gentechnik ist die Menschheit jetzt imstande
ihre eigene Evolution selbstbestimmt fortzusetzen
und damit der Stümperei eines jeglichen vorstellbaren Gottes
ein Ende zu bereiten.
Ich sehe für die Menschen eine Verpflichtung zum Fortschritt
damit man eines Tages wirklich
von „intelligent design“ reden kann.

#

Die New York Times
ist ja wieder sooo gemein!

#
Österreichische Innenpolitik:
Eine Kretzn nutzt die Krätze /
für die übliche Hetze.

11.2.

Mein Algorithmus ist noch immer
sowas von daneben:
Google nach Dido, der Gründerin Karthagos
und unglücklich in Aeneas verliebten
und was bietet mir Google, seitenweise?
Eine britische Sängerin namens Dido.

 

9..2.

Nazis, die dümmste Abart unter heutigen Rechtsradikalen.

(Bild: Zeit Online)

20.09.2018, Nordrhein-Westfalen, Mönchengladbach: Teilnehmer eines „Trauermarsches“ stehen während der Kundgebung in der Nähe des Ortes, an dem die Leiche des Mitgründers der Hogesa-Bewegung gefunden wurde. Nach dem Tod eines polizeibekannten Rechtsextremen in Mönchengladbach ist der «Trauermarsch» von Sympathisanten friedlich verlaufen. Foto: Christophe Gateau/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit

#

Trotziger Versuch, erstmals dieses Jahr
wieder im Vorgarten des Korb zu sitzen …

#

Andrea Maria Dusl durchschaut die Ängste unsrer
Impfskeptiker …

 

8.2.

Was das „Volk“ sich so wünscht ….

(Bild: Die Presse)

#

„Es darf keine Denkverbote geben“ ist das neue
„Das wird man doch noch sagen dürfen“.

 

#

Sprechverbote?

Denkverbote?

„Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust

die eine will sich von der andern trennen“

weshalb ich mich einerseits gegen die Sprechverbote

der Political Correctness wende

die auf Denkverbote hinauslaufen

zugleich widern mich die rechten Dumpfbacken an

die mit „das wird man doch noch sagen dürfen!“

neuerdings in der Form „Keine Denkverbote!“

gern ihr Wort von der „Holocaustlüge“

ihre rassistische Niedertracht

oder ihre Hetze gegen Menschenrechte immunisieren wollen.

7.2.

Kurz-Gespräch mit Trump.

Warte dringend auf die Aussendung der österr. Regierung:

„Kurz sperrt die Mexikoroute!:

 

#

Mit „799 Hitzetote 2018!“ versuchen derzeit
unsere Klimahysteriker Stimmung zu machen.
Verschweigen dabei aber vorsorglich
wieviele Kältetote wir uns zugleich ersparen.
Nach ärztlichen Statistiken gibt es 5× soviel
Kältetote wie Hitzetote. Plausibel.
Weil man eben leichter erfriert als erschwitzt …

 

#

Impfskeptiker –
unsere letzten Freiheitskämpfer.

#

Die Presse toppaktuell mit ersten Berichten von Kurz-Gesprächen mit Trump.

6.2.

Liebe Impfgegner!
Bitte treten weiter ein für den Artenschutz!

#

Liebe Impfskeptiker:

Recht so. Wir brauchen keine Impfungen.

Ihr könnt ruhig auf alte Rezepte vertrauen.

#

Die Wiener Zeitung hat weitere Ideen für Impfskeptiker …

#

Vor dem Kurz-Besuch:
letztes Briefing für den Trottelpräsidenten …

(Bild: SN)

5.2.

Die einzigen Monate im Jahr

in denen es vorkommen kann

dass ich mich in die Sonne lege

sind Jänner und Februar

– so wie eben.

#

„Versorgung“ in Venezuela.
Nach Jahren der Staatswirtschaft & Korruption
des Nepotismus & Regierungsdilletantismus
hungern die Menschen, sie sterben, weil es
an Medikamenten mangelt oder sie sterben direkt
am Staatsterror. Mehr als 1,5 Millionen
emigrierten bereits in Nachbarländer.
Und nein, die USA brauchen Venezuelas Erdöl
längst nicht mehr, seit ihr Fracking so gut funktioniert. Also keine Ausreden.

 

4.2.

Begrüße das Antreten Voggenhubers zur Europawahl
– ein kompetenter und klassisch gebildeter Europäer.
Bin zwar mit ihm oft uneinig
aber im Cafè können wir auch stundenlang
über Themen reden, bei denen wir uns einig sind.
Und darauf kommt es an.

#

Venezuela.
Etliche meiner linken Freunde kritisieren gerade
in alter Tradition
das Engagement der USA
gegen den blutigen Diktator Maduro
der sich – nach Ausschaltung des Parlaments
und längst demokratisch nicht mehr legitimiert –
noch an der Macht hält
gestützt bloß auf die Gewehrläufe des Militärs
und dessen so korrupte wie dilettantische Regierung
die das Land, das dank seiner Ölvorkommen
so reich sein könnte
wie Saudiarabien, Katar oder Norwegen
in Armut und Elend gestürzt hat.
Hunderttausende leiden an Hunger
oder sterben an mangelnder medizinischer Hilfe
Millionen sind bereits in die Nachbarländer geflüchtet.
Ihr müsstet den USA dankbar sein
weil sie wieder einmal auf sich nehmen
was Pflicht der UNO wäre
wenn diese nicht durch das ständige Veto
von China und Russland im Sicherheitsrat blockiert wäre
nämlich der „Responsibility to protect“:
unterdrückte Völker vor Unrecht zu schützen.
Und nein, das Erdöl Venezuelas
brauchen die USA längst nicht mehr.
Seit das Fracking gut funktioniert
sind sie selbst Energieexporteure geworden
drängen sogar die Europäer
auch bei ihnen und nicht nur bei den Russen zu kaufen.
Ihr solltet eure überkommenen Klischees
wenigstens technisch auf den letzten Stand
der Technik bringen.

3.2.

FAHRVERBOTSSCHILDBÜRGER?

Lese grad in der „Welt“, die höchste Konzentration

an gesundheitsschädlichem Feinstaub findet man

nein, nicht an Straßenkreuzungen

sondern in den U-Bahn-Stationen.

100 Pneumologen veröffentlichten gerade einem

in den Medien diskutierten Aufruf:

Die derzeitigen Grenzwerte bei Feinstaub und Stickoxyden

hätten „keinerlei wissenschaftliche Basis

die Hysterie um Dieselfahrverbote sei grotesk, irrational

aus wissenschaftlicher Sicht beschämend

und bloß entgleister Aktionismus“

die Messwerte der Umweltschutzämter seien großteils Fakes

was man gerade in München nachgewiesen hätte.

Die Grenzwerte seien in Frage zu stellen

eine Feinstaublunge hole man sich nicht an Straßenkreuzungen

sondern in den U-Bahn-Stationen

Stickoxyde hingegen spielen eine untergeordnete Rolle …

Aktivisten vom Umweltschutzbund giften sogleich:

Die Ärzte sind alle von der Autoindustrie gekauft!

Nun denn.

In der neuen ZEIT differenziert man:

Bei Versuchen habe man Leute radfahren lassen

in einem Gemisch aus Feinstaub und Stickoxyden

bald zeigten sich negative Effekte

bei der Sauerstoffaufnahme des Blutkreislaufs

dann filterte man den Feinstaub aus

ließ aber die Stickoxyde

und die negativen Effekte verschwanden rasch.

Die Schildbürger von heute bellen am falschen Baum.

Die Grenzwerte für Feinstaub sind herabzusetzen

die für Stickoxyde hingegen kann man vergessen.

Und seine Gesundheit schützt man eher

wenn man mit dem Auto fährt statt mit der U-Bahn.

Bleibt der Schluss:

Fahrverbote sind sehr zu begrüßen – für die U-Bahnen.

2.2.

Alain Finkielkraut in der NZZ zur „freien Rede“ in den Social nets:

Die Rede mag frei sein, aber sie ist auch frei von Anstand.

#
Werden die Archäologen der Zukunft
unsre Facbook-Pictogramme einmal als Hiroglyphen
dieser Zeit zu enträtseln versuchen?

1.2.

Wie war das doch gleich?
Wirtschaft muss der Politik folgen
und nicht Politik der Wirtschaft?
Aber klar doch.
Von Mao über Stalin, Pol Pot und Honecker
bis zu Venezuelas Manduro
ist es erwiesen
immer mit dem gleichen Resultat:
Mangelwirtschaft, Korruption, Nepotismus, Hungersnot, Gefängnisse, Massensterben …
Aber beim nächsten Mal klappts ja bestimmt.

#
In der Süddeutschen, gestern, berichten US Ärzte
vom täglichen Gemetzel mit Schusswaffen in den USA:
110 Tote täglich, dazu 190 Verwundete
40.000 Tote pro Jahr, 70.000 Verwundete
alle paar Monate eine Massenerschießung
im Polizeijargon CPMS /
Civilian Public Mass Shooting genannt.
Der nächste, der hier den amerikanischen Waffenwahn verteidigt,
etwa mit dem Dummspruch
„nicht Waffen töten, sondern Menschen“
wird … nein, nicht erschossen
er muss mur diese Statistik auswendig lernen.

#

Westenthaler, der Vorstadtstrizzi aus FPÖ und BZÖ

verurteilt wegen Betrugs

nach seiner Gefängnisstrafe sogleich eingeladen

beim Fellner Regierungssender oe24.

Gilt dort jetzt als Experte für österr. Strafvollzug …

#

Kampagnen der Regierung gegen Wien?

Keep calm & carry on.

Wien hat schon die Belagerungen

durch die Türken zurück geschlagen

Es wird auch die Belagerung durch die Türkisen überstehen.

31.1.

Eröffnung Gerard Byrne in der Secession.
„Upon all the living and the Dead“

In der Secession immer interessante Positionen

die man als schlichter „Amateur“ –

als „Liebender“ im Sinn des Wortes, zu schätzen weiß.

#

Erinnert sich noch jemand an Myspace?

30.1.

Florian Klenk im neuen Falter:
„Wir haben vergessen, was in den Menschen
den mit staatlicher Macht
ausgestatteten zumal, schlummert:
Rohe Brutalität, die Banalität des Bösen“
Was heißt „schlummert“?

#
Der ÖVP böte sich heute eine elegante Lösung
diesen Kickl in der Regierung los zu werden:
Heute, beim Misstrauensantrag gegen Kickl
bräuchten nur einige ihrer Abgeordneten mit zu stimmen.

29.1.

Die NZZ zu Draghis Erbe:
„EZB im Schlamassl … hoch verschuldete Staaten hängen am Tropf billigen Geldes … geldpolitische Geisterfahrt … Negativzinsen & Quantitative Easing gravierendste Fehlentscheidungen in der Geschichte der EZB“.
Seh ich auch so.
Allerdings hat Dragi 2012 in London den Euro gerettet.
Die Geschichte wird also zu ihm nicht so streng sein.

28.1.

Trump hofft gerade auf gute Verhandlungsergebnisse
mit Afghanistans Taliban.
Das sind doch die Typen
die kleine Mädchen in den Kopf schießen
die in die Schule gehen wollen.
Tja, denen darf man das Land
ruhig wieder überlassen.

26.1.

Vereinigtes Königreich gegen uneiniges Europa …

(Bild: NYT)

 

#

Sage noch einer, die FPÖ halte nichts von Menschenrechten …

(Bild: Die Presse)

25.1.

#

Als Dr. & Prof. verbitte ich mir übrigens

den Missbrauch der Bezeichnung „Akademikerball“

durch eine fragwürdige Minderheit unter Akademikern.

#

Hahaha, wusste gar nicht, dass BM Ludwig so ironisch sein kann:

Bei einer Rede zitiert er aus Frank Sinatras „New York New York“:

„Wien ist ja bekanntlich eine Stadt, die niemals schläft“

 

#

Wegen des Naz… pardon „Burschenschaftlerballs“ bereits jetzt Ausnahmezustand in der Wiener Innenstadt. So viele Polizisten sieht man sonst nie auf einem Haufen. Gelange nur auf Umwegen ins Hawelka. Allein deswegen sollte der Ball aus Wien verbannt werden … aber welchem Bundesland kann man diese Figuren zumuten?

#

Venezuela.

Maduro ist längst ein blutiger Diktator

der sich – undemokratisch – und (noch) gestützt

auf die Gewehrläufe des Militärs an der Macht hält.

Indessen hat seine korrupte Regierung

das Land in Hunger, Armut und Elend gestürzt,

Millionen sind davor schon in Nachbarländer geflüchtet.

Hoffe, der Maduro-Spuk ist bald zu Ende.

24.1.

Sitzt der Christian Rainer jetzt wirklich in Jogginghosen

in der Runde der Chefredakteurinnen auf ORF III

oder nimmt er sich mit den Lampassen seiner Hose

bloß ein Beispiel bei Kickls Generalsekretär Goldgruber?

Fehlt nur noch die goldgefasste Lilie am Kragenspiegel.

#

Heumühlviertel Eröffnungen: hier Galerie König

#

Autobombe der Neuen IRA gestern in Derry.
Nach dem Brexit „wird eine harte Grenze wieder
die Realität der britischen Besatzung
bewusst machen“; der bewaffnete Kampf
werde fortgesetzt, verlautbart sie.
Deutlicher könnte man es nicht demonstrieren:
Wo Europa nicht ist, ist wieder Krieg.
Aber das störte bekanntlich unsere
nationalistischen Dumpfbacken noch nie besonders.

#

Das Recht soll der Politik folgen?

Empfehle dem Innenminister diese Lektüre

verfasst 1920 vom Rechtsgelehrten

oder, wie ich es von FPÖ-Funktionären oft höre

„vom Juden Hans Kelsen“.

Hört man übrigens als Jusstudent im 1. Semester:

Vorlesung „Grundbegriffe des Staates und des Rechtes“.

23.1.

Vorrang der Politik vor dem Gesetz?

Empfehle Beobachtung der Partei die das vertritt

durch den Verfassungsschutz …

achsoo … der untersteht ja jetzt auch dieser Partei …

#

Eröffnung in der Galerie ARC.art, Kaiserstraße: Michael Ornauer
„Erst das Unspektakuläre ermöglicht das Spektakel“.

22.1.

Auch nach dem heutigen Frauenmord in Tulln –
Was haben alldie Frauenmorde
der letzten Wochen gemein?
Nein. Nicht das Herkunftsland des Täters.
Auch nicht seine Rasse oder Religion.
Alle Mörder stammen aus dem engsten
familiären und sozialen Umfeld der Frauen.
Ihr gefährlichster Platz ist das eigene Heim.

#

Was Oxfam verschweigt: Deutlich weniger extrem Arme auf der Welt (Bild: FAZ)

21.1.

Oxfam infam.

Bevor wieder einige in den Katastrophenmodus verfallen:

Wie alle Jahre, genau vor dem WWF in Davos

kommt Oxfam mit derselben Masche:

ein sog. „Ungleichheitsbericht“ wird veröffentlicht

der das alte Neidparadigma breittritt:

„Milliardäre werden um 2.5 Milliarden Dollar reicher – pro Tag“

„Die Kluft zwischen Armen und Reichen wird gefährlich größer “

„Die Vermögen der Milliardäre stiegen um zwölf Prozent“ etc.

Etliche Behauptungen von Oxfam

haben sich oft als falsch herausgestellt

und mussten korrigiert werden

bei den Vermögen werden Kraut und Rüben

addiert und subtrahiert.

Wer 3000 Euro am Konto hat und keine Schulden

gehört zu den reichsten 50% der Menschheit

wer Villa & Yacht besitzt

aber Kredite abzahlt

gehört zu den Ärmsten der Welt.

Reiner Unfug.

Und weil es erst ein Jahr her ist sei daran erinnert

dass Oxfam-Mitarbeiter in Haiti und im Tschad aufgeflogen sind

weil sie mit Spendengeldern und Drohungen

Frauen zum Sex genötigt haben

denen sie eigentlich helfen sollten.

Und wer jedes Jahr vor Davos mit moralinsauren Apellen

gegen die Reichen hetzt

sollte moralische Grundsätze

vor allem auf die eigene Geschäftsgebarung anwenden.

Von mehr als 1 Milliarde Euro Einnahmen an staatlichen Subventionen

werden bei Oxfam 31% abgezweigt

für „allgemeines Management und Administration“

allein 67 Millionen für „Influencing“-

Das schrieb man im Vorjahr.

Hat Oxfam seine Geschäftspraktiken indessen geändert?

Weiß schon, Oxfam braucht diese Neiderzählung

weil es sonst niemand beachten würde.

Oxfam infam.

 

20.1.

Vilimsky wird von der FPÖ zum Spitzenkandidaten

für die Europawahl nominiert.

Muss gleich ein wenig Werbung für ihn machen.

#

Nach einem Jahr in der Regierung:
Früher haben die Rechten nur 3 Bier bestellt.
Jetzt bestellen sie immer 5 auf einmal.

 

#

Kleine Kaffeehausblasphemie zum Abend.
Junger Saurier zu Papasaurier:
„Existiert Gott?“
Papasaurier zum jungen Saurier:
„Noch nicht“

 

#

Was ist den 4 Frauenmorden
der letzten Wochen gemeinsam?
Nein, weder Herkunftsland noch Rasse
oder Religion der Täter.
Gemein ist ihnen:
Die Mörder kommen alle aus dem nächsten, verwandtschaftlichen oder sozialen Umfeld
ihrer weiblichen Opfer.

 

#

„Warum sind die Populisten gegen Europa?“

„Weil es alles verkörpert, was sie hassen:

Die Freiheit, die Demokratie. Das schöne Weltbürgertum.

Die Idee der offenen Gesellschaft.

Den freien Austausch von Ideen, Waren und Personen.“

(Bernard-Henri Levy im Interview in der Welt)

 

#

In Europa kommen die Diktatoren heute aus den Wahlurnen.

(Bernard-Henri Levy in der Welt)

 

19.1.

Karas für die ÖVP in die Europawahl. Gut so.
Fehlt noch Voggenhuber für Pilz.
Dass du mir nicht kneifst, Johannes
wenn das bei denen durchgeht!

#

Bei manchen Politikern genügt es,
ihre Visagen zu zeigen (3)

Diese hier ist Anneliese Kitzmüller, FPÖ, 3. Nationalratspräsidentin

in den Medien als “strammrechts“ bezeichnet

und als „homophobe Hardlinerin“

die gern gegen kinderlose Frauen hetzt

die künstliche Befruchtung bei lesbischen Paaren ablehnt

die Aufhebung des Adoptionsverbotes für homosexuelle Paare

einen „schwarzen Tag für Kinder“ nennt.

zu Weihnachten das germanische „Julfest“ zelebriert

dazu „Heil Sonnenwende“ postet

und mit ihrer parlamentarischen Anfrage:

„wie viele Flüchtlingskinder haben es unbegleitet in eine österr. Grippe (sic!) geschafft?“ nicht nur ihre Rechtschreibschwäche outet.

ABD0059_20171128 – WIEN – ÖSTERREICH: Norbert Hofer (FPÖ) und Anneliese Kitzmüller (FPÖ) vor Beginn einer Verhandlungsrunde der Steuerungsgruppe im Rahmen der Koalitionsverhandlungen zwischen ÖVP und FPÖ am Dienstag, 28. November 2017, in Wien. – FOTO: APA/HELMUT FOHRINGER

#

Bei heutigen Nazis genügt es meist

Ihre Visagen zu zeigen.

18.1.

Bei manchen Politikern genügt es,
ihre Visagen zu zeigen (2)

Diese versucht gern, ausländische Jugendliche

hinter Stacheldraht zu internieren

und ärgert sich viel über „Schwuchteln“ und „Dreckskünstler“.

17.1.

Die Süddeutsche über die schwierige Arbeit
der Übersetzerinnen von Literatur:
Hat man in den 60ern wirklich
„Sex haben“ geschrieben?
Dazu spontan: Nein.
Man schrieb damals „Sex machen“.
War besser.

 

#

Selbst Armin Thurnher schreibt im neuen Falter
von einer „rechten, kulturellen Hegemonie“
die jetzt herrsche.
Aber stimmt das wirklich?
Die „Rechten“ werden doch laufend
als die Dumpfbacken & Lügner
des Landes enttarnt …
Weiß schon: ihren ebensolchen Wählern ist das egal.

 

#

Wenn ihr gerade was Leuchtend-Rotes

durch Wien schweben seht –
das sind die Ohren von Strache
der eben von einem Gericht
der Lüge überführt wurde …

 

#

„Der Tod, das muss ein Wiener sein …“

16.1

Bei dem dummen Regierungsgerede

über die vielen Faulenzer in Wien:

Könnte hier jemand ausrechnen,

wie weit die Arbeitslosenquote in Wien sinken würde

wenn die 300.000 „Gastarbeiter“ aus den Bundesländern

denen Wien Arbeit gibt

in ihre Bundesländer zurück geschickt würden?

#

Bei manchen Politikern genügt es,

ihre Visagen zu zeigen.

Diese Fresse z.B. intrigiert bei jeder Gelegenheit

gegen die EU, gegen deren Kommissionspräsidenten persönlich

und sitzt zugleich, fett bezahlt, im europäischen Parlament

mit dem Auftrag der FPÖ, dieses möglichst zu sabotieren.

15.1.

Aufregung in Deutschland.

Die AfD ist jetzt zum Prüfobjekt geworden

für den Verfassungsschutz.

Gut so.

Die Demokratie darf nicht so blöd sein

sich mit ihren eigenen Mitteln abschaffen zu lassen.

 

#

Warum gerade die Rechtsradikalen

gar nicht genug davon bekommen

über Relotius und Menasse zu giften?

Ihr müsst das verstehen:

da werden sie seit Jahrzehnten

von jedem halbwegs intelligenten Menschen

und in den seriösen Medien

als vorgestrige Trottel vorgestellt

und dann sehen sie eine Chance

es diesen arroganten Schnöseln heimzuzahlen

indem sie zwei von ihnen der Lüge bezichtigen

und so tun sie das halt, so gut es geht.

Leider manifestieren sich auch darin wieder

Bösartigkeit, Niedertracht und Dummheit

Nun denn.

 

#

Der strunzdumme „Brexit-Volksentscheid“ der Briten

hat sich indessen als größter, unfreiwilliger Witz

des sog. Populismus erwiesen.

„Und auf vorgeschriebenen Bahnen
zieht die Menge durch die Flur
den entrollten Lügenfahnen
folgen alle – Schafsnatur!“

(Faust II; Vorgebirg)

14.1.

Causa Relotius.
Gewiss beneiden uns jetzt die Deutschen
um unsere seriösen Edelfedern
in Kronenzeitung und „Österreich“.

13.1.

Hahaha, so hat sich die Merkel-muss-weg-Gebetsliga das aber nicht vorgestellt …

Ich stelle vor: die präsumptive nächste Kommissionspräsidentin.

#

Neu auf der CES: KD – Künstliche Dummheit.
Endlich die Antwort auf Mephisto in meinem Faust II:
„Man spricht über Künstliche Intelligenz ausführlich /
doch nicht über Künstliche Dummheit –
die gilt noch immer als natürlich

12.1.

Causa Menasse.
Noch immer anhaltendes Gegacker& Gegifte.
Daher, was Hallstein in seiner römischen Rede
wörtlich gesagt hat (cit. Die Presse, 12.1.):
Es ist wahr „dass die überkommene, politische
Form unseres Kontinents, seine Aufsplitterung
in eine große Anzahl kleiner Staaten
den Erfordernissen unseres Zeitalters
nicht genügt … die politische Idee
der nationalstaatlichen Souveränität ist verblichen …
in zwei Weltkriegen ist sie in den Flammen
der europäischen Selbstzerstörung untergegangen“.
Menasse hätte gar nichts dazu fantasieren müssen.
Klar ist jedenfalls, warum unsere
nationalistischen Dumpfbacken
gerade gegen beide gackern & keifen, soviel es geht.

#

Save the Date.
Donnerstag, 14 März, 20h30, Wien 1, Porgy & Bess
Alfred Zellinger: FAUSTINA DIE ERBIN
Nach „Doktor Faustus in London“ &
„Doktor Faustus. Banker, Oligarch“
Faust I und II „ins 21. Jahrhundert gebeamt“
wie der Verleger schreibt
stelle ich nun einen Faust III vor: „Faustina die Erbin“.
Der neue Faust ist eine Frau, die schöne Helena der Antike
bei mir in Gestalt des Londoner Escort Girls Bea;
ebenso Homunculus, auferstanden als Androidin
mit Artificial Intelligence; und als dritte Frau
die exzellente Tochter Faustens mit Margret
– ein Trio infernale, wie es bald genannt wird.
Konsequent begleitet mich bei diesem Slam
ein junges, weibliches, faustisches Trio Infernal des Jazz:
Judith Schwarz, Lisa Hofmaninger, Judith Ferstl…

 

11.1.

Habe mich für den Bundeskanzler Faymann geniert

wegen seiner stupenden Mediokrität.

Habe Bundeskanzler Kurz

anfangs zumindest für einen geschickten Burschen gehalten.

Doch jetzt genier ich mich auch für ihn

und seine andauernden Peinlichkeiten

genau so wie für Faymann.

Können die Österreicher nur noch unausgebildete Studienabbrecher

sich zum Bundeskanzler wählen

die nichts gelernt haben

keinen Beruf ausüben könnten außer „Politiker“

und auch sonst keine besonderen skills haben?

In jedem Konzern wären diese Typen

nach den üblichen Screenigs, Ratings und Rankings

klar für jede Führungsfunktion ausgeschlossen.

#

Kleines Gedicht zum frühen Morgen…

Good Morning Vienna!
Good Morning Austria!
This is Radio Kurz Calling.
Hey! This is not a test.
This is Rock’n Roll.
Oh no! You follow the Ho Chi Minh Trail.
Oh, fuck! It’s Hanoi-Vienna!

10.1.

SAVE THE DATE:

Donnerstag, 14 März, 20h30, Wien 1, Porgy & Bess

Faust III: FAUSTINA DIE ERBIN“

Nach „Doktor Faustus in London“ &

„Doktor Faustus. Banker, Oligarch“

Faust I und II „ins 21. Jahrhundert gebeamt“

wie der Verleger schreibt, im Porgy & Bess aufgeführt

stelle ich nun einen Faust III vor: FAUSTINA DIE ERBIN.

Der neue Faust ist eine Frau, die schöne Helena der Antike

bei mir in Gestalt des Londoner Escort Girls Bea;

ebenso Homunculus, auferstanden als Androidin

mit Artificial Intelligence; und als dritte Frau

die exzellente Tochter Faustens mit Margret

– ein Trio infernale, wie es bald genannt wird.

Konsequent begleitet mich bei diesem Slam

ein junges, weibliches, faustisches Trio Infernal des Jazz:

Lisa Hofmaninger, Judith Ferstl und Judith Schwarz

http://porgy.at/events/9231/

 

9.1.

Causa Menasse.

Auffallend viel und anhaltender Lärm um ein paar falsche Zitate.

Steckt da womöglich Ideologie dahinter?

Und schon ertappe ich meine notorisch rechten Dumpfbacken

dabei, wie sie mit offensichtlichem Genuss

von einer „Auschwitz-Lüge“ schreiben

diesmal sogar, ohne damit straffällig zu werden

sie meinen ja, dass Menasse zitiert habe

aus einer Rede Hallsteins in Auschwitz

die eigentlich eine Rede in Rom war.

Hallstein sagte dabei: „Dieses Konzept der nationalen Souveränität“

sei „in zwei fürchterlichen Weltkriegen in Flammen aufgegangen“ (cit. Die Presse). Und ja, das seh ich genau so.

Tja, unsere Maschendrahtzaun-Fraktion giftet natürlich dagegen

so gut geht – gegen Hallstein wie gegen Menasse.

Nun denn.

#

Wie es Papamonat-Strache mit den Windeln geht?
„Mit braunen Flecken hab ich ja Erfahrung …
außerdem gibt es keinen Windelhaufen
sondern bloß bedauerliche Einzelwindel“

 

#

IBM war für mich in den 80ern eine Benchmark.
Zuletzt schien es für mich eher eine alte Tante
geworden zu sein. Sehr zu unrecht, scheint es:
IBM führt im US-Ranking der Patente –
jährlich aufs Neue, seit 26 Jahren.
Und hat eben den ersten, kommerziell einsetzbaren
Quantencomputer auf den Markt gebracht.

#

„Nazis raus“ twitterte die ZDF-Korrespondentin
Nicole Diekmann und erregte einen Shitstorm.
Hätte nicht gedacht, wie viele sich von
„Nazis raus“ betroffen fühlen.
Müsste eine wahre Völkerwanderung werden …
Dabei greift das ohnehin zu kurz:
Nicht jeder politische Trottel
muss ja auch noch ein Nazi sein.

 

#

Trump hat endlich seine Mauer genehmigt bekommen…

8.1.

Hahaha, Florian Scheuba im profil zur Bemerkung
von Karoline Edtstadler, Staatssekretärin
im Innenministerium, wonach man bei der
Gesetzgebung auf die Stimme des Volkes
in den Social Media hören müsse:
„Wenn das die Stimme des Volkes ist
dann ist eine Flatulenz der Anna Netrebko
der Klang der Oper“

#

Hahaha, mein Kompliment der jungen Polyana aus Rio

der ein Bursche auf der Straße das Handy rauben wollte.

Sein Pech: die Frau ist UFC-Kämpferin

(vulgo: Käfigkampf, eine Form der Mixed Martial Arts)

und verpasste dem Typen die Prügel seines Lebens
(Quelle: Die Welt).

7.1.

„100 Millionen Alexas verkauft“

offensichtlich macht sich keiner mehr Sorgen

dass seine Daten im Internet landen könnten.

Klar. Man muss sich nur daran gewöhnen.

#

Ein paar meiner jüdischen Freunde glaubten allen ernstes

dass Juden in Europa mehr gefährdet wären

durch islamische Einwanderer

als durch den alten Antisemitismus der Autochthonen.

Irrtum Freunde!

Nehmt diese Übersicht des ZdF sinnerfassend zur Kenntnis.

Und – unberechtigten – Fremden- und Flüchtlingshass

mit – berechtigter- Angst vor Antisemitismus

rechtfertigen zu wollen

zieht damit bei mir nicht mehr.

6.1.

Unerhört!
Roller vor dem Hawelka!
Im Fußgängerbereich!
Da parkte ich immer gern meine Moto Guzzi.

#

Die Salzburger Nachrichten machen sich Gedanken über Verbote …

#
Angesichts der Niedertracht
mit der gerade Caritas, Rotes Kreuz etc. angegiftet werden:
Sind Konrads „Rotzbuben“ nicht vielmehr
ausgewachsene Drecksäcke?

#

Houellebecq ist, mit Verlaub, ein abstoßender Mensch

aber ein höchst begabter Schriftsteller.

Seine Bücher „Ausweitung der Kampfzone“, „Elementarteilchen“

„Karte und Gebiet“, „Die Möglichkeit einer Insel“ und andere

habe ich mit Interesse gelesen.

Seinen neuen, groß angekündigten Roman „Serotonin“

werde ich mir allerdings ersparen.

Erstens danke ich den Feuilletons von der FAZ bis zum Spiegel

die heute das Buch ausgiebig rezensiert haben.

Zweitens danke ich James Joyce, der einst bei einer Flasche Absinth

im Caffè degli Specchi auf der Piazza Unita in Triest

darauf hinwies, dass ein Schriftsteller immer nur

einen Roman schreibt und auch wenn er mehrere schreibt

sei es doch immer der gleiche.

Drittens ist Houellebecq von Anfang an Opfer gewesen

seines ziemlich unattraktiven Äußeren

und seiner sich daraus ergebenden Probleme mit Frauen

was stets der – für mich wenig interessante –

Antrieb seines Schreibens ist.

Und viertens habe ich manche seiner Fans in Verdacht

ihn nicht nur wegen seiner provokanten, illiberalen Auslassungen anzuhimmeln

deren Ironie sie nicht einmal erkennen

sondern schlicht, weil sie ähnliche Probleme

zu haben scheinen wie Houellebecq.

5.1.

„Mit dem Internet hat niemand gerechnet“
(Leo Lukas)
Tja, so ist das meistens bei Disruptionen …

 

#

Nationalistenprobleme, vom neuen Spiegel gesehen:

#

Spontan mein Lieblings-Buchhändlerinnen-Witz:

#

Nazi-Wieder-betätiger-Küssel kommt nach 7 Jahren Haft frei.

Um seine Wieder-beschäftigung

brauchen wir uns keine Sorgen zu machen.

Für einen Arbeitsplatz etwas in der Propagandabteilung

des Innenministeriums oder als NÖ Landesrat

ist er ausreichend qualifiziert.

Zumindest als Chorleiter der Burschenschaft Germania

könnte ich ihn mir gut vorstellen.

 

#

Denkmal des ideologischen Radfahrers …

4.1.

Trotzdem: Bravo China!

#

Noch immer bewegt der Fall „Relotius“

einschlägige Gemüter, wobei auffällt

dass gerade jene gar nicht genug davon kriegen können

auf die das Wort am meisten zutrifft:

„Lügenpresse! kräht Lügenfresse“.

3.1.

Überraschender Wintereinbruch im Jänner:

Schneefall und Blitzeis in Wien

Und alle Zweirad-angetriebenen Autos, vulgo: Nicht-SUVs

hängen peinlich in den Kurven herum

bleiben stecken, rutschen gegen irgendwas

und verhelfen den Autospenglern

zum jährlichen Winterboom.

#

„Strache wird Vater; der ÖGB ruft nach einem Papamonat“ (Wiener Ztg.)
Hmm, bei Strache fände ich auch ein Papajahr
durchaus akzeptabel.

 

#

Mein Kompliment an die 21-jährige Schweizerin
die zu Silvester am Wiener Rathausplatz
einem übergriffigen jungen Afghanen
kräftig einen auf die Nase gegeben hat.
Die Schweiz hat eben Tradition
als wehrhafte Demokratie.

#

Wie lang darf ein Weihnachtsbaum bleiben?

Bei mir natürlich bis Töchterchen zu Ostern aus London kommt

und ihn wieder abräumt.

Ist das ok?

#

Gestern Goethes Faust
heute Mahbubanis „Has the West lost it“
– die mehr gemein haben
als man geneigt ist, zu glauben.
„The Wests 2-Century- epoch
as global powerhouse
is at an end. A new world order
with China and India
as strongest economies, dawns“

2.1.

Beende heute im Cafè
die neuerliche Lektüre von Goethes Faust I & II
diesmal in der eben erschienenen
historisch-kritischen Ausgabe des Wallstein Verlags.
Und erstmals habe ich die Stirn, zu konstatieren
dass Goethe in seinen Faust
reichlich Unnötiges aufgenommen hat:
Hunderte Figuren der griechischen Antike
von denen die meisten nicht wissen
wozu sie im Spiel sind
und was sie eigentlich dazu beitragen sollten.
Gut: die noch in Mode befindliche Renaissance
trifft auf die Aufklärung
und ohne die Zauberei eines Mephisto
hätte die faustische Geschichte nicht voranschreiten können.
Weshalb der Herausgeber meines
„Doktor Faustus in London. Banker, Oligarch“ schreibt
ich hätte die Faust-Geschichte
„ins 21. Jahrhundert gebeamt“.
Jedenfalls ganz ohne der Zauberei
eines Mephisto zu bedürfen.

1.1.

Terroranschlag in Nordrhein-Westfalen.

Der Täter steuert seinen Wagen

vorsätzlich in eine Fußgängergruppe.

verletzt vier Passanten schwer.

Schon wieder dieser Islam, denken die meisten.

Achsoo … der Täter ist ein eingeborener Fremdenhasser

sagt die Polizei …

___________________________________

2018

31.12.
Happy New Fear!
#
Die Welt aus der Sicht von Waldhäusl, Landbauer, Gudenus, Kickl, Strache, Kurz & co. (Bild: Perscheid)

#

Manchmal bleibt eben nur die Selbstironie …
(Bild: Spiegel)

#

Langsam dämmert es manchen:
China könnte tatsächlich wieder
ins Zentrum der Welt vorrücken –
wo es schon einmal war.
Für Jahrtausende.
Dazu Ameriggas Trottelpräsident:
Making Chin …ähh… Amerigga great again!

 

#

1968?
Da reden jetzt manche
denen 1968 schon immer ein Reizwort war
gern von den Opfern der sexuellen Revolution.
Gewiss, die gab es; viel Unsinn auch wurde gepredigt.
Ich gedenke hier aber der zahlreicheren Opfer
eines dumpf-katholischen Moralmiefs
und einer womöglich unterbliebenen
sexuellen Revolution.

#

Geschäftsidee für 2019:
Haltet ein paar Frachtschiffe bereit.
Bei einem ungeordneten Brexit
brauchen die Briten dringend
jede Schiffstonnage …

 

#
2018 in zwei Worten?
Ochlokratien überall.
Da haben ehrenwerte Männer und Frauen
150 Jahre lang für die Rechte der Proletarier gekämpft
ihre Leben dafür eingesetzt
und jetzt, wo weitgehend erreicht ist
wofür diese Männer und Frauen gekämpft haben
steigende Löhne
Anteil am Wachstum
Kündigungsschutz
soziale Sicherheit
und Teilnahme
an der politischen Willensbildung –
was machen sie, denen diese Mühen galten?
Sie missbrauchen genau diese Rechte
wählen Rechtsradikale & Populisten
Ausländerhasser, Rassisten
Antisemiten und Faschisten
bösartige Primitivlinge aller Sorten
die all die Rechte, die erkämpft wurden
missachten und wieder beseitigen wollen.
Zum Wohl!

#

Das Jahr 2018 in Musik:

Theresa May singt „Freude, schöner Götterfunke, Tochter aus Elysium“ / Emmanuel Macron singt die Marsellaise / FPÖ-Funktionäre singen Holocaust-Lieder nach dem Liederbuch der Burschenschaft Germania / SPÖ-Funktionäre singen die „Internationale“ / und Donald Trump singt „Blowing in the wind“

 

29.12.

Hahaha, Facebook erinnert mich an ein Posting vor 2 Jahren; üblicherweise ignoriere ich solche Erinnerungen, aber, wenn ich die aktuelle, so bierernste wie verlogene Diskussion betrachte, ist dieses doch recht – prophetisch gewesen.

28.12.

Trump im Irak.

„Die USA wollen nicht mehr Weltpolizist sein

und ich nicht mehr der Trottel der Welt“

Worauf er mit einem tweet den geheimen Standort

der Navy Seals verrät.

Einverstanden Trump: Sie sind nicht mehr der Trottel der Welt

sondern nur mehr der der USA

#

Klar. Strache und seine Kumpane im Geiste

pardon, müsste heißen: seine geistlosen Kumpane

stänkern natürlich gegen Menasse als Zitierer.

Anscheinend regt Menasse gerade jene besonders auf

die selbst nie in Verlegenheit kommen

irgendwas Nennenswertes zu zitieren.

Weil sie kaum je Nennenswertes gelesen haben.

27.12.

Hahaha. Verkaufte Auflage des Falter
2018: +30%.
Danke Kickl, Waldhäusl, Landbauer, Vilimsky
Strache, Gudenus und euren Brüdern im Geiste.
Weiter so.

#
Ein FPÖ-Funktionär aus Natternbach rastet auf Facebook aus
und wünscht der grünen Politikerin Alev Korun
eine Massenvergewaltigung durch Flüchtlinge.
Er muss schnell seine Funktionen zurück legen.
Wieder so ein so bedauerlicher wie regelmäßiger „Einzelfall“
aus dem miefenden FPÖ-Sumpf.

25.12.

Im neuen Spiegel übertrifft Claas Relotius sich selbst …

#

Schleichende Islamisierung Europas!
In den Haushalten von guten Christen
werden Millionen Halbmonde platziert!
Perfide getarnt unter weißem Zucker!
Wir fordern die rasche Schließung der Vanillekipferlroute!

24.12.

Meine beiden Stammcafès haben heute nur bis 15h offen.

Eigentlich mag ich Weihnachten nicht besonders.

#

Töchterchen will natürlich einen Weihnachtsbaum.

Habe uns also einen umgesägt.

Keep calm: war im eigenen Garten.

23.12.

Robert Menasse hat also falsch zitiert?
Unerhört!
„Fakenews & Fakeliteratur!“ höre ich schon
unsere rechten Dumpfbacken krähen
die Menasse noch nie ausstehen konnten.
Hmm, jetzt ist also der Zeitpunkt gekommen
selbst zu gestehen
auch ich habe oft schon Zitate verfälscht:
Aus Marxens Satz „Religion ist das Opium
des Volkes“ machte ich doch glatt
„Religion ist Opium für das Volk „.
Das als Volksgut anerkannte Wort vom
„Vogel, der sein Nest beschmutzt“
verfälschte ich (dank Kraus) oft schon zu
„Ich bin der Vogel, den sein Nest beschmutzt“.
Und Goethes “ den Teufel spürt das Völkchen nie /
und wenn er sie beim Kragen hätte“ korrigierte ich
anmaßend auf “ den Teufel spürt das Völkchen nie /
und wenn er es beim Kragen hätte“.
Könnte diese Kette meiner Verfehlungen
noch lange fortsetzen, eine sei vorläufig
zum Schluss gestanden:
Das bekannte Bonmot über Peter Altenberg
der sei entweder im Cafe Central
oder auf dem Weg dorthin fälschte ich glatt um
zu einem Merkgedicht für Freunde:
„Wenn ich nicht segeln bin / bin ich in Wien
und da im Hawelka / oder auf dem Weg dorthin“
Also los: Cola. Popcorn. Shitstorm …

#

Neue Folge meiner „Sailing Poetry“

im Yachtmagazin OCEAN7, Nr. 1/19:

„Die Katzen der Palmizana“

Wir steuern Hvar an

nehmen teil an der legendären Full Moon Party

ich schreibe eine Fabel über die Katzen der Palmizana

dann segeln wir nach Spalato, heute Split

treffen den römischen Kaiser Diokletian

in seinem die Altstadt beherrschenden Palast

und diskutieren seine Idee der Tetrarchie

der durch vier geteilten politischen Macht

22.12.

Gibts diesen Relotius eigentlich wirklich?
Interessant, mit welchem Bierernst
und welcher Häme
ausgerechnet unsere rechten Dumpfbacken
den Spiegel-Skandal hier kommentieren.
Da bricht sich ein unterdrückter Minderwertigkeitskomplex seine Bahn …
wir haben es immer gewusst: Fake-News
einer linkslinklinksverseuchten Elite.
Dazu heute trocken in der Presse:
Der Spiegel ist auf sich selbst reingefallen
zu Relotius wäre ein mächtiges
befreiendes Lachen angebracht …
(Nur Krone und Österreich maulen:
Wir machen das doch immer so
und kriegen nicht diese tolle P.R.!)

P.S.: angeblich hat sich Pelotius indessen in der P.R.-Abteilung des österreichischen Innenministeriums beworben …

21.12.

Israel und Ameriggas Trottelpräsident.
Kenne ein paar kluge, jüdische Freunde
die Ameriggas Trottelpräsidenten
jede Lüge, jede Perfidie, jede Niedertracht
unverdrossen durchgehen ließen
weil sie ihn für israelfreundlich hielten
und weil er, 3×Bravo!
ihnen seine Botschaft verlegte
auf nächstes Jahr in Jerusalem …
Ob denen langsam dämmert
was der Abzug der US-Soldaten aus Syrien bedeutet?
Viel Spaß mit den Vormachtsbestrebungen des Iran
der Türkei und Russlands in dieser Region
und viel Spaß in Zukunft mit dem Freiraum
für die Kassam Brigaden der Hamas
und die schiitischen Milizen der Hisbollah …

 

#

Bravo Spiegel!
Nein, das ist jetzt nicht ironisch gemeint
um in den Chor einzustimmen
der aktuell hämischen Spiegelpostings.
Mein Bravo gilt dem Spiegelredakteur Juan Moreno
der die Schwindeleien des renommierten
mit Preisen ausgezeichneten Kollegen
Claas Relotius aufdecken konnte
sowie einer Spiegel-Redaktion
die das zuließ – auch wenn es für sie
eine Art Supergau bedeutete.

 

#

Das Empathische im Menschen

scheint sich eher an Hunden Katzen oder Pferden zu entzünden

als an anderen Menschen.

#

Lese also den Faust wieder

in einer neuen, historisch-kritischen Ausgabe

und bin aufs Neue immer wieder gerührt.

Seltsames Bild im Cafè:

Das sitzt einer am Stammtisch

liest in einem dicken Buch

streicht manchmal etwas an

und bricht immer wieder abwechselnd in Tränen aus

oder in helles Gelächter …

20.12.

Hab zu tun:
Gerade erschien die historisch-kritische Textausgabe
von Faust I & II als „konstituierender Text“
wie er sich nennt; zugleich mit einer digitalen Edition
aller historischen Fassungen des Textes.
Empfehle danach als weiterführende Lektüre meinen
„Doktor Faustus in London. Banker, Oligarch“
(bei Löcker) mit dem ich,
wie der Herausgeber schreibt
„die Faustgeschichte ins 21. Jhdt gebeamt“ hätte.

#

George Soros ist für die Financial Times
„Person des Jahres“.
Seines Engagements für liberale Demokratien wegen.
Was ihn natürlich zum Feindbild macht
für nationalistisch-antisemitische Trottel aller Art.
Aus juristischen Gründen
bitte selbst die Namen sich einzusetzen …

19.12.

Nach Shit-storm wegen Halal-Toblerone:
Rätselhafter Todesfall geklärt.
FPÖ-Funktionär stellte das Atmen ein
weil Sauerstoff „halal“ ist.

18.12.

Bin für „Anwesenheitspflicht“
der Abgeordneten zum Nationalrat
– in diesem.

 

#

Früher gabs doch diese netten Inselwitze ….
hier ein Wiener-Straßenkaffeehauswitz:
der Vorgarten des Europe
auf Winterbetrieb reduziert.

17.12.

Steuervermeidung von Konzernen?
„Uns bleibt der Frankfurter Goethe teuer /
Zahlt er auch keine Einkommensteuer“
Trinkspruch eines Frankfurter Magistrats
zu Goethes 80. Geburtstag.

16.12.

Weil dieser Schmierfink, genannt „Jeannee“
aus der Kronenzeitung
gerade die Antiregierungsdemonstranten beschimpft
eine kleine Anekdote:
Manchmal sitzt der ja, in anbiedernder Weise
und reichlich deplaciert im Cafe Hawelka.
Letztlich tritt ein Freund, weniger zimperlich als ich
an seinen Tisch und sagt:
„Verlassen Sie das Lokal, Herr Adabei!“

15.12.

„Gibt es denn intelligentes Leben auf der Erde?“
Stephen Hawkings (hoffentlich ironische) Antwort
auf die Frage, ob intelligentes Leben außerhalb der Erde dem unseren ähnlich wäre …

#

Auf dem Wiener Graben anstelle der – beheizten –
Straßencafes jetzt ein Nadelwald. Empfehle, Kaffeehaustische einfach dazwischen zu stellen.

14.12.

Kürzlich erschienen:
Hawkings „Kurze Antworten auf große Fragen“.
Lieber wären mir allerdings:
Große Antworten auf kurze Fragen.

#

Empfehle Sonderbehandlung für Waldhäusl!

(Bild: Kurier)

13.12.

Angeblich geht es beim Klimagipfel in Kattowice

jetzt um die Frage, legt man ein Klimaziel von 1,5 Grad plus fest

oder bleibt man beim 2 Grad plus Ziel von Paris.

Sorry, Leute, beides ist eine unwissenschaftliche

Milchmädchen … pardon: Kindergartenrechnung

adressiert an schlichte Gemüter.

Keep calm an carry on.

#

Der Straßburger Attentäter Cherif Chekatt

wurde nach Angaben der Polizei gerade erschossen.

Blöd nur, dass es dem Paradies längst schon ermangelt

einer angemessenen Anzahl von Jungfrauen für Märtyrer

die zudem ohnehin ein Übersetzungsfehler sind:

gemeint waren Weintrauben, nicht Jungfrauen.

Was halt meist der letzte Irrtum ist

im kurzen Leben unserer Attentäter.

 

12.12.

Theresa May hat das Schlamassel nicht angerichtet

konnte es auch nicht aufhalten

und muss es jetzt ausbaden.

#

Diskussion muss von „Regeln der Vernunft“ geleitet

und demokratische Entscheidungen

sollen ein „vernünftiger Ausdruck des Willens der Mehrheit“ sein.

(Habermas, Kommunikatives Handeln)

Womit ich Habermas hier mit Verlaub vom Kopf auf die Füße stelle:

nicht vernünftiger Ausdruck des Willens soll es heißen

sondern Ausdruck eines vernünftigen Willens.

11.12

Heute ein eindeutiges Nein der EU 27 an Theresa May.
Keine Nachverhandlungen, kein Rosinenpicken mehr.
Europa spricht mit einer Stimme.
Danke Briten, euer strunzdummer Brexit-Volksentscheid
hat die EU wieder mal geeint.

#

„Von Enzensbergers Lobgesang auf die europäische Vielfalt – Ach Europa! – bleibt heute nur noch der seufzende Ton“ … es doht der „Rückfall der EU in die nur zu bekannten Machtspiele der nationalen Regierungen“ (Habermas zu Europa, 4)

#
Hahaha, Theresa May verschiebt die Brexit Abstimmung
im Unterhaus – weil sie diese verlieren würde.
Die EU ist in den Verhandlungen konsequent geblieben
hat mit einer Stimme gesprochen
und damit die Blödigkeit der Brexit Volksabstimmung
selbst die Briten jetzt erkennen lassen.

10.12

#

„…wächst die Einsicht, dass die europäischen Verträge geändert werden müssen, aber die Perspektive fehlt“

(Habermas zu Europa 3)

Die Europäische Union lässt sich als Schritt auf dem Weg zu einer politisch verfassten Weltgesellschaft begreifen“
(Habermas zu Europa 2)

„… Versuch, Denkblockaden aus dem Weg zu räumen, die gegenüber einer Transnationalisierung der Demokratie immer noch bestehen“
(Habermas zu Europa 1)

#

Langsam bräuchten wir ein Heim für straffällig gewordene und -werdende FPÖ-Funktionäre.
Übrigens stünde in Drasenhofen jetzt sowas frei …

… ist aber wahrscheinlich zu klein

 

8.12.

Als halb in Venedig Wohnender darf ich feststellen:
Das Gedränge auf Kärntnerstraße und Graben
war heute dichter als mitten im Somner
auf dem Marcusplatz.
Bravo Wien!

 

#

Wundert mich nicht.
Jetzt wird dieser erbärmliche Waldhäusl verdächtigt
die überaus großzügig ausgehandelte Bezahlung
für die bei seinem Jugend-Anhaltelager tätige private Wachfirma NSA -das Mehrfache der üblichen Kosten-
sollte dazu dienen, Kick-back Zahlungen zu dotieren.
„Addendum“ hat recherchiert, die NEOs haben eine
Sachverhaltsdarstellung bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft eingebracht.

7.12.

Partei der „Bedauerlichen Einzelfälle“.
Der Standard nennt heute 50 dieser Fälle
seit Angelobung der Blautürkisen
in deren Zentrum FPÖ-Politiker standen:
Hitlergruß, Hakenkreuzfahnen und andere Produkte aus dem Naziversand, antisemitisches Liedgut und antisemit. Verschwörungstheorien, Fremdenhass und -hetze, Holocaustleugnung, KZ-Fantasien, Geschichtsfälschung und rassistische Werbesujets ….

#

Hatte zur Wahl des oder der CDU-Vorsitzenden
keinerlei Präferenz.
Wenn ich jetzt aber das Gesuder der Gegner
Kramp-Karrenbauers lese
wird sie mir gleich sympathischer.

2 Kommentare allerdings habe ich geliked:
– Merz hat verloren. Ein schwarzer Tag für die Satire.
– Die CDU ist noch nicht reif für einen männlichen Vorsitzenden

#

To deal or not to deal
that is the question …

#

Geschenkidee für FPÖ-Funktionäre:
zu Weihnachten einen Duden.

 

6.12.

FAZ und NYT ahnen, was wirklich hinter dem Gelbwesten-Aufstand in Paris steckt …

#

„Trump hofft auf deutsche Autobauer“
„Die Welt“ berichtet von einem Treffen Trumps
mit den Chefs von Daimler, BMW und VW.
GM & Ford liefern nicht
die versprochenen Arbeitsplätze
sondern bauen zig-Tausende ab
der Rostgürtel verfällt weiter
jetzt hofft er auf Investitionen
der deutschen Autoproduzenten.
Tja, Trump, wieder die Rechnung
ohne den Wirt gemacht?

#
Bekenntnis.
Ich nenne niemals einen Trottel Trottel
bloß weil er einer ist
außer es gesellen sich zu seiner Trotteligkeit
noch Bösartigkeit und Niedertracht.
Was allerdings heute wieder häufig der Fall ist
und weshalb ich von diesem gewichtigen Wort
gelegentlich Gebrauch machen werde.
Ohne dabei übertriebene Sparsamkeit an den Tag zu legen.

5.12.

Österreichisches Sumperertum
gegen schweizer Weltläufigkeit:
„Wanderuniversität“ nennt Sumperer Strache
die von Soros gegründete „Central Europe University“
Feindbild aller Rechten, Antisemiten und Fremdenfeinde, die jetzt von Orban
mit einem eigenen Gesetz aus Budapest vertrieben
in Wien mit offenen Armen begrüßt
hier bald den Lehrbetrieb aufnehmen wird.
Die Neue Zürcher titelt dazu heute so:
„Ungarn verliert seinen akademischen Leuchtturm!“
Herzlich willkommen CEU!

 

#

Hahaha, wusste gar nicht, dass Kanzler Kurz
soviel Humor hat: gestern in seiner Rede
in der Hofburg verkürzt er (lt. Kurier)
die lästigen Causen Waldhäusl und Landbauer
zur Causa „Landhäusl“.

 

#

Heute reicht es schon
in der U- Bahn ein Buch zu lesen
um von einer Frau angesprochen zu werden …

 

#

Waldhäusl ins Waldhäusl?
Also das geht zu weit, Herr Pammesberger ..

#

Waldhäusl versprach gestern
seiner sicherheitspolitischen Verantwortung
weiterhin nachzukommen …

#
Hahaha, mein Algorithmus hats aufgegeben:
Wenn ich nach einem Buch suche, packt ers ja leicht
und schickt mir Angebote von diesem
und ähnlichen Büchern.
Aber wenn ich der Reihe nach Heisenberg, Einstein
Schrödingers Katze, Kinder-KZ, Holocaust-Gudenus, Weltformel und Stephen Hawking google, ist der Algo k.o.
und ich hab Ruhe.

#

Gelbjacken in Paris.

„Nein, Sire, das ist eine Revolution.“
(Reaktion des Duc de La Rochefoucauld-Liancourt auf die Feststellung Ludwigs XVI., dass es sich beim Sturm auf die Bastille nur um eine Revolte handeln würde (danke fürs Zitat Peter Hodina)

Damals ging es gegen die Monarchie;

gehts heute gegen die Demokratie?

#

Hahaha, das regt Dunkeldeutschland gerade auf:
Die Künstlergruppe „Zentrum für politische Schönheit“
hat einen Onlinepranger eingerichtet mit tausenden Fahndungsfotos und dem Motto „Identifiziert Nazis!“
Rechtlich sehr bedenklich, monieren besorgte Bürger.

(Bild: Die Welt)

#

Die Süddeutsche gibt einen Überblick
über aktuelle Klimazonen …

#

Weil ich wieder bei „Homo Deus“ bin

kommt mir ein Wort aus meinem Faust III in den Sinn

„Der Mensch ist heut der Göttlichkeit /

schon viel näher als zu Faustens Zeit“

4.12.

Happy Weihnukka!
All denen, dies angeht.

#

Das sollte ich euch nicht vorenthalten:
Gestern kritisierte ich hier Waldhäusls
Jugendgefängnis-ohne-Gerichtsurteil
kurz: Anhaltelager in Drasenhofen.
Zum Glück schon wieder Geschichte.
Heute schreibt ein fb-Freund dazu
er habe dort mitgeholfen und sei stolz darauf.
Worauf ich antworte, er erinnere mich an
Daniel Goldhagens bekanntes Buch, Titel:
„Hitlers willige Vollstrecker“
und dass es diese willigen
Vollstrecker wohl zu jeder Zeit
und für jede Sauerei gäbe.

3.12.

Der Tod jenes Missionars, der auf einer Insel

von Sentinelesen getötet worden sein soll

ist übrigens, wie man jetzt weiß, etwas anders gelaufen:

2.12.

Früher hieß es in der ÖVP
und nicht nur dort, wo sie am tiefsten ist:
„Wer nicht arbeitet soll auch nicht essen“.
Und eben rechtfertigt im Mittagsjournal August Wöginger
ÖVP Sozialsprecher und Klubobmann
die von der Regierung mit Eifer betriebenen Kürzungen
von Sozialhilfen für die Ärmsten im Lande mit:
„Wer arbeitet soll nicht der Dumme sein“
Ein gewisser gesellschaftlicher Fortschritt
ist selbst in der ÖVP nicht zu leugnen.

1.12.

Kanzler Kurz in internationalen Magazinen:
Wirft Newsweek noch elegant zweideutig den Blick
in Österreichs unaufgearbeitete Nazivergangenheit
„the darkest past“
die mittels Kurz ein „remaking“ erlebe
titelt jetzt das Time Magazine schon direkt
Kurz bringe als Manager der Rechten
„the far right into the mainstream“.
Das internationale Bild von Österreich also
kurz gefasst: ein braunes Drecksnest.
Dass ÖVP-Funktionäre jubeln liegt wohl eher
an schwachen Englischkenntnissen.
Und weil hier wahrscheinlich einige das Wort
vom „Nestbeschmutzer“ bemühen werden:
Ja, ich bin der Vogel, den sein Nest beschmutzt.

30.11.

„Ist Aggression männlich“ fragt Die Zeit.

Antwort: Ja, aber die Frauen holen auf.

Na also.

#

Der niederösterreichische Landesrat Waldhäusl (FPÖ)

hat in Drasenhofen, an der tschechischen Grenze

ein „Asylquartier“ eingerichtet

für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

die Waldhäusl „Unruhestifter“ nennt.

Die Jugendlichen sind dort eingesperrt

dürfen nicht „aus- und eingehen wie es ihnen passt“

sondern höchstens eine Stunde am Tag

und dann nur in Begleitung eines Security

auch Wachhunde sind eingesetzt

um das Ganze ein Stracheldrahtzaun.

Landeshauptfrau Mikl-Leitner dazu:

Es geht doch nur um eine gute Unterbringung von Flüchtlingen

gut, „Stacheldraht hat dort nichts verloren“.

Waldhäusl „versteht die Aufregung überhaupt nicht“

der Stacheldraht um das Quartier soll bloß

„die Jugendlichen vor der Bevölkerung schützen“.

Der ÖVP Bürgermeister von Drasenhofen nennt das

eine „Schande für Österreich“

Minister Hofer von der FPÖ geht davon aus

dass ja alles „gesetzestreu“ ist …

Also regt euch nicht auf!

Da konnte bloß ein FPÖler seiner Sehnsucht

nach Konzentrationslagern nicht ganz widerstehen.

Ist aber gewiss nur ein „bedauerlicher Einzelfall“.

 

#

„Wiener Start-up will Städte um vier Grad abkühlen“ (futurezone)

Würde gerade mehr auf Start-ups setzen

die Städte um 4 Grad erwärmen

 

#

„Starbucks will verhindern, dass in Läden Pornos angeschaut werden“

(futurezone)

Wär zwar noch nie auf die Idee gekommen

mir Pornos ausgerechnet in einem Starbucks anzuschauen

so schlecht ist der Kaffee dort gar nicht

aber warum eigentlich

ihr prüden, amerikanischen Zimperlieschens und -johnchens?

29.11.

Kickls Generalsekretär Goldgruber soll
wegen des BVT-Putschversuchs suspendiert werden
melden heute die Blätter.
Die ÖVP sei jedenfalls dafür.
Wahrscheinlich als Bauernopfer für Kickl selbst.
Wäre schade.
Wo sich Goldberger doch extra eine so elegante
Galauniform schneidern ließ –
mit goldrotgoldenen Lampassen
weißen Lilien auf goldgefasstem Kragenspiegel etc.

 

#

„Amerigga first!“

Gilt der Geldbutel jetzt den USA oder Trump persönlich?

(Bild: Südd.)

28.11.

Jetzt hätt ich fast mein obligates Geburtstagsgedicht vergessen
das ich mir natürlich selber dichte
frei nach George Gordon Lord Byron:
Auf dieses Lebens Pfad
anmaßend, frech und manchmal witzig
schleppt ich mich bis dreiundsiebzig
und was gewann ich dabei?
Siebzig und drei.

27.11.

Bei einer Diskussion hier kam ich zu dem Satz

der hiermit festgehalten werden soll:

„Ich brauche keinen Spiegel, um mich selbst zu sehen“.

 

#

In China wird die Geburt der ersten zwei

genmanipulierten Babys verkündet.

Das angewandte CRISPR/Cas9-Verfahren

sollte die Kinder resistent machen

gegen die HIV-Erkrankung ihrer Väter.

Weltweit wird das als unverantwortliches Experiment verurteilt

ich sehe das nicht so streng:

Wird Zeit, dass der Mensch beginnt

diesen stümperhaften Gott zu übertreffen

mit interessanten neuen Schöpfungen …

mehr herumpfuschen als „Gott“ können die Ärzte auch nicht.

#

Liebe Radfahrer! An eurer Stelle würde ich von der Industrie jetzt Sitzheizung und Griffheizung verlangen …

#

„General Motors schließt Fabriken in den USA“
Hmm, Strafzölle auf europäische Autos
scheinens auch nicht wirklich zu bringen …

#

„Ausflug nach Gibraltar“ heißt das Bild
aber im ersten Moment dachte ich
es meint die Brexiteers auf der Insel …

#

Hahaha, der FPÖ Stadtrat Bruno Weber
steht vor Gericht wg. homophoben
und rassistischen Hetzens im Facebook.
Das salomonische Urteil:
Er muss, mit einer Probezeit von 2 Jahren
beim Verein „Neustart“
„Hassfreies Posten in Internet“ lernen.
Tja, da wüsst ich noch ein paar …

26.11.

Es lebe der Brexit
– der strunzdümmste Volksentscheid unserer Tage!

#

Making China great again.
Bravo Trump!

#

Die Politik hat anscheinend beschlossen

dass die – bislang geräuschlosen – E-Autos

mit künstlichen Geräuschen zu versehen sind.

Der Blinden zuliebe.

Schade, ich schätze die elegant-geräuschlose Fortbewegung

meines Hybrids in der Innenstadt ungemein.

Aber wahrscheinlich haben es manche ganz gern

wenn sie ganz altmodisch wieder „Brumm-Brumm“ machen können

oder „Rööööhhhr!“

 

25.11.

Respekt, Schweiz!
Die sog. „Selbsbestimmungsinitiative“
ist dort heute gescheitert.
70% der Schweizer waren dagegen.
Eine Ohrfeige für die rechtspopulistische SVP
die nationales Recht über internationales
stellen wollte.
Würde unsere Regierung übrigens auch sehr gern
versucht es jedenfalls immer wieder.
Und ich wette, unsere Sumperer
würden anders entscheiden als die Schweizer.

24.11.

Wehret den Anfängen!

#

Bild und Österrreichs Regierung
haben dasselbe Problem …

#

Trumps alternative Fakten …
wetten dass seine Fans ihm das glauben?

23.11.

Als 17-jähriger stellte ich mir die Frage

warum es überhaupt etwas gibt

und nicht einfach nichts.

Damals dreht sich mir dabei der Kopf

auch als ich später auf Nietzsche stieß

der diese Frage schon gestellt hatte.

Heute denke ich:

Ist, dass es etwas gibt?

nicht die Grund-Selbstverständlichkeit

und ist nicht vielmehr die Vorstellung abstrus

dass es nichts gäbe.

Analog zum Rechtspositivismus

bezeichne ich das als Seinspositivismus.

22.11.

Jetzt weiß ich endlich, was los war

als ich heute ins Hawelka ging

und vom Graben her Pfiffe hörte:

Strache signierte sein Buch beim Frick.

#

Kopftuch ist überhaupt das Ärgste!
Gell Kurz & Strach?

#

Der Kronprinz gelobt Besserung …

#

Wie viele Kriege müssen Nationalisten anzetteln
mit wie vielen Millionen Toten
wie vielen Völkermorden
wie vielen zerstörten Städten und Ländern
damit unsere Dumpfbacken was kapieren?

#

Ameriggas Trottelpräsident meint
die Waldbrände wären leicht zu vermeiden
indem man das Laub in den Wäldern
ordentlich recht.
(Bild: Twitter-Fundstück)

#

Mir scheint, ich lese hier schon mehr Nachrufe
auf Katzen und Hunde
denn auf Menschen.
Warte auf den ersten Nachruf auf einen Androiden.

 

#

„Trumps seltsame Nachsicht mit Saudiarabien“
titelt die NZZ. Sie erinnere an sein Verhalten
gegenüber Russland. Und das sei, wie man schrieb
von privaten geschäftlichen Interessen bestimmt.
Der amerikanische Geheimdienst kommt zum Schluss
der Kronprinz sei persönlich verantwortlich
für den Mord an Kashogghi aber Trump verkündet:
„Vielleicht wird man es nie wissen“.

 

#

Ameriggas Trottelpräsident eiert wieder mal herum.

Bild: NYT

21..11.

Eröffnung in der Albertina: Erwin Wurm

der sich hier auch als innovativer Porträtist zeigt.

#

Allen Dumpfgummis gewidmet

die hier gerne hetzen

durch das Aufbauschen einzelner Straftaten von Ausländern:

„Deutscher Pfleger gesteht vor Gericht 100 Morde“

https://derstandard.at/2000090336202/Prozess-gegen-Ex-Pfleger-begann-mit-Schweigeminute

20.11.

Glaubt eigentlich irgendjemand

dass dieser Nazi, aufgedeckt als Security

im parlamentarischen Untersuchungsausschuss

den offenbar niemand überprüft hat

ein Zufall war?

18.11.

Lese Apollinaires Flaneur in Paris
und wünsche mir, durch ihn inspiriert
ein Museum, das alle Kreuze ausstellt
die einst in Österreichs Amtsstuben prangten.
„Die Überfülle von Kruzifixen hat etwas Rührendes.
Man könnte meinen, es sei ein Gekreuzigtenkongress“

#

Gemein!
Wie die Leute Dieselfahrverbote einfach umgehen:
Kaufen sich glatt einen Benziner!

 

#

In Österreich sitzen jetzt wieder Nazis in der Regierung
sagen manche, Europa zur Warnung.
Aber ihr könnt euch beruhigen:
denkt an Marxens Wort
dass Geschichte sich zwar wiederholt
aber als Farce.
Wenn auch meist als unfreiwillige …

17.11.

In Österreich sitzen jetzt wieder Nazis in der Regierung
sagen manche, Europa zur Warnung.
Aber ihr könnt euch beruhigen.
Denkt an Marxens Wort
dass Geschichte sich zwar wiederholt
aber als Farce.

16.11.

My country first!

#

Angeblich läuft Strache seither ja mit roten Ohren
durch die Stadt …

#

Österreich heute so in der Welt:
„Österreich, das trojanische Pferd Putins“
(The Guardian)
„Wien ist zur Hauptstadt der Rechten geworden“
(Florian Klenk in der FAZ)

#

Kosmopoliten, jene an der Globalisierung teilnehmenden

urbanen, meist akademischen Geister

sind heute die gemeinsamen Feinde

von Linken und Rechten

titelt Die Zeit.

Für die Rechten Verräter ihres Volkes

schuld an Identitätsverlust und Überfremdung

für die AfD bloß eine arrogante, urbane Elite.

für die Linken generell globale Ausbeuter …

Deutlich wird für mich dabei:

es gibt offensichtlich nicht nur die ökonomisch

sondern auch die kulturell Abgehängten

#

Sie: Ich brauche jemanden, der mir zuhört!

Er: Diktiergerät?

#

Eröffnung Ed Ruscha in der Secession.

15.11.

Gestern, bei der Ausstellung Louise Lawler im Verbund

bei der Besichtigung ihrer Bilder im 7-stöckigen Treppenhaus

gratuliere ich Klaus Albrecht Schröder

zu den zahlreichen großen Ausstellungen in der Albertina:

Oft Blockbuster sage ich

aber immer von wissenschaftlichem Gewicht.

Er erwähnt später meinen „Stadtwolf“, den er in den 80ern las

und an den er sich noch gut erinnere.

Kann deshalb nicht umhin, mein letztes Buch zu erwähnen

einen neuen Faust, sage ich, „Doktor Faustus in London“

kanns leider nicht bescheidener ausdrücken …

Worauf er eine Begegnung Goethes mit Heine zitiert

bei der Heine auf die Frage Goethes, was er denn so mache, antwortet: „Ach, ich schreibe einen Faust“.

In der Tat schrieb Heine ein Ballett zu Faust

für einen Londoner Auftraggeber

worauf ich Nikolaus Lenau zitiere

der ebenfalls einen Faust schrieb

und, auf Goethe angesprochen, sagte

„Dass Goethe einen Faust geschrieben hat

kann mich nicht schrecken.

Faust ist ein Gemeingut der Menschheit

kein Monopol Goethes“

Nun denn …